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Volkssolidarität Bundesverband

Die Volkssolidarität wurde im Oktober 1945 im Osten Deutschlands gegründet mit dem Anliegen, soziale Not und Elend nach dem Ende des Krieges zu lindern. Der Verband hat eine lange Tradition des sozialen Engagements für ältere Menschen, chronisch Kranke, Pflegebedürftige, sozial Benachteiligte und für Kinder und Jugendliche. Seit der Gründung ist der Grundwert Solidarität Leitmotiv des Wirkens des Verbandes.

Das heutige Wirken der Volkssolidarität als Sozial- und Wohlfahrtsverband umfasst drei Aufgabenbereiche:

  • den Mitgliederverband mit einem vielgestaltigen Vereinsleben in den Mitglieder-, Interessen- und Selbsthilfegruppen, getragen von dem freiwilligem sozialen Engagement vieler Mitglieder und Mitarbeiter;
  • die sozialen Dienste und Einrichtungen, sozial-kulturellen Angebote, Sozialberatung sowie Vorsorgeangebote und
  • die sozial-politische Interessenvertretung.

Zahlen und Fakten zur Volkssolidarität im Jahr 2014

  • Mit rund 200.000 Mitgliedern und fast 18.000 hauptamtlichen MitarbeiterInnen gehört die Volkssolidarität zu den großen Sozial- und Wohlfahrtsverbänden der Bundesrepublik.
  • Mehr als 24.000 ehrenamtliche MitarbeiterInnen leisteten mit circa 4,4 Millionen Stunden eine soziale Wertschöpfung von jährlich rund 37 Millionen Euro für das Gemeinwesen.
  • In den knapp 540 Freizeit- und Begegnungsstätten sowie Begegnungszentren des Verbandes für jung und alt wurden Veranstaltungen für rund 1,8 Millionen BesucherInnen organisiert. An den »Reisen unter dem Dach der Volkssolidarität« nahmen rund 110.000 Gäste teil.
  • 155 ambulante Pflegedienste und 139 stationäre und teilstationäre Pflegeeinrichtungen der Volkssolidarität sichern für etwa 53.000 Menschen eine stabile und qualitätsgerechte sozial-pflegerische Betreuung. Für die Versorgung von Betreuten im ambulanten und stationären Bereich reichte die Volkssolidarität über eine Million Essenportionen durch die Mahlzeitendienste aus.
  • Das Angebot »Wohnen bei der Volkssolidarität« wurde von mehr als 8.500 Menschen in 240 Wohnanlagen wahrgenommen.
  • Ein weiteres Angebot im Sinne einer schnellen Notfall-Hilfe im eigenen Zuhause ist die Aufschaltung von Hausnotrufgeräten, das von über 10.300 Menschen genutzt wurde.
  • Die Volkssolidarität ist Träger von 367 Kindertagesstätten mit mehr als 37.500 Kindern. Hinzu kommen 23 Kinder- und Jugendheime und sonstige betreute Wohnformen der Heimerziehung sowie die offene Jugendarbeit, die in 40 Freizeit- und Erholungseinrichtungen für circa 8.000 Kinder und Jugendliche realisiert wird.
  • In circa 800 Einrichtungen gibt es Beratungsangebote von allgemeiner Sozialberatung bis hin zur konkreten fachlichen und sozialen Beratung im Bereich der Alten- und Gesundheitshilfe, der Suchtkrankenhilfe, der Armen- und Obdachlosenhilfe sowie der Familien-, Kinder- und Jugendhilfe.
  • 30 Einrichtungen, einschließlich acht »Suppenküchen/Tafeln«, betreuen monatlich rund 900 Menschen in Not.
  • Sozialpolitische Dokumente: Seniorenpolitische Standpunkte; »Sozialreport«; »Rentenpolitische Leitlinien der Volkssolidarität«; »Volkssolidarität gegen Rechtsextremismus und Ausländerfeindlichkeit«; Broschüre gemeinsam mit SoVD »Gesundheit braucht Solidarität«; Positionen zur Reform der Pflegeversicherung; Broschüre »Energiewende sozial gerecht gestalten«; Vorschläge zur Reform der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung.

Bürgerschaftliches Engagement in der Volkssolidarität
Ehrenamtliches Engagement hat eine lange, mittlerweile 70jährige Tradition in der Volkssolidarität. Knapp 200.000 Mitglieder unterstützen die sozialen Zwecke der Volkssolidarität. Sie sind im Mitgliederverband organisiert, aus dem sich mehr als 24.000 Ehrenamtliche heraus engagieren. Unsere Engagementbereiche sind breit gefächert und dauerhaft auf der Suche nach interessierten Freiwilligen.

Es gibt für viele Menschen verschiedene Möglichkeiten, sich in der Volkssolidarität zu engagieren. Im Mitgliederverband engagieren sich Menschen ganz klassisch als Vorstände und Helfer. In unseren sozialwirtschaftlichen Einrichtungen engagieren sich Freiwillige. In der sozialpolitischen Interessenvertretung heißt die Volkssolidarität all jene willkommen, die sich sozialpolitisch engagieren wollen. Gerade in den Seniorenbeiräten oder in kommunalen Gremien, aber keineswegs nur dort, setzen sich Mitglieder der Volkssolidarität für die sozialen Belange ein.

Neben den mehr als 7.000 traditionellen Mitglieder-, Interessen- und Selbsthilfegruppen hat sich die Volkssolidarität in den vergangenen Jahren verstärkt für freiwillig Engagierte geöffnet. In den Interessengruppen spiegeln sich zunächst die Interessen der Mitglieder wieder. Die zahlreichen Chöre und Wandergruppen sind nur ein Auszug aus dieser Vielfalt. Freiwillige, häufig auf Zeit und in Projekten Engagierte, sind beispielsweise in unseren zahlreichen Kitas und im ambulanten Hospizdienst tätig oder werden als Alltags- bzw. Sozialbegleiter aktiv. Letztere begleiten Menschen, die in besonderen Lebenssituationen auf soziale Unterstützung angewiesen sind.

Dieses Engagement braucht allerdings gute Rahmenbedingungen, die wir unseren Mitgliedern und Ehrenamtlichen schaffen wollen. Neben einer Kultur der Anerkennung und Wertschätzung sind es vor allem Qualifizierungsmaßnahmen, die wir Ehren- wie Hauptamtlichen anbieten. Die Volkssolidarität hat in den zurückliegenden Jahren dafür einige Organisationsentwicklungsprojekte auf den Weg gebracht. Neben einer Vielzahl von Fachveranstaltungen und Workshops, die der Verband jährlich zentral und dezentral anbietet, sollen drei Projekte kurz vorgestellt werden:

Handbuch für das Ehrenamt
Die Volkssolidarität hat 2008 das »Handbuch Ehrenamt« herausgegeben. Es besteht aus acht Bänden, beginnt bei der Beschreibung des Verbandes selbst und endet mit Arbeitshinweisen für Mitgliedergruppen und Öffentlichkeitsarbeit. Mehr als 5.000 Exemplare sind davon in die Landes-, Kreis-, Stadt- und Regionalverbände übergeben worden und heute Grundlage der täglichen Arbeit von Ehren- und Hauptamtlichen mit Ehrenamtlichen.
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Werkstatt Strategische Ehrenamtsförderung in der Volkssolidarität
In Kooperation mit einem externen Bildungspartner startete die Werkstatt Strategische Ehrenamtsförderung in der Volkssolidarität im April 2014 und endete nach weiteren fünf Terminen im Juni diesen Jahres. Ziel war es, das strategische Freiwilligenmanagement im gesamten Verband zu stärken. Die Tandems, bestehend aus Geschäftsführern und Referenten für Mitgliederarbeit und ehrenamtliches Engagement, entwickelten gemeinsam Pilotprojekte. Die Berichte darüber können auf der Internetseite der Volkssolidarität nachgelesen werden.
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Initiative Ehrenamtskoordination in der Volkssolidarität
Im März 2015 haben der Präsident der Volkssolidarität, Dr. Wolfram Friedersdorff, und der Bundesgeschäftsführer, Horst Riethausen, gemeinsam die Initiative Ehrenamtskoordination ausgerufen. Der Verband hat das Thema Ehrenamtskoordination schon vor geraumer Zeit für sich entdeckt. Mit dieser Initiative sollen Verbandsgliederungen angeregt werden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Mitgliederarbeit, aber auch aus den sozialwirtschaftlichen Einrichtungen im Bereich der Ehrenamtskoordination fortzubilden. Es ist das erklärte Ziel des Bundesvorstandes, die Einführung der Ehrenamtskoordination im gesamten Verband zu unterstützen. Ehrenamtskoordination gibt unseren hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die geeigneten Methoden und das nötige Fachwissen an die Hand, um zielgruppenorientiert und passgenau Ehrenamtliche zu gewinnen. Darin sieht der Verband die Zukunft in der Arbeit mit Ehrenamtlichen.
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Projekte der Volkssolidarität


links: Der Stadtverband Dresden der Volkssolidarität bildet ehrenamtliche AlltagsbegleiterInnen aus: Im Bild Frau Hein in Begleitung von Alltagsbegleiterin Frau Tyszkiewicz in der Seniorenbegegnungsstätte Dresden-Klotzsche.

rechts: Der Kreisverband Uckermark der Volkssolidarität in Brandenburg bildet Ehrenamtliche als SozialbegleiterInnen aus, die als Vertrauens- und Kontaktpersonen für Ältere wirken. Foto: Volkssolidarität Kreisverband Uckermark


Die ehrenamtlich aktiven Mitglieder der Ortsgruppe Ratingen (Nordrhein-Westfalen) der Volkssolidarität helfen Migranten beim Umgang mit Computern. Foto: Volkssolidarität Ratingen


links: Der Kreisverband Aschersleben-Staßfurt-Quedlinburg der Volkssolidarität in Sachsen-Anhalt bietet unter anderem einen Seniorenbesuchsdienst durch Ehrenamtliche an. Foto: Volkssolidarität Kreisverband Aschersleben-Staßfurt-Quedlinburg

rechts: Der Kreisverband Uecker-Randow der Volkssolidarität in Mecklenburg-Vorpommern hat unter anderem das Projekt »Dörpkieker« gestartet. Die ehrenamtlichen »Dörpkieker« sind »Anschubser« und Unterstützer von Projekten von Dorfbewohnern, wie der Yoga-Gruppe im Bild, bei der auch Enkel mitmachen. Sie sind ebenso Ansprechpartner bei Problemen.

(Autor: Alexander Gürtler)

Kontakt:

Volkssolidarität Bundesverband
Alte Schönhauser Straße 16
D-10119 Berlin
Tel.: (0 30) 27 89 70
Fax: (0 30) 27 59 39 59

bundesverband@volkssolidaritaet.de

http://www.volkssolidaritaet.de/

Kontaktperson:


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