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BBE Europa-Nachrichten – Newsletter für Engagement und Partizipation Nr. 10 vom 8.11.2018

BBE Europa-Nachrichten – Newsletter für Engagement und Partizipation Nr. 10 vom 8.11.2018

Beutel: Demokratiebildung – gefordert, aber auch gefördert?

Der Zustand der tatsächlichen Demokratiepädagogik und Demokratiebildung in Deutschland ist Thema des Beitrages von Dr. Wolfgang Beutel, seit 1989 Geschäftsführer des Projektes »Demokratisch Handeln«. Dabei kritisiert er die Diskrepanz zwischen der verbreiteten Forderung nach Demokratie-Lernen, die zumeist finanziell nicht unterlegt wird und die ohne Raum im Pflichtsystem Schule für angemessene pädagogische Konzepte bleibt. Letztlich wird in der Demokratie zu wenig für das Erlernen von Demokratie und den normativen Gehalt von Demokratie getan.

Beitrag von Dr. Wolfgang Beutel (HTML)

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Nagy: Service-Learning und demokratisches Engagement von Kindern und Jugendlichen

Wie mit Service-Learning das demokratische Engagement von Kindern und Jugendlichen in Europa gestärkt werden kann, ist das Thema von Franziska Nagy, Leiterin der Bereiche Politik, Wissenschaft und Kooperationen bei der Stiftung Lernen durch Engagement. Ausgehend von gegenwärtigen Erwartungen an Demokratieförderung in und durch Schule, die sich in aktuellen Papieren politischer Institutionen in Deutschland und der EU niederschlagen, diskutiert sie die Potenziale und vielfältigen Erfahrungen von Service-Learning im Schulkontext. Lernen durch Engagement (LdE) kann Demokratiekompetenzen stärken, wenn Rahmenbedingungen und reale Implementierung im Schulsystem stimmen: »Damit Service-Learning tatsächlich dazu beitragen kann, dass Kinder und Jugendliche – europaweit – diese für den Erhalt unserer Demokratie bedeutsamen Kompetenzen erlernen, ist die feste Verankerung von LdE in der Schule eine wichtige Gelingensbedingung.«

Beitrag von Franziska Nagy (HTML)

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Barbin: Soziale Waisenkinder in Russland und Reformen von unten

Sogenannte »Soziale Waisenkinder« in Russland und Reformen von unten bei ihrer Betreuung stellt Evgeniya Barbin vor, Doktorandin an der Freien Universität Berlin. Zur gängigen Praxis des Erziehungssystems in der Sowjetunion gehörte es, dass Kinder mit gesundheitlichen Einschränkungen von ihren Familien verlassen und einem staatlichen Heimsystem überlassen wurden. Diese Produktion »sozialer Waisenkinder«, zu der ebenso Kinder zählen, die aus anderen Gründen ohne ihre gleichwohl lebenden Eltern und Familien in Heimen aufwachsen, wurde im Nachfolgestaat Russland fortgesetzt. Am Beispiel des Rehabilitierungskinderheimes Nummer 19 und ihrer Gründerin und Leiterin Maria Ternovskaja zeigt sie Reformversuche von unten, um ein gewaltförmiges Erbe des Umganges mit »sozialen Waisenkindern« zu überwinden. Das von ihr erfundene Patronats-Modell, mit zivilgesellschaftlichen Unterstützungsstrukturen für Pflegeeltern, fand bis 2008 in kurzer Zeit Eingang in die Gesetze von über 40 Regionen – und Gegner bei den politischen Entscheidungsträgern, die um Ihre Geldquellen fürchteten und sich zu Lasten vieler Kinder und Pflegeeltern in Russland durchsetzten.

Beitrag von Evgeniya Barbin (HTML)

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Partizipation und Schutz von Kindern

Obgleich die Vereinten Nationen und die EU dazu auffordern, Kinder und Jugendliche als partizipative Akteure ernst zu nehmen und systematisch an Entscheidungsprozessen zu beteiligen, ist Irland gegenwärtig das einzige Land auf der Erde, das über eine Nationale Strategie für die Partizipation von Kindern und Jugendlichen verfügt. Darauf weist Mieke Schuurmann von EUROCHILD in einem Beitrag für apolitical hin. Das ist umso erstaunlicher für sie, da in einer Umfrage von Eurochild 70 Prozent der befragten Personen der Überzeugung sind, dass sich das Handeln der öffentlichen Hand durch eine systematische Partizipation von Kindern und Jugendlichen insgesamt verbessern würde.

Beitrag in »apolitical«

 

 

Hartmann: »YOUrope – es geht um dich!« - Schülerwettbewerb zur Zukunft Europas

Der 66. Europäische Wettbewerb lädt Schüler*innen dazu ein, sich aktiv für die Zukunft Europas einzusetzen. Im kommenden Schuljahr geht es anlässlich der Europawahl 2019 und des drohenden Brexit um die Zukunft der EU: »YOUrope – es geht um dich!«. Differenziert nach Altersgruppen und Aufgabenstellungen gibt es beim Europäischen Wettbewerb Geld- und Sachpreise und für die älteren Schüler*innen politische und künstlerische Seminare zu gewinnen – z.B. internationale Jugendseminare, Reisen nach Straßburg, Brüssel und Berlin. Viele Beitragsformen aus allen Fächerkontexten sind möglich. Trägerverein ist die Europäische Bewegung Deutschland e.V. Als gesamtstaatlich anerkannter und geförderter Wettbewerb steht der Europäische Wettbewerb unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

Janin Hartmann über den Europäischen Wettbewerb (HTML)

Beitrag von Janin Hartmann als PDF herunterladen (673 kB)

 

 

SAM.I. wirbt für Europäisches Gemeinnützigkeitsrecht

Samaritan International (SAM.I.) hat am 17. Oktober 2018 mit einem Parlamentarischen Abend in der Repräsentanz der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino in Brüssel für die Etablierung eines Europäischen Gemeinnützigkeitsrechts geworben. SAM.I. ist ein Zusammenschluss von mittlerweile 19 Organisationen, der 1994 vom Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e.V. (ASB), dem Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs (ASBÖ), der Dansk Folkehjaelp (DKFH) und der Fédération des Secouristes Francais-Croix Blanche (CB) gegründet wurde. Christos Stylianides, Europäischer Kommissar für Humanitäre Hilfe und Krisenschutz, hielt die Abschlussbemerkungen. Tagungsbericht und Dokumente liegen vor. Die SAM.I.-Mitgliedsorganisationen sehen die Veranstaltung als Kick-Off an, denn sie werden sich in den kommenden Jahren in ihrer politischen Arbeit auf die präsentierten Themen konzentrieren.

Bericht und Dokumente des Parlamentarischen Abends

EBI: Verbot privater Online-Sammelsysteme geplant

Die Europäische Bürgerinitiative (EBI) wird derzeit von EU-Institutionen auf seine Effizienz geprüft. Der Rat der Regierungschefs hat nun vorgeschlagen, im Zuge dieser Überprüfung Individuelle Online Sammel-Systeme für die EBI zu verbieten. In einem offenen Brief wenden sich Demokratie-Expert*innen, darunter NGOs und Netzwerke wie Mehr Demokratie und Democracy International, gegen die Pläne des Europäischen Rates. Roman Huber, Bundesvorstand von Mehr Demokratie sagt: »Die EU steckt mitten in einer Vertrauens-Krise. Den Bürgerinnen und Bürgern jetzt bewährte Instrumente der Beteiligung wegzunehmen, ist ganz sicher das falsche Signal.«

Offener Brief zum Verbot der privaten Online Sammel-Systeme

Reform der EBI: Nicht für die Jugend?

Die Europäische Union will die Europäische Bürgerinitiative verbessern. Wie genau, darum ringen Parlament, Kommission und Rat seit geraumer Zeit. Nicht in allem herrscht Einigkeit: So soll das Mindestalter für eine Beteiligung nicht von 18 auf 16 Jahre gesenkt werden. In einem Policy Brief der Bertelsmann Stiftung führen Dr. Dominik Hierlemann und Dr. Christian Huesmann eine Reihe von Gründen an, warum dies eine vertane Chance für die EU wäre. Dazu gehören etwa der nachweisbare Zusammenhang von Teilhabemöglichkeit und politischem Interesse im jugendlichen Alter oder auch das junge Alter der meisten bisherigen Organisator*innen einer Europäischen Bürgerinitiative.

Dr. Dominik Hierlemann und Dr. Christian Huesmann: »Die Reform der Europäischen Bürgerinitiative: Nicht für die Jugend?« (PDF, 1,1 MB)

Weilnböck: Idee und Wirklichkeit von Extremismusprävention

Harald Weilnböck, cultures interactive e.V., hat in einem ausführlichen Essay eine Beschreibung und kritische Bewertung des Extremismuspräventionsnetzwerks »RAN Radicalisation Awareness Network/ RAN« vorgelegt, verbunden mit einer Reihe von Reformempfehlungen. Weilnböck war von 2011-2015 Mitglied der Lenkungsgruppe und Co-Leiter einer Arbeitsgruppe von RAN. Er kommt zu dem Schluss, dass von Neuem zu beginnen sei und mit erneuerten Strukturen. Es gelte einen behörden- und akteursübergreifenden europäischen Rahmen auf Augenhöhe aufzubauen, um gegen die gesamte Bandbreite von Phänomenen vorbeugen zu können, die eine Gefahr für Demokratie und Menschenrechte darstellen.

Beitrag auf der Webseite von cultures interactive e.V.

Nicht-formales und informelles Lernen: Fahrplan

Noch bis zum 13. November 2018 kann man der Europäischen Kommission ein Feedback zum Fahrplan einer Initiative geben, die überprüfen möchte, wie die EU-Länder und die Kommission Menschen dabei unterstützen, anerkannte Qualifikationen für außerhalb der formalen allgemeinen und beruflichen Bildung erworbene Kompetenzen zu erlangen. Im 2. Quartal 2019 soll als ein nächster Schritt eine Öffentliche Konsultation zur »Validierung des nichtformalen und informellen Lernens« folgen.

Feedback zum Fahrplan

Bürgerdialog in Aschaffenburg: »Und jetzt, Europa? Wir müssen reden!«

Der letzte Termin der bundesweiten Bürgerdialogreihe in diesem Jahr steht für den 22. November 2018 in Aschaffenburg fest. Das Publikum wird die Möglichkeit erhalten, mit Expert*innen und Politiker*innen wie Judith Gerlach, Mitglied des Bayrischen Landtages, Jürgen Gmelch, Vertretung der Europäischen Kommission in München, Christoph Wolfrum, Leiter des Stabs für EU-Grundsatzfragen in der Europaabteilung, Auswärtiges Amt über die Europas Rolle in der Welt zu diskutieren. Stefan Czogalla, Fachbereichsleiter Wirtschaft und Soziales beim dbb Beamtenbund und Tarifunion, Dr. Johannes Lindner, Abteilungsleiter EU-Institutionen und Foren bei der Europäischen Zentralbank, und Kerstin Westphal, Mitglied des Europäischen Parlaments, werden sich mit dem Thema »Wirtschaft und Soziales: Arbeit, Binnenmarkt, Verbraucher-, Sozialstandards« auseinandersetzen.« Die Bürgerdialoge der Europa-Union Deutschland werden mit zahlreichen Kooperationspartner durchgeführt, darunter das BBE.

Weitere Informationen und Anmeldung

Bürgerdialog in Jena »Und jetzt, Europa? Wir müssen reden!«: Bericht

Am 25. Oktober 2018 machte die bundesweite Bürgerdialogreihe der Europa-Union Deutschland »Und jetzt, Europa? Wir müssen reden!« Station in Jena. Das Publikum diskutierte mit Politiker*innen und Expert*innen über den Wert der EU, die künftige Rolle Europas in der Welt und die Bedeutung konkreter europäischer Regelungen in den Bereichen Wirtschaft, Arbeit und Verbraucherschutz. Der Bericht »Jena diskutiert über Europa - Bürgerdialog der Europa-Union im Historischen Rathaus« ist bereits auf der Website von der Europa-Union Deutschland zu lesen. Ziel des Bürgerdialogs ist es, Raum für den Austausch von Meinungen, Erwartungen, Sorgen und Hoffnungen zu schaffen. Die Bürgerdialoge der Europa-Union Deutschland werden mit zahlreichen Kooperationspartner durchgeführt, darunter das BBE.

Bericht zum Bürgerdialog in Jena

Weltfreiwilligenkonferenz in Augsburg: Rückblick

Unter dem Titel »Unsere Verantwortung für eine globale Zukunft« fand vom 16.-20. Oktober 2018 die 25. IAVE-Weltfreiwilligenkonferenz in Augsburg statt. Über 700 Teilnehmer*innen aus der ganzen Welt diskutierten neue Entwicklungen in der Engagementförderung und -Praxis. Einen Schwerpunkt der Veranstaltung bildete der Beitrag des freiwilligen Engagements zur Umsetzung der Sustainable Development Goals der UNO. Die IAVE Welt-Freiwilligenkonferenzen werden seit 1970 alle zwei Jahre vom Internationale Verband für Freiwilligenaktivität (International Association for Volunteer Effort - IAVE) organisiert. IAVE versteht sich als globale Plattform für freiwilliges Engagement und arbeitet eng mit den Vereinten Nationen, internationalen NROs und Unternehmen zusammen. Die Weltfreiwilligenkonferenz 2018 in Augsburg war die erste in Deutschland. Partner von IAVE waren neben dem Freiwilligenzentrum Augsburg u.a. Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligen-Agenturen lagfa Bayern und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligen-Agenturen bagfa.

Bericht und weitere Informationen

29. Europäischer Abend: »Digitaler Wandel: Wie zukunftsfest ist Europa?«: Bericht

Die digitale Zukunft Europas stand im Fokus des 29. Europäischen Abends, der am 15. Oktober 2018 im dbb forum Berlin stattgefunden hat. Arne Schönbohm, Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik, Prof. Dr. Anne-Dore Uthe aus der Hochschule Harz und Dr. Konstantin von Notz MdB, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, diskutierten über »Bürgerrechte und Sicherheit im Cyberraum«. Anschließend standen »Wirtschaft und Arbeit im digitalen Binnenmarkt« im Fokus, zu dem sich Christian Hirte MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, S.E. Dr. Mart Laanemäe, Botschafter der Republik Estland, Iris Plöger, Mitglied der Hauptgeschäftsführung beim Bundesverband der Deutschen Industrie e.V., und Birgit Sippel MdEP austauschten. Im Umfeld der Abendveranstaltung – im Rahmen der Informationsbörse – präsentierten sich Institutionen und zivilgesellschaftliche Organisationen. Auch das BBE nutzte die Gelegenheit, an einem Infotisch mit Interessierten Gespräche zu führen und die neuen Publikationen zu präsentieren. Der Europäische Abend ist eine Kooperationsveranstaltung von dbb beamtenbund und tarifunion, der Europa-Union Deutschland und dem BBE zusammen mit der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland.

Bericht zum Europäischen Abend

8. Sitzung der AG »Internationales und Europa« des BBE

»Digitalisierung und internationales zivilgesellschaftliches Engagement« standen am 26. September 2018 im Fokus der 8. Sitzung der BBE-Arbeitsgruppe »Internationales und Europa« des BBE. In drei Themenblöcken (Entwicklung, Engagement, Perspektiven) wurde diskutiert, wie sich die Digitalisierung auf das entwicklungspolitische und internationale Engagement auswirkt und welche Bedingungen es braucht, um positive Wirkungen zu entfalten. Impulse kamen u.a. von Prof. Dr. Tilman Santarius von der TU Berlin zum Verhältnis Digitaler Entwicklung, Nachhaltigkeit und internationalem Engagement. In dieser letzten Sitzung der AG vor der Neueinsetzung der Arbeitsgruppen durch die BBE-Mitgliederversammlung sprachen sich die Teilnehmer*innen zudem für die Fortführung der Zusammenarbeit zu internationalen Themen aus und schlugen eine Neueinsetzung der AG ab 2019 vor.

Weitere Inormationen zur AG »Internationales und Europa« des BBE

European Civic Forum und BBE zu »Shrinking Space«

Am 19. September 2018 kamen Vertreter*innen vom European Civic Forum, Civil Liberties Union for Europe e.V. und des BBE zusammen, um sich über eingeschränkte Handlungsräume für zivilgesellschaftliches Engagement in Europa auszutauschen. »It is always tricky to talk about shrinking civic space in Europe because this term is often linked to something foreign to our established democracies. We tend to think of restrictive legislation, for example the anti-NGO law in Hungary of the foreign agent law in Russia, or killings of protesters and imprisonment of journalists. Instead shirking civic space is much more subtle and, for this reason, difficult to grasp, let alone to research or advocate for change. It is often a plurality of factors coming together to make more difficult for civil society to be a meaningful actor.« – so Giada Negri vom European Civic Forum. Sie präsentierte Civic Space Watch – ein kollaboratives Online-Tool zum Wissensaustausch, das dazu beiträgt, die zivilgesellschaftlichen Handlungsräume in Europa zu beobachten und zu verstehen.

Weitere Informationen zum Civic Space Watch

Global Education Week: Kongress

Im September 2015 haben die Vereinten Nationen die Agenda 2030 mit 17 Zielen für eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDGs) verabschiedet. Die diesjährige Global Education Week stellt im Besonderen die SDG 4 und SDG 17 in den Vordergrund. SDG 4 steht für hochwertige Bildung und die Möglichkeit lebenslangen Lernens für alle Menschen weltweit. Unterpunkt 4.7. ergänzt die Themen des Globalen Lernens, zum Beispiel bürgerschaftliches Engagement, kulturelle Diversität und Geschlechtergerechtigkeit. SDG 17 steht für globale Partnerschaften zwischen Regierungen ebenso wie zwischen zivilgesellschaftlichen Gruppen. Die Global Education Week 2018 will beide Ziele verbinden und versteht gemeinsames Globales Lernen als Chance. Sie findet vom 19. bis 25. November 2018 statt, wird in Deutschland von der Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd beim World University Service (WUS) koordiniert und europaweit vom Nord-Süd-Zentrum des Europarates getragen.

Webseite der Global Education Week

CC: 12. Praxisforum gemeinnütziger Mittlerorganisationen

Am 22. November 2018 findet bei Dentons Europe in Frankfurt am Main das 12. Praxisforum gemeinnütziger Mittlerorganisationen Corporate Citizenship (CC) statt. Das von UPJ organisierte Praxisforum richtet sich an gemeinnützige Organisationen, die als regionale Mittler für Unternehmenskooperationen aktiv sind oder dies werden wollen. Es bietet zahlreiche konkrete Anregungen für den Transfer guter Beispiele aus der Praxis zur Initiierung, Verbreitung, Vertiefung und Verankerung von Unternehmenskooperationen auf regionaler Ebene. Dazu gehört auch die Inspiration durch Impulsvorträge aus Slowenien und den Niederlanden. Das Praxisforum wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Online-Anmeldung

Regulating Political Activity of Civil Society: Arbeitspapier

Dieses Paper beschreibt in einer komparativen Analyse die Regulierung politischer Aktivitäten zivilgesellschaftlicher Organisationen in Irland im Vergleich mit Deutschland, Finnland und den Niederlanden. Alle vier EU-Mitgliedsstaaten sind nicht zuletzt durch ihre Außenpolitik für eine Unterstützung von Zivilgesellschaft und Menschenrechten bekannt. Die Analyse bezieht sich dabei im Besonderen auf Menschenrechtsorganisationen, die essentiell auf internationale Förderung angewiesen sind. Sie wurde verfasst von der Plattform CIVICUS Monitor und dem Irish Council for Civil Liberties (ICCL), mit Unterstützung der Community Foundation for Ireland.

Paper (PDF, 371 kB)

Englische Rezension

»3. European Mentoring Summit«: Dokumentation

Über 200 Teilnehmende aus ganz Europa und eine Delegation aus den USA kamen vom 14. bis 17.März 2018 an der Humboldt Universität Berlin zum »3.European Mentoring Summit« zusammen, um sich wichtigen Fragen zu Mentoring- und Partnerschaftsprogrammen zu widmen. Projektkoordinator*innen bekamen einen Überblick zu innovativen Modellen und neuen Qualitätstandards, Wissenschaftler*innen erhielten Einblicke in aktuelle Fragen der Mentoringforschung und Unterstützer*innen informierten sich über Wirkungsweise und Bedeutung der Qualitätsarbeit in diesem Feld. Mit Unterstützung der Stiftung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, den Mitgliedern des Netzwerks Berliner Kinderpatenschaften e.V. und weiteren Organisationen wurde nun eine ausführliche Dokumentation der Veranstaltung veröffentlicht.

Dokumentation des »3. European Mentoring Summit« (PDF, 3,10 MB)

Ist eine europäische Gedenkkultur möglich?

Zum Auftakt der beiden Jugendbegegnungen »Youth for Peace« und »EUSTORY Next Generation Summit 2018« findet am 14. November 2018 in Berlin eine Diskussion zum Thema, ob eine europäische Gedenkkultur möglich ist, statt. Diskutieren werden der ehemalige französische Premierminister Jean-Marc Ayrault, die britische Journalistin Afua Hirsch, der Historiker Sönke Neitzel von der Universität Potsdam, die bosnische Filmregisseurin Jasmila Žbanić, die lettische EUSTORY-Teilnehmerin Anete Kalniņa und der deutsche »Youth for Peace«-Teilnehmer und Friedensbotschafter des Institut Français Deutschland Julius Niewisch. Zum Auftaktndern werden aus Anlass des 100. Jahrestags des Endes des Ersten Weltkriegs in Berlin zusammenkommen, um gemeinsam über Krieg und Frieden zu diskutieren. Das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) und die Körber-Stiftung laden zur Auftaktveranstaltung ein. Anmeldefrist für die Veranstaltung ist der 13. November um 15 Uhr.

Informationen zu Youth for Peace

Informationen zu EUSTORY

Grundlagenseminar und Antragswerkstatt zum EU-Programm »Europa für Bürgerinnen und Bürger« in Bonn

Am 27. und 28. November 2018 bietet die Kontaktstelle »Europa für Bürgerinnen und Bürger« zwei Seminare in Bonn an. Während das Grundlagenseminar »Europa gemeinsam gestalten« Ziele, Themen sowie das Antragsverfahren des EU-Förderprogramms erläutert, richtet sich die Antragswerkstatt »Sind wir auf dem richtigen Weg?« an Antragsteller*innen, die bis zu den Fristen am 1. Februar und 1. März 2019 Hilfestellung bei der Projektkonzeption in Anspruch nehmen möchten.

Weitere Informationen zum Grundlagenseminar

»Social Enterprises in Social and Health Services«: Tagung

Sozial- und Gesundheitssysteme haben in den letzten zwei Jahrzehnten in den meisten Industrie- und Transformationsgesellschaften rasante Veränderungen erfahren. Ein transnationaler Dialog über soziale Unternehmen (SE) in diesen Sektoren stößt an erkenntnistheoretische und methodologische Herausforderungen. Am Kompetenzzentrum für Soziale Interventionsforschung an der Frankfurt University of Applied Scienes in Frankfurt am Main findet vom 27. Februar bis 1. März 2019 dazu eine wissenschaftliche Tagung mit dem Schwerpunktthema »Social Enterprises in Social and Health Services« statt. Im Rahmen der Tagung wird am 28. Februar 2019 auch ein halbtägiger Austausch zwischen Praktiker*innen und Wissenschaftler*innen zu den folgenden Themen stattfinden: Theorie und Epistemologie Sozialerer Unternehmen in Sozial- und Gesundheitswirtschaft, die Rolle von Sozialunternehmen in der nationalen Wohlfahrtserbringung, die Governance von Sozialunternehmen und ihre Umwelten und Innovative Beiträge von Sozialunternehmen.

Weitere Informationen und Call for papers: »Social Enterprise in Social and Health Services« (PDF, 183 kB)

 

 

Attac-Europakongress

Zum Europakongress, der vom 5. bis 7. Oktober 2018 stattfand, kamen bis zu 650 Globalisierungskritiker*innen in Kassel zusammen. Mit Gästen aus zehn europäischen Ländern, darunter Griechenland, Frankreich, Irland, Russland und Tschechien, haben die Teilnehmer*innen auf drei Podien, zehn Foren und 60 Workshops über die Zukunft der EU, von Europa und dessen Platz in einer Welt im Umbruch diskutiert. Eingeladen hatten das Netzwerk Attac und das Fachgebiet Globalisierung & Politik der Universität Kassel. (Mit Veranstaltungen und Aktionen plant Attac in den Wahlkampf zum EU-Parlament im Mai 2019 einzugreifen.).

Kongressbericht

Hinweis

Der nächste Newsletter erscheint am 22. November 2018.

Bitte schicken Sie Ihre Informationen an
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Die Beiträge dieses Newsletters geben, sofern nicht ausdrücklich als solche Nachrichten gekennzeichnet, nicht die Meinung des BBE wieder, sondern repräsentieren die Vielstimmigkeit der Meinungen und Akteure im BBE und im Feld der Engagementförderung und -politik. Die Redaktion des Newsletters verfolgt das Ziel, die jeweils aktuellsten und wichtigsten Nachrichten für die Leserschaft zusammenzustellen.

Die PDF-Dokumente der Beiträge im Schwerpunkt des Newsletters werden möglichst barrierearm gestaltet.

Die Hinweise auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Publikation von Nachrichten im Europa-Newsletter finden Sie unter Impressum.

Eine Übersicht über die nächsten geplanten Schwerpunkt-Themen finden Sie unter Kommende Themen.

Die Öffentlichkeitsarbeit des BBE wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Redaktion: PD Dr. Ansgar Klein, Dr. Rainer Sprengel, Mirko Schwärzel, Nino Kavelashvili und Maren Wegener.  


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