BBE Europa-Nachrichten - Newsletter für Engagement und Partizipation Nr. 1 vom 22.1.2016

Bankier: Joining forces - the best way to protect women from violence

Die Aktivitäten der Europäischen Kommission zur Verhinderung von Gewalt gegen Frauen sind das Thema des Gastbeitrages von Daniela Bankier, Leiterin der Direktion 2 »Gleichstellung von Frauen und Männern« in der Generaldirektion Justiz und Verbraucher der Europäischen Kommission. Dabei geht sie detailliert auf die Richtlinie zu Opferrechten, den Kampf gegen Menschenhandel, die Verhinderung von Genitalverstümmelung bei Frauen und die Istanbul-Konvention zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt ein. Alle gesetzlichen Maßnahmen nutzen aber nichts, so Bankier, wenn sie nicht auch in der Breite durch Aktivitäten zivilgesellschaftlicher Organisationen getragen werden, denn: »One of the major abilities of grassroots projects is to help changing the culture of violence still too common in our societies.«

Gastbeitrag von Daniela Bankier (PDF, 881 kB)

Istanbul-Konvention und erläuternder Bericht (PDF, 1,1 MB)

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Noichl, MdEP: Gewalt gegen Frauen schlägt jeden Tag zu

Der Umfang der Gewalt gegen Frauen in Europa und die Maßnahmen der europäischen Institutionen dagegen sind das Thema des Gastbeitrages von Maria Noichl, Mitglied des Europäischen Parlaments. Ausgehend von den Ereignissen in der Silvesternacht unterstreicht sie die Bedeutung der Einbeziehung von Jungen und Männern und die Bekämpfung von Stereotypen in die Gewaltprävention, denn: »Das gemeinsame Kennzeichen der Täter ist nicht die Religion, Ethnizität oder Herkunft, sondern das Geschlecht.« Neben EU-Programmen wie Daphne, das durch das Programm »Rechte, Gleichstellung und Unionsbürgerschaft« (2014-2020) ersetzt wurde, sieht sie eine zentrale politische Aufgabe in der Arbeit für die europaweite Ratifizierung der Istanbul-Konvention zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt.

Gastbeitrag von Maria Noichl, MdEP (PDF, 883 kB)

Weitere Informationen zu den ausgelaufenen Daphne-Programmen

Weitere Informationen zum Programm »Rechte, Gleichstellung und Unionsbürgerschaft«

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Gericke, MdEP: Kein Europäisches Jahr 2016 ist ein Fehler

Nach 33 Jahren gibt es 2016 zum ersten Mal kein thematisches Europäisches Jahr. Arne Gericke, Mitglied des Europäischen Parlaments, kritisiert in seinem Gastbeitrag die Entscheidung der Europäischen Kommission als falsch und sinnlos, da die Europäischen Jahre auch immer eine wichtige Brücke zwischen europäischen Institutionen und Zivilgesellschaft geschlagen haben. Vorschläge aus dem Europäischen Parlament lagen vor, sei es als »Jahr gegen Gewalt« oder als »Jahr gegen Gewalt gegen Frauen«. Im Unklaren lässt die Kommission das Parlament und die Öffentlichkeit nach wie vor, warum sie diesen gravierenden Traditionsbruch beschlossen hat. Der Autor hofft, dass dies nur eine Unterbrechung und kein definitives Ende dieses Instruments darstellt: »Bleibt abzuwarten, ob die Europäische Kommission 2016 Interesse hat, die Stimme des Parlaments, die Stimme der Zivilgesellschaft zu hören.«

Gastbeitrag von Arne Gericke, MdEP (PDF, 406 kB)

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Rösslhumer: Europäisches Jahr zur Beendigung von Gewalt an Frauen* und Mädchen*

Die Bedeutung, die ein europäisches Jahr zur Beendigung von Gewalt an Frauen* und Mädchen* hätte, ist das Thema des Gastbeitrages von Mag.a Maria Rösslhumer, Politikwissenschaftlerin, Geschäftsführerin des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF), Frauenhelpline gegen Gewalt (0800 222 555) sowie des Vereins WAVE (Women Against Violence Europe) - Europäisches Netzwerk gegen Gewalt an Frauen und Kindern. Ein Europäisches Jahr könnte zur Bewusstseinsbildung und Politisierung des Themas beitragen. Dies wäre auch bedeutsam für eine europaweite Ratifizierung der Istanbul-Konvention zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, denn: »Ein EU-Jahr zur Beendigung von Gewalt an Frauen und Mädchen wird nicht nur das Bewusstsein in der Gesellschaft schärfen, sondern auch die Politik verstärkt in die Verantwortung nehmen.«

Gastbeitrag von Mag.a Maria Rösslhumer (PDF, 432 kB)

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Isik: Von Gewalt betroffene Frauen müssen erfahren, dass ihnen geholfen wird!

Die Hindernisse für die Chancengleichheit muslimischer Frauen in allen Gesellschaftsfeldern sind das Thema von Dr. Tuba Isik, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Islamische Theologie an der Universität Paderborn und, zusammen mit Gabriele Boos-Niazy, Vorstandsvorsitzende des Aktionsbündnis Muslimischer Frauen in Deutschland (AmF). Zu diesen Hindernissen für die Chancengleichheit muslimischer Frauen zählen strukturelle und körperliche Formen der Gewalt wie Psychoterror, Zwangsverheiratung oder sexueller Missbrauch. Ebenso kritisiert sie die alltäglichen Diskriminierungen und die Gewalt, die gegenüber kopftuchtragenden Frauen in Deutschland deutlich zugenommen haben, weil seit Jahren undifferenziert über »die Muslime« und »das Kopftuch« gesprochen wird: »Als AmF appellieren wir für einen vorurteilsfreieren Umgang untereinander, denn erst durch Begegnung lässt sich Verständnis füreinander schaffen. Dazu ist gleiche Augenhöhe unabdingbar.«

Gastbeitrag von Dr. Tuba Isik (PDF, 444 kB)

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Küppers: Gewalt gegen Frauen - mit uns nicht!

Die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen als gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist das Thema von Mona Küppers, stellvertretende Vorsitzende im Deutschen Frauenrat. Sie zeigt das Ineinandergreifen struktureller und physischer Gewalt gegen Frauen auf. Neben versteckten Formen geschieht dies auch in Deutschland in legalisierten Formen. In der Istanbul-Konvention zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt heißt es: »Alle nicht-einvernehmlichen sexuellen Handlungen müssen unter Strafe gestellt werden«. Das ist nach wie vor nicht in deutsches Recht umgesetzt. Neben gesetzlichen Maßnahmen zeigt sie auch, dass Instrumente wie ein bundes- oder europaweites Hilfetelefon unter einer einheitlichen, kurzen Nummer analog zum Euronotruf 112 wichtig für ein Stoppen der Gewalt gegen Frauen wären. Ziel des Deutschen Frauenrates ist es, »dass wir eine Null-Toleranz-Haltung gegenüber Gewalt gegen Frauen in der deutschen Gesellschaft erhalten und vor allem auch mit all unseren Kräften dazu stehen und diese Haltung durchsetzen.«

Gastbeitrag von Mona Küppers (PDF, 409 kB)

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Stolle: TERRE DES FEMMES - Gemeinsam Gewalt gegen Frauen beenden

Das Engagement der Menschenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES für ein gewaltfreies Leben von Frauen ist das Thema des Gastbeitrages von Christa Stolle, die dort Bundesgeschäftsführerin ist. Aufrütteln, mitmachen und vernetzen stellt sie dabei als Orientierungspunkte der Arbeit heraus. Wie dies auf europäischer und internationaler Ebene gelingt, zeigt sie am Beispiel des Kampfes gegen Genitalverstümmelung mit dem Programm CHANGE. Aufklären und Wissen bleiben Schlüssel für die notwendigen Veränderungen, ebenso aber zivilgesellschaftliches Engagement.

Gastbeitrag von Christa Stolle (PDF, 411 kB)

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CSE-Stellungnahme zur Unionsbürgerschaft

Vom 14. September 2015 bis zum 7. Dezember 2015 führte die Europäische Kommission eine öffentliche Konsultation zum Thema der Unionsbürgerschaft durch (BBE Europa-Nachrichten 10/2015). Ergänzend zu den nationalen Mitgliedsorganisationen hat Civil Society Europe (CSE) eine umfängliche Stellungnahme abgegeben und am 14. Dezember 2015 publiziert. CSE stellt dabei zwei Themen in den Mittelpunkt: die demokratische und bürgerschaftliche Beteiligung sowie die Bewegungsfreiheit.

Weitere Informationen zur Konsultation

Stellungnahme von Civil Society Europe (CSE)

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Europäisierung der Bürgerstiftungsbewegung

Im Januar 2016 startete die Europäische Bürgerstiftungsinitiative (European Community Foundation Initiative, kurz ECFI). Sie ist eine europaweit tätige Dachinitiative für Bürgerstiftungen und verstetigt die bislang lose Vernetzung der Bürgerstiftungen in Europa. In den ersten zwei Jahren verfügt das Vorhaben über ein Budget von knapp einer halben Million Euro und wird von mehreren Stiftungen finanziert, darunter die US-amerikanische Charles Stewart Mott Foundation, die Robert Bosch Stiftung und die Körber-Stiftung. ECFI setzt zunächst auf Infrastrukturebene an und fördert die Bürgerstiftungen Europas, indem sie in der ersten Phase vor allem die bestehenden Dachorganisationen der Länder unterstützt bzw. zu deren Gründung anregt. Die Bedeutung für die quantitative wie die qualitative Feldentwicklung dokumentieren nationale Netzwerke wie die »Initiative Bürgerstiftungen« in Deutschland oder die »UK Community Foundations« in Großbritannien. Das europäische Projekt ist unter dem Dach des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen angesiedelt. Kooperationspartner sind die UK Community Foundations und das slowakische Center for Philanthropy.

Bundesverband Deutscher Stiftungen über die Europäische Bürgerstiftungsinitiative 

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Globale Zivilgesellschaft und SDG

Nachdem sich die Internationale Gemeinschaft 2015 auf Nachhaltige Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals - SDG) geeinigt hat, stellt sich für zivilgesellschaftliche Organisationen die Frage nach der Verfolgung, Begleitung und Überwachung der tatsächlichen Umsetzung. Auf globaler Ebene hat sich 2015 die »Global Civil Society Platform on Sustainable Development« gebildet, die ebenso die Klimaziele der Pariser Klimakonferenz einbezieht. Diese Plattform, die wesentlich über Online-Austausch läuft, ist offen für alle zivilgesellschaftlichen AkteurInnen mit entsprechendem Hintergrund. Getragen wird die Plattform von Climate Action Network International, CIVICUS, Global Call to Action against Poverty (GCAP) und dem International Forum of National NGO Platforms (IFP).

Weitere Informationen zur Plattform

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Human Development Report 2015 und Volunteering

Im Dezember 2015 ist der Human Development Report 2015 erschienen, erstellt vom Human Development Report Office (HDRO) im United Nations Development Programme (UNDP). Der Bericht geht von einem weiten Arbeitsbegriff aus, der neben bezahlter Arbeit ebenso andere Formen wie Freiwilligenarbeit oder Hausarbeit einbezieht - Arbeit ist mehr als Jobs. Dadurch wird zumindest teilweise eine Fokussierung auf bezahlte Arbeit als Maß gesellschaftlichen Fortschritts vermieden. In der interaktiven Version kann man zum Beispiel länderweise Unterschiede im Verhältnis bezahlter und unbezahlter Tätigkeit getrennt nach Geschlechtern darstellen lassen.

Human Development Report 2015

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Prioritäre EfBB-Themen für 2016 bis 2020 veröffentlicht

Die Exekutivagentur für Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA) hat auf ihrer Internetseite die prioritären Themen für die Jahre 2016 - 2020 im Programm Europa für Bürgerinnen und Bürger (EfBB) bekannt gegeben. Auf der Internetseite der Kontaktstelle in Deutschland für das Programm sind diese in deutscher Sprache zusammen eingestellt. Themen sind zum Beispiel »Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung unter totalitären Regimen«, die »Bekämpfung der Stigmatisierung von ›Einwanderern‹ oder positive Gegenerzählungen zur Förderung des interkulturellen Dialogs und des gegenseitigen Verständnisses.«

Weitere Informationen zu den prioritären EfBB-Themen

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Europäische Strategie zugunsten von Menschen mit Behinderungen: öffentliche Konsultation

Seit dem 22. Dezember 2015 bis zum 18. März 2016 läuft eine öffentliche Konsultation der Europäischen Kommission zur Überarbeitung der Europäischen Strategie zugunsten von Menschen mit Behinderungen 2010-2020. Ziel ist es, Meinungen über die Herausforderungen einzuholen, denen sich alle Menschen mit Behinderungen in der Europäischen Union ausgesetzt sehen, sowie auch Meinungen über die bisherige Wirkung der Europäischen Strategie zugunsten von Menschen mit Behinderungen (2010-2020). Die Konsultation richtet sich an alle BürgerInnen innerhalb wie außerhalb der Union, ebenso an Organisationen und öffentliche Einrichtungen. Der Fragebogen umfasst 13 Seiten und liegt in allen Sprachen der Europäischen Union vor.

Öffentliche Konsultation

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Neuer Arbeitsbereich Europa in der BBE-Geschäftsstelle

Anfang Januar 2016 hat der neu eingerichtete Arbeitsbereich Europa in der BBE-Geschäftsstelle seine Tätigkeit aufgenommen. Hier werden zukünftig die europäische Zusammenarbeit des BBE und seine europabezogene Informationsarbeit gebündelt. Dazu zählen die Vertretung des BBE in europäischen Netzwerken, die Aufarbeitung aktueller engagementpolitischer Entwicklungen der europäischen Ebene über die BBE Europa-Nachrichten und über die Themenseite Europa der BBE-Internetplattform. Auch die Betreuung der neuen BBE-Arbeitsgruppe 7 »Internationales Engagement und Europa« und die Förderung des europäischen Fachaustauschs durch die Organisation entsprechender Fachveranstaltungen gehören zum Arbeitsbereich. Jahresschwerpunktthema 2016 ist der Beitrag der Zivilgesellschaft zu einer Willkommenskultur für Flüchtende im europäischen Vergleich, zu dem eine europäisch-vergleichende Recherche vorgelegt und eine Veranstaltungsreihe organisiert wird. Personell wurde der Arbeitsbereich mit Mirko Schwärzel in der Leitung und mit Nino Kavelashvili als Mitarbeiterin besetzt. Die Einrichtung des neuen Arbeitsbereichs wurde ermöglicht durch eine Aufstockung der Zuwendung für die BBE-Geschäftsstelle durch das Bundesfamilienministeriums.

Kontakt Mirko Schwärzel unter
E-Mail: Mirko.Schwaerzel(at)b-b-e.de

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Neue Arbeitsgruppe »Internationales und Europa«

Die Mitgliederversammlung des BBE hat im November 2015 die Einsetzung einer neuen Arbeitsgruppe zum Themenfeld »Internationales und Europa« beschlossen. In den kommenden drei Jahren wird diese neue AG 7 in der Nachfolge der ehemaligen AG 9 »Engagement und Partizipation in Europa« (2009-2015) und Unter-AG »Internationales Engagement« (2015) insbesondere zu den Themen Rahmenbedingungen, Compact-Regelungen, SDGs, Engagement in der Entwicklungszusammenarbeit sowie Krieg und Auswirkung auf zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit arbeiten. Die konstituierende Sitzung der BBE-Arbeitsgruppe 7 ist am 17. Februar 2016 von 11:00 bis 16:30 Uhr im BBE. Die Konstituierung findet im Anschluss an das 4. Symposium der ehemaligen UAG »Internationales Engagement« statt, die damit ihre Tätigkeit beendet. Dieses bereits im vergangenen Jahr konzeptionell vorbereitete Symposium bietet unter dem Titel »Internationale Konflikte, Zivilgesellschaft und Frieden« einen inhaltlich spannenden und hochaktuellen Auftakt zur weiteren Arbeit der neuen Arbeitsgruppe 7. Bei Interesse an einer Teilnahme bzw. an einer aktiven Mitwirkung in der AG und an der gemeinsamen Festlegung der konkreten Fragestellungen und Arbeitsformen, melden Sie sich bitte per E-Mail an.

Anmeldung unter
E-Mail: info(at)b-b-e.de

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Internationale Wochen gegen Rassismus 2016

Vom 10. bis zum 23. März 2016 finden die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2016 statt. Der Interkulturelle Rat in Deutschland und über 70 bundesweite Organisationen und Einrichtungen rufen dazu auf, sich an den Aktionswochen mit eigenen Veranstaltungen zu beteiligen und Zeichen gegen Rassismus zu setzen.

Weitere Informationen zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus

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Freiwilligen-ManagerInnen: Fachtagung

Gutes Freiwilligenmanagement gehört zum Standard erfolgreicher, bürgerschaftlicher Organisationen. Dazu gehören gute Freiwilligen-ManagerInnen. Am 7. und 8. April 2016 findet in Bukarest in Rumänien eine Fachtagung des European Volunteer Centre (CEV) statt, zum Thema: »The Volunteer Manager: Key For Excellency in Volunteer Management«. Online-Anmeldung und Tagungsprogramm stehen zur Verfügung.

Weitere Informationen zur Fachtagung

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EU-Förderung für Engagement und Partizipation in Europa

Am 19. April 2016 werden in einer Veranstaltung in Bonn neue EU-Förderungsprogramme für Engagement und Partizipation in Europa vorgestellt. Konkret geht es um das Forschungsrahmenprogramm »Horizont 2020« sowie um »Europa für Bürgerinnen und Bürger«. Angesprochen sind mit beiden Programmen zivilgesellschaftliche Organisationen, Kommunen sowie Kultur-, Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen. Referentinnen sind Franziska Scherer, Nationale Kontaktstelle Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften, und Christine Wingert, Kontaktstelle Deutschland »Europa für Bürgerinnen und Bürger«.

Weitere Informationen zur Veranstaltung

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Ausschreibung Projektförderung zum Thema Flucht und Asyl

Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) wird mindestens 20 Modellprojekte zum Themenbereich Flucht und Asyl mit je 20.000 bis 50.000 Euro fördern. Die Mindestlaufzeit beträgt sechs Monate im Zeitraum zwischen 1. März 2016 und 31. Dezember 2016. Gemeinnützige Organisationen können sich bis zum 31. Januar 2016 bei der bpb bewerben. Eine Mitteilung über eine Entscheidung durch einen Beirat erfolgt bis zum 20. Februar 2016.

Ausschreibung

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Dorn-Fellermann: Zivilgesellschaftliches Engagement durch Community Radios

Den partizipativ organisierten Community Radios wird weitgehend undifferenziert ein demokratieförderndes Potenzial zugeschrieben. Dr. Esther Dorn-Fellermann (2016, UVK) geht in ihrer qualitativen Studie dieser Annahme nach und untersucht fünf Community Radios in Südafrika - in einem Umfeld, welches sich noch in der »zivilkulturellen, demokratischen Konsolidierung befindet«. Wie sind die Chancen und Grenzen der partizipativen Medienarbeit unter den vorherrschenden Bedingungen? Nach einer Erörterung der Problematik des Konzepts »Zivilgesellschaft« wird Radio als partizipatives Medium allgemein und dann speziell das Community-Radio-Konzept dargestellt, ergänzt um eine Einführung in das Thema des zivilgesellschaftlichen Engagements im südafrikanischen Transformationsprozess und im südafrikanischen Rundfunksystem. Mittels qualitativer Daten aus den Interviews wird erkennbar, wie die MitarbeiterInnen mit den Rahmenbedingungen umgehen und wie sie ihr Engagement erleben und einschätzen. Zudem werden mögliche Wiedersprüche beleuchtet: Wie ist die Diskrepanz zwischen den selbst gesetzten Ansprüchen bzw. Idealvorstellungen von zivilgesellschaftlichem Engagement und der Realisierung im täglichen Sendebetrieb? Neben Chancen und Grenzen werden auch Herausforderungen herausgearbeitet, mit denen sich die RadiomacherInnen in Südafrika täglich auseinandersetzen müssen.

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Hinweis

Der nächste Newsletter erscheint am 18. Februar 2016.
Redaktionsschluss ist am 8. Febuar 2016.

Bitte schicken Sie Ihre Informationen an
E-Mail: europa-bbe(at)b-b-e.de

Die Beiträge dieses Newsletters geben, sofern nicht ausdrücklich als solche Nachrichten gekennzeichnet, nicht die Meinung des BBE wieder, sondern repräsentieren die Vielstimmigkeit der Meinungen und Akteure im BBE und im Feld der Engagementförderung und -politik. Die Redaktion des Newsletters verfolgt das Ziel, die jeweils aktuellsten und wichtigsten Nachrichten für die Leserschaft zusammenzustellen.

Die Hinweise auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Publikation von Nachrichten im Europa-Newsletter finden Sie unter Impressum.

Eine Übersicht über die nächsten geplanten Schwerpunkt-Themen finden Sie unter Kommende Themen.

Redaktion: PD Dr. Ansgar Klein, Dr. Rainer Sprengel, Mirko Schwärzel und Nino Kavelashvili.

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- Geschäftsstelle -
Michaelkirchstr. 17-18 
10179 Berlin-Mitte 
www.b-b-e.de

V.i.S.d.P.: Geschäftsführer PD Dr. Ansgar Klein
Telefon: (0 30) 6 29 80-11 0
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