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Freudenberg Stiftung

Arbeitsschwerpunkte:
Die Freudenberg Stiftung wurde 1984 gegründet. Charakteristisch für die Arbeit der Stiftung sind langfristige Kooperationen mit PraxispartnerInnen und Kommunalverantwortlichen vor Ort. Gemeinsam mit ihnen entwickelt die Stiftung wegweisende lokale Handlungsansätze in den Aufgabenfeldern Migration und Integration, Jugend zwischen Schule und Beruf sowie demokratische Kultur.

Ausgangspunkt für die Stiftungstätigkeit ist stets ein konkreter Handlungsbedarf. Dabei reagiert die Freudenberg Stiftung auf Innovationslücken vor allem kommunalen Handelns. Alle Aktivitäten zielen generell auf soziale Inklusion. Bewährt sich ein Modell, investiert die Freudenberg Stiftung in seine Übertragung.


Foto: Marius Klemm

1. Integrationsgesellschaft
Der Teilhabe von eingewanderten, geflüchteten und unterprivilegierten Menschen gilt seit ihrer Gründung die besondere Aufmerksamkeit der Freudenberg Stiftung. Dabei geht es darum, Chancen in Bildungsinstitutionen nachhaltig zu erhöhen, Diskriminierung zu verhindern und ein gleichberechtigtes Miteinander zu fördern.

2. Demokratische Kultur in Schule und Gemeinde 
Demokratische Kultur und Werte zu leben, sich sichtbar mit Demokratie ablehnenden Orientierungen und Bewegungen auseinanderzusetzen, steht im Vordergrund von Programmen, die die Freudenberg Stiftung gemeinsam mit einer großen Anzahl zivilgesellschaftlicher Organisationen umsetzt. Dabei fördert die Freudenberg Stiftung Veränderungen hin zu einem demokratischen Lernen, die Verantwortungsübernahme in Schule und Gemeinde und die Aufklärung in sozialen Netzwerken.

3. Jugend zwischen Schule und Beruf
Das Potenzial von Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien wird im Übergang von der Schule in den Beruf nicht angemessen genutzt. Sie drohen, verloren zu gehen, keinen Zugang ins Arbeitsleben und in die Gesellschaft zu finden. Dagegen steuern Unterstützungssysteme als Teil kommunaler Verantwortungsgemeinschaften, die die Freudenberg Stiftung zusammen mit ihren Partnern unterhält.

4. Arbeit für psychisch Kranke
In einem Verbund von Integrationsfirmen fördert die Freudenberg Stiftung die Reintegration psychisch erkrankter Menschen in das Arbeits- und Berufsleben sowie die Sensibilisierung der Gesellschaft für deren spezifische Stärken und Bedürfnisse. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Thema Zuverdienst, um über stundenweise Beschäftigung die Anbindung an die Arbeitswelt wiederherzustellen.

Bezug zum Bürgerschaftlichen Engagement:
Die Freudenberg Stiftung engagiert sich in Kommunen, die in Zusammenarbeit mit der Bürgergesellschaft lokal Verantwortung für die Integration von Einwandererkindern und Geflüchteten, die Verteidigung demokratischer Kultur und die berufliche Qualifizierung übernehmen.

Bildungsrecht für Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung: Jetzt!
Geflohene Kinder und Jugendliche warten in Deutschland bis zu sechs Monate auf einen Schulplatz – trotz Schulpflicht und dem Recht auf Bildung. Anfang 2015 hat die Freudenberg Stiftung deshalb die INITIATIVE Bildungsrecht für Kinder mit Fluchterfahrung: JETZT! ins Leben gerufen. Sie setzt sich dafür ein, dass geflohene Kinder und Jugendliche – unabhängig davon, woher sie kommen und wie lange sie bleiben – schnell in die KiTa oder Schule gehen können und dort qualifizierte Unterstützung finden. Seit Mai 2015 sind insgesamt 17 Pilotvorhaben bundesweit am Start, die für verschiedene Altersgruppen in KiTa, Schule, Erstaufnahmeeinrichtungen und in Betrieben Bildungsangebote entwickeln. Hier spielt die Einbindung und Qualifizierung von Ehrenamtlichen eine wichtige Rolle.
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Foto: Marius Klemm

Ein Quadratkilometer Bildung

Mit ihrem Schlüsselprogramm Ein Quadratkilometer Bildung geht die Freudenberg Stiftung in benachteiligte Stadtteile. Ein Quadratkilometer Bildung zielt auf den Aufbau eines lokalen Bildungsverbunds. Gemeinsam übernimmt dieser die Verantwortung für den Lernerfolg der Kinder und Jugendlichen und beteiligt alle, die dazu beitragen können, dass kein Kind verloren geht. Dazu gehören auch die Stadtentwicklung, das Gesundheitsamt und Vereine vor Ort. Gemeinsam geht es darum, Antworten auf die Umgestaltung der Bildungsorganisation im Stadtteil zu finden und eine Biografie begleitende Bildungskette zu entwickeln. Die Freudenberg Stiftung engagiert sich im Rahmen des Ein Quadratkilometer Bildung über einen Zeitraum von zehn Jahren an einem Standort. 
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Fotos: Anne Hornemann

Service Learning - Lernen durch Engagement

»Service-Learning – Lernen durch Engagement« (LdE) als weiteres Schlüsselprogramm der Stiftung ist eine Lehr- und Lernform, die gesellschaftliches Engagement von SchülerInnen mit fachlichem Lernen verbindet. Die Kinder und Jugendlichen setzen sich für das Gemeinwohl ein, sei es im sozialen, ökologischen, politischen oder kulturellen Bereich. Sie tun etwas für andere Menschen und sammeln dabei demokratische Erfahrungen (Service). Sie engagieren sich jedoch nicht losgelöst von oder zusätzlich zur Schule, sondern als Teil von Unterricht und eng verbunden mit dem fachlichen Lernen. Das Engagement wird im Unterricht geplant, die praktischen Erfahrungen reflektiert und mit Inhalten der Bildungs- und Lehrpläne verknüpft (Learning). Lernen durch Engagement ist für alle Schulformen, alle Altersstufen und alle Unterrichtsfächer geeignet.

Da LdE-Vorhaben auf gesellschaftliche Herausforderungen und reale Bedarfe reagieren, gibt es derzeit zahlreiche Projekte im Bereich Flucht, Integration und Migration. Aktuell setzt die Freudenberg Stiftung auch zwei Modellprojekte mit Kooperationspartnerinnen um: »Service-Learning in den MINT-Fächern« mit der Siemens Stiftung sowie »Berufene Helden – Lernen durch Engagement für Chancen im Beruf« mit der Deutsche Bahn Stiftung.


Fotos: Marius Klemm

Netzwerk Lernen durch Engagement

Die Freudenberg Stiftung fördert das bundesweite »Netzwerk Lernen durch Engagement«, in dem mehr als 150 engagierte Schulen mitwirken sowie weitere PartnerInnen aus der Zivilgesellschaft, Bildungspolitik und -verwaltung, die die Schulen dabei unterstützen. Gemeinsam setzen wir uns für eine qualitätsvolle Verbreitung, inhaltliche Weiterentwicklung und bildungspolitische Verankerung von Lernen durch Engagement ein.
Weitere Informationen

Aktuelle Literatur:
Seifert, A., Zentner, S. & Nagy, F. (2012). Praxisbuch Service-Learning. »Lernen durch Engagement« an Schulen. Weinheim: Beltz.


Foto: Beltz Verlag

Das Praxisbuch Service-Learning zeigt anhand von Beispielen aus unterschiedlichen Schulformen, wie gesellschaftliches Engagement mit schulischem Lernen verbunden werden kann. Von der organisatorischen Planung eines Service-Learning-Vorhabens bis zur pädagogischen Umsetzung im Verlauf gibt das Buch zahlreiche Anregungen und Ideen für die eigene Arbeit. Das Buch beruht auf dem gesammelten Erfahrungsschatz der Schulen und Partner aus dem Netzwerk Lernen durch Engagement und beinhaltet einen umfangreichen Material- und Methodenteil aus der Praxis für die Praxis.

Informationen und Bestellmöglichkeit unter: info(at)lernen-durch-engagement.de

Kontakt:

Freudenberg Stiftung
Freudenbergstr. 2
D-69469 Weinheim
Tel.: (0 62 01) 49 94 43-30
Fax: (0 62 01) 49 94 43-50

info@freudenbergstiftung.de

http://www.freudenbergstiftung.de/

Kontaktpersonen:


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