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Newsletter Nr. 13 vom 28.6.2018

Newsletter Nr. 13 vom 28.6.2018

Krimmer: Editorial. Auf dem Weg zu einer Forschungsagenda

Der Schwerpunkt dieser Newsletter-Ausgabe dokumentiert die 6. (offene) Sitzung der AG »Zivilgesellschaftsforschung« des BBE zum Thema »Digitalisierung und Zivilgesellschaft«, die am 16. März 2018 in Berlin stattgefunden hat. Mit der Sitzung sollte für die Relevanz des Themas in der ganzen Bandbreite sensibilisiert werden und der Dialog zwischen Zivilgesellschaft, Forschung, Think-Tanks, Stiftungen und Denkfabriken angeregt werden. Dr. Holger Krimmer, Sprecher der AG »Zivilgesellschaftsforschung« des BBE, führt in seinem Editorial in die Debatte ein, stellt die Beiträge des Schwerpunktes vor und macht Vorschläge für eine weiterführende konzeptionelle Strukturierung der Diskussion über Digitalisierung und Zivilgesellschaft.

Beitrag von Dr. Holger Krimmer (HTML)

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Müller-Eiselt: Digitalisierung braucht Zivilgesellschaft

Die Aktivierung der Zivilgesellschaft für eine gemeinwohlorientierte Gestaltung des digitalen Zeitalters ist das Thema des Beitrages von Ralph Müller-Eiselt, Senior Expert bei der Bertelsmann Stiftung. Digitalisierung darf nicht allein der Wirtschaft überlassen werden, sondern bedarf des gemeinwohlorientierten Eingriffs zivilgesellschaftlicher AkteurInnen. Dafür spricht er vier Handlungsempfehlungen aus: Gesamtstrategie entwickeln und flexibel umsetzen; Lernräume und Kultur des Teilens schaffen; Zusammenarbeit fördern und strategische Allianzen bilden; Politischen Rahmen und gezielte Anreize setzen: »Nirgends lohnt sich Collective Impact mehr als hier. Auch wenn es anfangs mühsam sein mag: Nur gemeinsam sind wir stark genug fürs Gemeinwohl im digitalen Zeitalter!«

Beitrag von Ralph Müller-Eiselt (HTML)

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Wohlfarth: Den technologischen Wandel mitgestalten!

Anna Wohlfarth, Leiterin der Stiftung Neue Verantwortung, plädiert in ihrem Beitrag für eine gut vernehmbare und deutliche Stimme zivilgesellschaftlicher AkteurInnen in den aktuellen Debatten zur Digitalisierung. Dazu gehört die Einsicht, dass es bei Themen wie dem Breitbandausbau nicht einfach nur um schnelles W-LAN geht: »Beim Breitbandausbau geht es auch darum, Teilhabe an modernen Bildungsangeboten, Arbeitsformen oder Gesundheitsdiensten zu ermöglichen.«

Beitrag von Anna Wohlfarth (HTML)

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Olfe: Digitalisierung in Non-Profit-Organisationen

Die empirischen Ergebnisse einer Befragung zur Digitalisierung in 160 Non-Profit-Organisationen sind das Thema des Beitrages von Frieder Olfe, Sustainability Analyst und Client Relations Manager bei imug rating. In der Studie wird das vorhandene Bewusstsein für den Veränderungsbedarf sowie die Fähigkeit zur Veränderung im Non-Profit-Sektor mit Blick auf die Digitalisierung untersucht. So zeigen die Ergebnisse zum Beispiel, dass ein Großteil der Führungskräfte, die Mehrzahl der Mitarbeitenden und der ganz überwiegende Teil der Gremien und großen GeldgeberInnen aus Sicht der Befragten nicht besonders technologie-affin und auch nicht sonderlich offen für Veränderungen zu sein scheinen.

Beitrag von Frieder Olfe (HTML)

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Maas/ Oertel: Digitale Anwendungskompetenzen

Digitale Anwendungskompetenzen für soziale Organisationen stehen im Fokus des Beitrages von Marlon Maas und Tobias Oertel, beide Mitgründer von youvo.org. Ohne solche Anwendungskompetenzen kann sich Zivilgesellschaft Digitalisierung nicht aneignen. Zum Aufbau bzw. der Entwicklung dieser Kompetenzen wurde die youvo-Plattform entwickelt. Diese steht im Zentrum der Ausführungen als eine Möglichkeit, digitale Souveränität zu erreichen: »Ziel des gesellschaftlichen Prozesses zur digitalen Transformation muss die digitale Souveränität der Zivilgesellschaft sein.«

Beitrag von Marlon Maas und Tobias Oertel (HTML)

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Fabinski/ Fehres/ Schwind-Gick: Digitalisierung im Sport

Chancen der Digitalisierung für die Engagementförderung im Sport sind das Thema des Beitrages von Wiebke Fabinski, Dr. Karin Fehres und Gudrun Schwind-Gick vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Im Zentrum ihrer Ausführungen steht die Digitalisierungsstrategie im Rahmen der Bildungsarbeit des DOSB mit den vier Elementen: Digitales Wissensmanagement, Digitales Lizenzmanagement (LiMS), Digitales Bildungsmanagement und Digitales Projektmanagement. Eine gut aufgestellte Digitale Bildung ist für sie ein zentraler Schlüssel der Engagementförderung gerade auch für diejenigen Engagierten, die als Vorstände oder ÜbungsleiterInnen langjährig Aufgaben im Verein übernehmen, denn digitale Bildung lässt sich besser und mit neuen Möglichkeiten in die Mehrfachbelastung mit Familie und Beruf integrieren.

Beitrag von Wiebke Fabinski/ Dr. Karin Fehres/ Gudrun Schwind-Gick als PDF herunterladen (236 kB)

Yang: Bedarfsgerechte zivilgesellschaftliche Digitalisierung

Wie eine bedarfsgerechte zivilgesellschaftliche Digitalisierung aussehen kann, ist das Thema des Beitrages von Dr. Mundo Yang, Diplom-Politologe, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Teilprojekt B03 »Going Public« im Siegener Sonderforschungsbereich »Medien der Kooperation«. Dabei reflektiert Yang, was eine bedarfsgerechte Nutzung von Medien und Technologien überhaupt auszeichnet. Ziel einer bedarfsgerechten Digitalisierung sollte sein: »Eine Einführung von neuen Anwendungen, die an bestehende Praktiken, Gewohnheiten und Bedürfnissen anknüpft und die irgendwann Routine werden.« Vor diesem Hintergrund diskutiert er die erkennbaren Strategien von Engagementorganisationen.

Beitrag von Dr. Mundo Yang (HTML)

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Kusterer: Digitalisierung – Disruption – D-Day?

Digitalisierung als Herausforderung für die Zivilgesellschaft ist das Thema des Beitrages von Peter Kusterer, Themenpate »Kommunikation« des BBE und Corporate Citizenship Manager der IBM Deutschland. Damit sich Zivilgesellschaft der Digitalisierung bemächtigen kann, skizziert Kusterer einen Referenzrahmen mit vier Bereichen: Verfahren und Prozesse (Systems of Records), Engagement und Teilhabe (Systems of Engagement), Verstehen und Entscheiden (Systems of Cognition) und Integrität und Vertrauen (Systems of Integrity and Trust). Sein Fazit: »Die Systeme berühren alle Lebensbereiche von Bürgerinnen und Bürgern und haben Implikationen für zentrale Merkmale von Demokratie: Transparenz, Partizipation, Responsivität und Legitimation.« Dieser Herausforderung müssen sich Politik und Zivilgesellschaft stellen.

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Schulte: Digitale Nachbarschaft

Das ehrenamtliche Engagement für mehr Internet-Sicherheit ist das Thema des Beitrages von Joachim Schulte, Koordinator Verbraucherthemen bei Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN). Er skizziert Befunde aus dem DsiN Sicherheitsindex 2018 und das Projekt Digitale Nachbarschaft von DsiN. Letzteres lebt von mittlerweile 750 ehrenamtlichen, zertifizierten MultiplikatorInnen, die IT-Sicherheit für Vereine weiter vermitteln und greift zurück auf ein modular aufgebautes, webbasiertes Qualifizierungssystem: »Ab Herbst 2018 plant die ›Digitale Nachbarschaft‹ ihr bestehendes Angebot auszubauen und verstärkt die digitale Aufklärungsarbeit für Vereine besonders in ländlichen Regionen, um die sichere Digitalisierung des Ehrenamts auch dort weiter voranzubringen.«

Beitrag von Joachim Schulte (HTML)

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Jähnert/ Peranic: Digitales Ehrenamt: Praxis und Empirie

Praxis und Empirie des digitalen Ehrenamts behandeln Hannes Jähnert, Engagementblogger, Referent für Soziale Innovation & Digitalisierung im Bundesverband des Deutschen Roten Kreuz und Themenpate »Kommunikation« beim BBE, und Katarina Peranic, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Stiftung Bürgermut. Anhand vernachlässigter Daten aus dem Freiwilligensurvey 2014 zeigen sie, dass digitales Ehrenamt mitnichten ein Nischenphänomen darstellt, wie oft behauptet wird. Auch die These, dass digitales Ehrenamt ein urbanes Phänomen, ein Phänomen der Jungen oder nur sporadischer Klicktivismus sei, wird hinterfragt. Die empirischen Daten zeigen, dass Engagierte über alle Generationen hinweg in der Stadt und auf dem Land digitale Möglichkeiten pragmatisch nutzen, um das Engagement besser in den Alltag einzupassen. Die empirischen Daten und ihre Auswertung wurden in gleicher Form bereits in den Europa-Nachrichten 4/2018 vorgestellt.

Beitrag von Hannes Jähnert und Katarina Peranic
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Engagementstrategie NRW: Steuerungsgruppe einberufen

Staatssekretärin Andrea Milz hat am 18. Juni 2018 eine Steuerungsgruppe zur Entwicklung einer Engagementstrategie für das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) einberufen. Zur konstituierenden Sitzung in Düsseldorf trafen sich über 30 AkteurInnen aus Organisationen, Verbänden und Wissenschaft, die in unterschiedlichsten Bereichen des bürgerschaftlichen Engagements in NRW aktiv sind. Die Entwicklung der Engagementstrategie soll im Rahmen eines partizipativen Prozesses erfolgen. Aufgabe der Steuerungsgruppe ist es, diesen breit und dialogisch angelegten Beteiligungsprozess zu gestalten, das Grundgerüst der Strategie zu entwickeln, die zentralen Themen und Fragestellungen zu identifizieren sowie Handlungsfelder festzulegen.

Weitere Informationen zur Einberufung der Steuerungsgruppe

Zusammenspiel Engagierter und Kommunen bei der Integration: Arbeitspapier

Das Arbeitspapier »Freiwilliges Engagement mit Geflüchteten als Beitrag zur Integration in Kommunen« untersucht die Zusammenarbeit von Freiwilligen und Kommunen im freiwilligen Engagement mit Geflüchteten. Die Publikation setzt sich mit Möglichkeiten und Grenzen zivilgesellschaftlicher Partizipationsmöglichkeiten in der kommunalen Integrationspolitik auseinander. Außerdem wird die Perspektive von Zivilgesellschaft auf kommunale Behörden und die Sicht von Politik und Verwaltung auf freiwilliges Engagement beleuchtet. Es wird zum einen aufgezeigt, dass die Zusammenarbeit von Kommunen und Engagierten nicht immer harmonisch verläuft. Des Weiteren wird jedoch auch deutlich, dass das Zusammenwirken beider Seiten notwendig ist, da das spezifische Wissen der Engagierten zur Lage der geflüchteten Menschen eine der wichtigsten Ressourcen für eine gelingende Integration darstellt. Die Publikation ist im Rahmen des Projekts »Perspektive Teilhabe« entstanden. Das Projekt wird von Minor – Projektkontor für Bildung und Forschung seit April 2016 umgesetzt und arbeitet bis Sommer 2019.

Weitere Informationen zum Arbeitspapier und Download

Stellungnahme von Migrantenorganisationen

Anlässlich des Integrationsgipfels am 13. Juni 2018 haben Migrantenorganisationen eine Stellungnahme verfasst, in der sie für ein zeitgemäßes Verständnis von Heimat plädieren: »Wir sind über 80 Millionen Bundesbürger*innen mit oder ohne Migrationsgeschichte, mit oder ohne deutschen Pass. Wir sind Nachbarn*innen, Partner*innen, Schulfreund*innen. Wir sind Einwohner*innen der neuen und alten Bundesländer. Wir sind Arbeitnehmer*innen, Arbeitgeber*innen oder auch arbeitssuchend. Wir sind mehr oder weniger gläubig. Wir sind Teil der LGBTQI* Community. Wir engagieren uns ehrenamtlich, wir sind Zivilgesellschaft und wir wollen gemeinsam Demokratie leben.« Sie fordern u.a. die Stärkung der Beteiligung von Migrantenorganisationen durch Strukturförderung in Bund, Land und Kommunen, ein Teilhabe-Monitoring, Menschenrechtsbildung, eine Antidiskriminierungspolitik, ein Partizipationsgesetz und einen Partizipationsrat sowie Menschen- und Grundrechte für Geflüchtete.

Stellungnahme (PDF, 3,9 MB)

Positionspapier der DGSA zur Asylpolitik

Die Deutsche Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA) hat ein Positionspapier zur Asylpolitik erarbeitet, mit dem sie sich für eine solidarische Gesellschaft und den Erhalt des Rechts auf Asyl einsetzt. In ihrem Appell ruft sie die Bundesregierung und alle politisch verantwortlichen AkteurInnen auf, die Eskalation einer Asylpolitik der Abschottung und Abschreckung zu beenden. Stattdessen solle das Recht auf Asyl gesichert, die Teilhabe geflüchteter Menschen von Beginn an gefördert und der Rhetorik der Kriminalisierung von Flucht und Migration widerstanden werden. Rassismus und Rechtspopulismus gelte es deutlich entgegenzutreten. Das Positionspapier wurde der Bundesregierung übermittelt.

Positionspapier (PDF, 135 kB)

Rahmenprogramm »Forschung für die zivile Sicherheit 2018-2023«

Die Bundesregierung hat den Deutschen Bundestag am 21. Juni 2018 über das Rahmenprogramm »Forschung für die zivile Sicherheit 2018-2023« unterrichtet. Auf zwei Ebenen wird bürgerschaftliches Engagement darin zum Thema. Zum einen als neue Aufgabe des Schutzes haupt- und ehrenamtlicher Kräfte im Einsatz, die sich kriminellen und terroristischen Übergriffen ausgesetzt sehen. Zum anderen im Rahmen des Querschnittsthemas der gesellschaftlichen Entwicklungen. Wie können sich Trends zu mehr Partizipation und Selbstverantwortung positiv für die zivile Sicherheit auswirken? Wie können ehrenamtliche Hilfspotenziale in der Bevölkerung aktiviert werden? Welche Probleme zeigen sich bei der Vereinbarkeit von Ehrenamt, Familie und Beruf und wie kann diesen begegnet werden? Diese Fragen sollen mit dem Rahmenprogramm ausdrücklich im Sinne angewandter Forschung verfolgt werden.

Rahmenproramm »Forschung für die zivile Sicherheit 2018-2025« (PDF, 710 kB)

Proteste gegen und Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte: Anfrage beantwortet

Die Bundesregierung hat eine Kleine Anfrage der Fraktion die Linke (Drucksache 19/2177) zu »Proteste gegen und Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte im ersten Quartal 2018« mit Datum vom 5. Juni 2018 beantwortet (Drucksache 19/2490). Flüchtlingsunterkünfte waren demnach 42 Mal das Ziel oder der Tatort rechter Gewalt und 286 Mal richtete sich rechte Gewalt gegen AsylbewerberInnen/ Geflüchtete außerhalb von Asylunterkünften. Gegen Hilfsorganisationen beziehungsweise ehrenamtliche/ freiwillige HelferInnen richteten sich 17 rechte Gewalttaten. Volksverhetzung, Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Sachbeschädigung und Körperverletzung sind die wesentlichen kriminellen Delikte, die begangen werden.

Antwort der Bundesregierung (PDF, 373 kB)

Modernisierung der Zuwendungspraxis für den Dritten Sektor: Impulspapier

Die Arbeitsgemeinschaft für wirtschaftliche Verwaltung e.V. (AWV) hat ein Impulspapier »Modernisierung der Zuwendungspraxis für den Dritten Sektor« am 11. Juni 2018 veröffentlicht. Entstanden ist es in der AWV-Projektgruppe »Zuwendungspraxis« unter Leitung von Gerhard Vogt. In dem AWV-Impulspapier werden aktuelle Kritikpunkte an der Zuwendungspraxis sowie den zugrundeliegenden Verfahren zusammengetragen und diesen – jeweils anhand der Rechtslage von Bund und Ländern – Möglichkeiten und Ansätze zur Bürokratieentlastung zugeordnet.

Weitere Informationen zum AWV-Papier und Download

Themenschwerpunkt: Engagement in ländlichen Räumen

Freiwilliges Engagement ist ein zentraler Baustein, um das Leben insbesondere in ländlich geprägten Regionen lebenswerter zu machen. Dieses Engagement mit seinen spezifischen Herausforderungen sichtbar zu machen, ist Ziel des diesjährigen Themenschwerpunkts »Engagement in ländlichen Räumen« und des Thementages am 17. September 2018 in der BBE-Kampagne »Engagement macht stark!«. Wie man den Entwicklungen positiv begegnet, demonstriert anschaulich der Verein FAL, gegründet vom diesjährigen Engagement-Botschafter Klaus Hirrich. Er und seine MitstreiterInnen machten nach dem Fall der Mauer aus dem kleinen Dorf Wangelin einen lebenswerten und blühenden Ort. Weitere good practice Initiativen aus den ländlichen Regionen und Beiträge u.a. von der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft Julia Klöckner und vom Vorsitzenden des BBE-SprecherInnenrates Thomas Röbke finden sich im aktuellen Kampagnenschwerpunkt. Interessierte können sich am Thementag beteiligen, indem sie ihre Aktion im Engagementkalender eintragen oder dem Kampagnenteam Ideen vorschlagen.

Weitere Informationen zum Engagement-Botschafter Klaus Hirrich

Kampagnenschwerpunkt »Engagement in ländlichen Räumen«

Engagementkalender

Kontakt Kampagnenteam unter
E-Mail: info(at)engagement-macht-stark.de

Themenschwerpunkt: Digitales Engagement

Auch die BBE-Kampagne »Engagement macht stark! « widmet sich in diesem Jahr mit einem Themenschwerpunkt und einem Thementag am 19. September 2018 dem Thema Digitalisierung. Was bedeutet diese für den besonderen Bereich des freiwilligen Engagements? Wie kann man ihre Chancen nutzen und was sind die Risiken? Gelungene Initiativen aus Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung und Zivilgesellschaft werden anlässlich des Thementages präsentiert. Beispielhaft wird die Initiative des diesjährigen Engagement-Boschafters Johannes Müller vorgestellt. Das von ihm gegründete Netzwerk CorrelAid unterstützt zivilgesellschaftliche Organisationen, Datenanalysen für gute Zwecke zu nutzen. Interessierte am Schwerpunkt »Digitales Engagement« können den Kampagnen-Infoletter abonnieren und bleiben so auf dem Laufenden. Für das Abonnement genügt eine kurze E-Mail an das Kampagnenteam.

Weitere Informationen zum Engagement-Boschafter Johannes Müller

Kontakt Kampagnenteam unter
E-Mail: info(at)engagement-macht-stark.de

Civil Academy: Verlängerung der Bewerbungsfrist

Zwei Wochen mehr Zeit gibt die Civil Academy jungen Engagierten zwischen 18 und 29 Jahren für die Abgabe einer Bewerbung. Eingereicht werden können gute Ideen für gemeinnützige Projekte mit Themen rund um Natur, Umwelt, Kultur, Sport, Nachbarschaft, Bildung oder aus weiteren sozialen Bereichen zur Umsetzung im In- und Ausland noch bis zum 11. Juli 2018. 24 Stipendien vergibt die Civil Academy für die Teilnahme an drei Wochenendseminaren im September, Oktober und Dezember. Trainer-Tandems aus dem Unternehmen BP und der Zivilgesellschaft vermitteln dort alles, was man zur erfolgreichen Umsetzung der eigenen Projektidee benötigt: Projektmanagement, Fundraising, Teambuilding, Öffentlichkeitsarbeit und jede Menge Motivation. Gestartet wird am 14. September 2018. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Civil Academy ist ein gemeinsames Programm von BP Europa SE und dem BBE.

Weitere Informationen und Termine

Deutsches CSR-Forum 2018

Unter dem Motto »Nachhaltige Unternehmensverantwortung in der digitalen Welt – Gemeinsam Verantwortung tragen« findet vom 8. bis 9. Oktober 2018 das 14. Deutsche CSR-Forum in Stuttgart statt. Im Rahmen der Veranstaltung wird jährlich der Deutsche CSR-Preis verliehen. Die verschiedenen Kategorien des Preises berücksichtigen die vielfältigen Möglichkeiten, Corporate Social Responsibility (CSR) zu leben und nachhaltig zu wirtschaften. Neben dem »CSR-Award«, der Auszeichnung einer Persönlichkeit für ihre Lebensleistung, wird der CSR-Preis in diesem Jahr in folgenden Kategorien vergeben: Ökologisches Engagement, Globale Verantwortung, Zivilgesellschaftliches Engagement und CSR im Unternehmen. Brigitta Wortmann, Mitglied des SprecherInnenrates des BBE und Senior Political Adviser, BP Europa, Berlin, ist Juryvorsitzende für die Kategorie Zivilgesellschaftliches Engagement.

Weitere Informationen zum 14. Deutschen CSR-Forum

AG »Freiwilligendienste«: Sitzungsbericht

Am 7. Juni 2018 traf sich die BBE-Arbeitsgruppe »Freiwilligendienste« in Berlin. Im Mittelpunkt stand ein Austausch mit den Obleuten des am Vortag konstituierten Unterausschusses Bürgerschaftliches Engagement. Dr. Anna Christmann, MdB Bündnis 90/ Die Grünen, Grigorius Aggelidis, MdB FDP, und Ulrike Bahr, MdB SPD, folgten der Einladung, um mit den Mitarbeitenden der Arbeitsgruppe zur Weiterentwicklung der Freiwilligendienste ins Gespräch zu kommen. Zudem stellte Karin Schulz, Programmreferentin Europäisches Solidaritätskorps (Freiwilligenprojekte), neue Entwicklungen zur Schaffung eines Europäischen Solidaritätskorps vor und die Arbeitsgruppe befasste sich mit ihrer Agenda für die Jahre 2019-2021. Die nächste Sitzung der AG »Freiwilligendienste« findet am 23. Oktober 2018 in Düsseldorf statt.

Weitere Informationen zur AG »Freiwilligendienste«

BBE-Länderforum: Bericht

Am 6./7. Juni 2018 kamen VertreterInnen der Länderebene aus Politik und Verwaltung sowie der organisierten Zivilgesellschaft in Berlin zum »BBE-Länderforum« zusammen. Aktuelle Fragen der Engagementpolitik und -förderung, Spezifika der (Vernetzungs-)Strukturen der Zivilgesellschaft auf Länderebene und Möglichkeiten und Bedarfe der Kooperation über Sektoren- und Ländergrenzen hinweg wurden diskutiert. Carola Schaaf-Derichs, BBE-SprecherInnenrat und Landesnetzwerk Bürgerengagement Berlin, regte am Vorabend mit einer Dinner-Speech zum Kooperationsverbot in der Engagementförderung zum informellen Austausch an. Am 7. Juni nahmen die Gäste nach einer Begrüßung durch Birger Hartnuß, BBE-SprecherInnenrat und Leitstelle Ehrenamt und Bürgerbeteiligung Rheinland-Pfalz, vielfältige gemeinsame fachliche und politische Bezüge in den Blick: Martin Rüttgers, Institut für Politikberatung & Forschung, stellte Studienergebnisse zu »Netzwerken der Engagementförderung« zur Debatte. An drei Thementischen wurde –inspiriert von ExpertInnenimpulsen – über neue Bündnisse für Engagement im Bildungsbereich, Förderrichtlinien und Freiwilligenmanagement sowie Kommunale Bildungslandschaften diskutiert. Harald Fellechner, Aktivoli Netzwerk – Hamburg, machte auf drängende Qualifikations- und Fortbildungsbedarfe von Hauptamtlichen aufmerksam und warb für gemeinsame bundesweite Anstrengungen einer systematischen Integration des Themas Engagement in die Curricula der Bildungseinrichtungen. Die BBE-Fachwerkstatt, vorbereitet und moderiert durch Dr. Lilian Schwalb und Dr. Behzad Fallahzadeh, BBE-Netzwerkbetreuung und -entwicklung, wurde in diesem Jahr von den bisherigen »Netzwerken im Dialog« zum neuen Konzept eines »BBE-Länderforums« weiterentwickelt, das AkteurInnen der Landesregierungen und zivilgesellschaftlicher Strukturen auf Länderebene in einen intensiven Austausch bringen will. Die Teilnehmenden begrüßten ausdrücklich eine Fortsetzung des jährlichen Formats.

Programm BBE-Länderforum 2018 (PDF, 218 kB)

Dinner Speech von Carola Schaaf-Derichs (178 kB)

Gemeinsam Demokratie auf dem Land stärken!: Rückblick

Am 18./19. Juni 2018 fand das zweite Barcamp für LEADER-Aktionsgruppen und Lokale Partnerschaften für Demokratie statt. Gemeinsam mit der Deutschen Vernetzungsstelle ländliche Räume (dvs) hatte das BBE nach Storkow und Seelow geladen. Im Mittelpunkt stand die die Frage, wie Partnerschaften für Demokratie aus dem Bundesprogramm »Demokratie Leben!« und LEADER-Aktionsgruppen (LAG) ländliche Räume zusammen attraktiv, inklusiv und demokratisch gestalten können. Die vorgelebte Kooperation der Partner vor Ort, der LEADER-Region Märkische Seen und der Partnerschaft für Demokratie Märkisch-Oderland wirkten anregend und zeigten, wie Kooperation auch über die Gremien beider Strukturen verstärkt werden kann. Während der Sessions diskutierten die Teilnehmenden u.a. Ehrenamt und Vernetzung, Argumente für Kooperationen und bürokratische Hindernisse. Einblicke in die Veranstaltung gibt es auf der Social Wall #bcdemokratie.

Social Wall

Aktuelle Fragen des Gemeinnützigkeitsrechts: Akademietagung

Vom 27. bis 28. September 2018 findet die Akademietagung »Aktuelle Fragen des Gemeinnützigkeitsrechts« des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. in Berlin statt. Die Veranstaltung wird die praktischen Abgrenzungsfragen von gemeinnütziger gegenüber gewerblicher Tätigkeit im steuerrechtlichen Sinne zum Gegenstand haben. Anhand aktueller Rechtsprechung und Verwaltungsentscheidungen sollen neben den ertragssteuerlichen Grundlagen des Gemeinnützigkeitsrechts auch aktuelle umsatzsteuerliche Entwicklungen dargestellt werden. Ein weiterer Fokus der Veranstaltung richtet sich auf das Sponsoring und Spendenrecht. Die Veranstaltung richtet sich an Mitarbeitende in gemeinnützigen Organisationen oder Non-Profit-Organisationen, Verbänden oder der öffentlichen Verwaltung, die mit steuerrechtlichen Fragestellungen in gemeinnützigen Organisationen betraut sind. Anmeldeschluss ist am 27. Juli 2018.

Weitere Informationen und Anmeldung

»Rechte jugendliche Milieus«: Fachtagung

Vom 4. bis 5. September 2018 findet in Frankfurt am Main die Fachtagung »Rechte jugendliche Milieus« für Praktizierende in der Jugendverbands- sowie Jugendsozialarbeit und wissenschaftlich Interessierte statt. Die Fachtagung möchte einen Überblick über den Forschungsstand zu jugendlichen rechten Milieus geben. Außerdem sollen praktische Aspekte aus der Jugendverbands- und Jugendsozialarbeit beleuchtet werden: Warum fühlen sich Jugendliche von extrem rechten Kontexten angezogen? Was muss Jugendarbeit bieten, um attraktiv zu sein? Welche Herausforderungen ergeben sich für die Jugendarbeit? Im Rahmen der Tagung gibt es verschiedene Vorträge, Debatten und Workshops. Die Veranstaltung ist Teil eines Modellprojektes der Katholischen Jugendsozialarbeit, die Tagungsleitung liegt bei Dr. Victor Feiler, Referent für Gesellschaftspolitik beim Kolpingwerk Deutschland. Anmeldefrist ist der 3. August 2018.

Weitere Informationen zur Fachtagung »Rechte jugendliche Milieus«

»So geht digital!«: Lieblingsprojekte gesucht

Die Robert Bosch Stiftung, die Bertelsmann Stiftung, die Stiftung Neue Verantwortung und PHINEO suchen aktuell gemeinnützige Projekte, die die Digitalisierung nicht nur nutzen, sondern gestalten. Das heißt: Projekte, die Digitalisierung in welcher Form auch immer zum Inhalt haben. Es soll damit aufgezeigt werden, wie bunt die Zivilgesellschaft das Thema inhaltlich besetzt und ausgestaltet. Auch sollen andere Vereine und Stiftungen inspiriert werden, das Thema Digitalisierung auf ihre Agenda zu setzen. In einer Publikation werden die ausgewählten Projekte sichtbar gemacht. Projekte können noch bis zum 15. Juli 2018 online genannt werden.

Weitere Informationen und Projekteintragung

FAIRWANDLER-Preis 2018/19: Ausschreibung

Bis zum 15. August 2018 können sich wieder junge engagierte Menschen mit ihren ehrenamtlichen Initiativen für den FAIRWANDLER-Preis bewerben. Die bundesweite Ausschreibung richtet sich an 18- bis 32-Jährige, die für längere Zeit in Afrika, Asien oder Lateinamerika waren und sich nun in Deutschland mit einer eigenen Initiative für eine gerechtere Welt engagieren. Der von der Karl Kübel Stiftung initiierte Preis wird seit 2016 ausgeschrieben und am Welttag der sozialen Gerechtigkeit (20. Februar) verliehen. Der Preis umfasst eine finanzielle Förderung in Höhe von 2.500 Euro (je Kategorie), die Teilnahme am FAIRWANDLER-Vernetzungsworkshop sowie individuelle Unterstützungsangebote durch ehrenamtliche PatInnen. Die Schirmherrschaft trägt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Weitere Informationen zum FAIRWANDLER-Preis

»Unbequeme Partner?«: NRO-Report und Veranstaltung

Der NRO-Report »Unbequeme Partner?« von VENRO veranschaulicht anhand von Praxiserfahrungen, in welchen Beziehungen Nichtregierungs-Organisationen (NRO) und Unternehmen in Sachen Entwicklungszusammenarbeit zueinander stehen. Diese reichen von konfrontativen Kampagnen über Dialoge in Multi-Stakeholder-Initiativen bis hin zu Kooperationen in gemeinsamen Projekten. Auf einer Diskussionsveranstaltung am 9. Juli in Bonn soll der Report vorgestellt und über Chancen und Risiken sowie die »dos and don’ts« in Kooperationsvorhaben diskutiert werden. Eine Anmeldung ist bis zum 3. Juli 2018 erforderlich. Der NRO-Report kann kostenlos heruntergeladen werden.

Download NRO-Report

Weitere Informationen zur Diskussionsveranstaltung

»Teilhabe durch Engagement«: Studie

Die Studie »Teilhabe durch Engagement« der Stiftung Mercator und der INBAS-Sozialforschung GmbH beschäftigt sich mit dem zivilgesellschaftlichen Engagement von SchülerInnen und Studierenden unter besonderer Berücksichtigung des Engagementkontextes Hochschule. Die Ergebnisse zeigen, dass Hochschulen bereits gut darin sind, das freiwillige Engagement junger Menschen zu fördern. Gleichzeitig weisen sie aber auch darauf hin, dass eine noch größere Unterstützung vonseiten der Hochschulen das Engagement weiter stärken und auch jene Studierenden motivieren könnte, die sich aktuell (noch) nicht engagieren. Ziel der Studie war es auch zu untersuchen, welche Bedeutung die soziale Herkunft und ein Migrationshintergrund für das Engagement haben. Dabei zeigt sich, dass die Bildungsherkunft grundsätzlich keine signifikante Rolle mehr für das Engagement spielt, sobald junge Menschen selbst einen höheren Bildungsabschluss erreicht haben.

Weitere Informationen und Download der Studie

Stellenausschreibungen

Aktuelle Stellenausschreibungen finden Sie auf der Webseite des BBE.

Hinweis

Der nächste Newsletter erscheint am 12. Juli 2018.

Redaktionsschluss ist der 4. Juli 2018.

Bitte schicken Sie Ihre Informationen an newsletter(at)b-b-e.de

Die Beiträge dieses Newsletters geben, sofern nicht ausdrücklich als solche Nachrichten gekennzeichnet, nicht die Meinung des BBE wieder, sondern repräsentieren die Vielstimmigkeit der Meinungen und AkteurInnen im BBE und im Feld der Engagementförderung und -politik. Die Redaktion des Newsletters verfolgt das Ziel, die jeweils aktuellsten und wichtigsten Nachrichten für die Leserschaft zusammenzustellen.

Die PDF-Dokumente der Beiträge im Schwerpunkt des Newsletters werden möglichst barrierearm gestaltet.

Die Hinweise auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Publikation von Nachrichten im BBE-Newsletter finden Sie unter Impressum.

Redaktion: PD Dr. Ansgar Klein (V.i.S.d.P.), Andreas Pautzke, Dr. Rainer Sprengel und Jana Börsdamm, B.A. 

Eine Übersicht über die nächsten geplanten Schwerpunkt-Themen finden Sie unter Kommende Themen.

Die Öffentlichkeitsarbeit des BBE wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

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