Newsletter Nr. 6 vom 22.3.2018

Scherb: Ehrenamt 4.0 - digitale Zukunft der Vereine auf dem Land
Diefenbach-Trommer: »Gemeinnützigkeitsrecht verbessern«
Müller: An all die Vergessenen - Kommentar zum Vertrag
Berger: Neue Heimat für ehrenamtliches Engagement?
Sendler: Zivilgesellschaftliches Engagement im Koalitionsvertrag
Schöffmann: Unternehmens- und Mitarbeiterengagement
Klein: Engagementpolitische Erwartungen an die Legislaturperiode
Jung: Koalitionsvertrag und Empfehlungen des BBE im Vergleich
4. Mannheimer VereinsKonferenz
3. Sächsische Fachtag Freiwilligendienste
Gegen ein Klima der Angst und Denunziation in Sachsen-Anhalt
»Netzwerke der Engagementförderung«: Publikation
Broda: Wertschätzung und Netzpolitik in der Evangelischen Jugend
Essener Tafel: Interview mit Dr. Neher in der Badischen Zeitung
Programm WIR: Kleine Anfrage der AfD beantwortet
Finanzamtspraxis und Engagement: BBE-Arbeitspapier
Vom Weggehen und Ankommen: Vernissage
Internetportal laendlicher-raum.info neu gestartet!
ZusammenWirken im ländlichen Raum: Dokumentation
BBE-Koordinierungsausschuss: Sitzungsbericht
AG »Zivilgesellschaftsforschung«: Sitzungsbericht
AG »Freiwilligendienste«: Sitzungsbericht
»Netzpolitik & Demokratie«: Bundesweite Aktionstage
»Vereinspilot*innen«: Weiterbildung
»Ich kann was!«-Initiative: Ausschreibung 2018
»Museum und Partizipation«: Publikation
Stellenausschreibungen
Hinweis

Der heutige BBE-Newsletter widmet sich nach der erfolgreichen Regierungsbildung im Bund dem Thema »Engagementpolitik in der 19. Legislaturperiode«. Ausgehend vom Koalitionsvertrag geben die AutorInnen eine Vorstellung der engagementpolitischen Agenda für die 19. Legislaturperiode aus ihrer Sicht bzw. aus der Perspektive ihrer Organisationen. Dazu gehört es auch, Leerstellen zu markieren und Kritik zu äußern.

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Scherb: Ehrenamt 4.0 - digitale Zukunft der Vereine auf dem Land

Die Herausforderungen der Digitalisierung für Vereine auf dem Land und die Antworten darauf erörtert Brigitte Scherb, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes. Aus der Perspektive des LandFrauenverbandes skizziert sie die verschiedenen engagementpolitischen Dimensionen der Digitalisierung im ländlichen Raum. Was bedeutet Engagement 4.0, was Vereinsarbeit 4.0? Welche finanziellen Herausforderungen gibt es, wo besteht Forschungs- und Unterstützungsbedarf? Angesichts der Chancen und Aufgaben hält sie kritisch fest: »Im Zusammenhang mit ehrenamtlichem Engagement steht die Digitalisierung bisher kaum auf der Tagesordnung, weder in der Wissenschaft, noch auf politischer Ebene, wo dieses Querschnittsthema bisher durch die Raster der politischen Ressorts gefallen zu sein scheint.«

Beitrag von Brigitte Scherb (HTML)

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Diefenbach-Trommer: »Gemeinnützigkeitsrecht verbessern«

Die Ausführungen zum Gemeinnützigkeitsrecht im Koalitionsvertrag kommentiert Stefan Diefenbach-Trommer, Vorstand der Allianz »Rechtssicherheit für politische Willensbildung«. Kritisch sieht er das Verständnis des Verhältnisses von Zivilgesellschaft und politischer, demokratischer Betätigung der Zivilgesellschaft im Koalitionsvertrag. Es weist Inkohärenzen auf. Während Zivilgesellschaft im Ausland politisch agieren soll, wird dies im Inland durch das Gemeinnützigkeitsrecht behindert. Es fehlt ein kohärentes Demokratieverständnis und auch von einer Belebung der Demokratie wird kaum gesprochen. Allerdings wird anerkannt, dass es im Gemeinnützigkeitsrecht Handlungsbedarf gibt. Vorsichtig optimistisch hält er abschließend fest: »Der Koalitionsvertrag bietet für Verbesserungen des Gemeinnützigkeitsrechts zur Stärkung der Demokratie Chancen, wenn auch weniger Klarheit, als zu wünschen gewesen war. Wie die Chancen genutzt werden, zeigen erst die nächsten Monate.«

Beitrag von Stefan Diefenbach-Trommer (HTML)

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Müller: An all die Vergessenen - Kommentar zum Vertrag

Ein engagementpolitischer Kommentar mit Blick auf die, die der Koalitionsvertrag in den Quartieren und Städten vergessen hat, schreibt Martin Müller, Fachberatung Bürgerengagement beim Städtetag Baden-Württemberg und Mitglied im Koordinierungsausschuss des BBE. Armut, soziale Ausgrenzung und abgeschriebene Quartiere gibt es überall. Ohne die Beteiligung der dort lebenden BürgerInnen gibt es keine Entwicklung der Stadtgesellschaft. Das aber erfordert mehr als eine mittelstandsorientierte Anerkennungskultur des Bürgerengagements: »Was hindert uns daran, bei anstehenden Fragen, Herausforderungen und Anliegen - z.B. aus dem Gemeinderat, aus der Bürgerschaft, aus der Verwaltung, vom Bürgermeister, von einem selbst - die gesamte Gemeinde- oder Stadtgesellschaft mit einzubauen? Dazu braucht es besonderes Engagement, spezielle Zugänge, entsprechende Sprache, entsprechende Menschen, angemessene Finanzierung, eine andere Haltung.«

Beitrag von Martin Müller (HTML)

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Berger: Neue Heimat für ehrenamtliches Engagement?

Die engagementpolitischen Positionen der Koalitionsvereinbarung kommentiert aus Sicht des Katholischen Deutschen Frauenbundes e.V. (KDFB) Dr. Heike Berger, gesellschaftspolitische Referentin in der KDFB-Bundesgeschäftsstelle. Im Zentrum ihrer Argumentation steht das Verhältnis von Ehrenamt und digitaler Transformation und von Zivilgesellschaft und digitaler Teilhabe. Dass diese Themen angegangen werden sollen, findet sie besonders wichtig, wundert sich allerdings darüber, warum es dafür einer neuen Engagementstiftung oder Agentur des Bundes bedürfen soll, statt die vorhandenen Strukturen zu stärken und weiter zu entwickeln. Ihr Fazit: »Die neue Bundesregierung wird sich daran messen lassen müssen, inwieweit sie ihre im Koalitionsvertrag formulierten Vereinbarungen zur Engagement- und Digitalisierungspolitik zusammenführt und politisch umsetzt.«

Beitrag von Dr. Heike Berger (HTML)

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Sendler: Zivilgesellschaftliches Engagement im Koalitionsvertrag

Dr. Hans H. Th. Sendler analysiert die Rolle zivilgesellschaftlichen Engagements im Koalitionsvertrag. Er grenzt Erwerbsarbeit und Engagement voneinander ab, akzentuiert den Eigensinn des Engagements und fragt, welche Infrastrukturen und Rahmenbedingungen bürgerschaftliches Engagement eigentlich braucht. Obwohl freiwilliges Engagement als eine Art »Deus ex Machina« an vielen Stellen des Vertrages auftaucht, bleiben die konkreten Umsetzungsperspektiven bis auf wenige Ausnahmen vage. Letztlich zeigen sich eine Reihe von Defiziten bei den Grundfragen des Engagements: »Der Koalitionsvertrag darf deshalb konzeptionell und strategisch nicht das letzte Wort in dieser Legislaturperiode bleiben.« Bei dem Beitrag handelt es sich um die geringfügig überarbeitete Fassung eines Vortrages.

Beitrag von Dr. Hans H. Th. Sendler (HTML)

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Schöffmann: Unternehmens- und Mitarbeiterengagement

Die im Koalitionsvertrag formulierten Vorhaben zum Unternehmens- und Mitarbeiterengagement beleuchtet Dieter Schöffmann, Inhaber von VIS a VIS Beratung - Konzepte - Projekte und BBE-Themenpate im Themenfeld »Arbeit, Unternehmen und Engagement«. Konkret hinterfragt er die Zeilen 5646ff. des Koalitionsvertrages, nach denen eine Kampagne initiiert werden soll, damit private und öffentliche Arbeitgeber MitarbeiterInnen für die Wahrnehmung des Ehrenamtes unterstützen. Er hinterfragt die erkennbaren Vorstellungen von Engagement und weist auf die komplexen Probleme hin, um die es hier geht, etwa bei der Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Engagement. Die geplante Kampagne sollte erstmal keine Werbekampagne, sondern ein Zusammenbringen der wichtigen AkteurInnen sein, um gemeinsam praktikable Lösungen zu suchen.

Beitrag von Dieter Schöffmann
(HTML)

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Klein: Engagementpolitische Erwartungen an die Legislaturperiode

Die engagementpolitischen Erwartungen an die 19. Legislaturperiode aus der Perspektive des BBE skizziert PD Dr. Ansgar Klein, seit 2002 Geschäftsführer des BBE. Mit Blick auf die engagementpolitischen Empfehlungen des BBE für die 19. Legislaturperiode kommentiert er die engagementpolitischen und demokratiepolitischen Inhalte des Koalitionsvertrages. Zu den zentralen engagementpolitischen Themen gehören nachhaltige Infrastruktur in den zivilgesellschaftlichen Handlungsräumen, Digitalisierung und Zivilgesellschaft oder auch die europäische Zivilgesellschaft.

Beitrag von PD Dr. Ansgar Klein (HTML)

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Jung: Koalitionsvertrag und Empfehlungen des BBE im Vergleich

Einen synoptischen Vergleich zwischen dem Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD und den engagementpolitischen Empfehlungen des BBE hat Mareike Jung erstellt, Referentin der Geschäftsführung des BBE. Systematisch stellt sie Punkt für Punkt die Vereinbarungen des Koalitionsvertrages und die BBE-Empfehlungen einander gegenüber: Was ist gleich, was geht in eine ähnliche Richtung, was in entgegengesetzte Richtungen und wo fehlt etwas beim jeweils anderen?

Beitrag von Mareike Jung als PDF herunterladen (235 kB)

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4. Mannheimer VereinsKonferenz

Am 7. April 2018 findet die Mannheimer VereinsKonferenz/ EngagementKonferenz Rhein-Neckar 2018 zum Thema »(Wie) können Bürger/ Vereine ihre Kommune retten« in Ludwigshafen am Rhein statt. Städte und Gemeinden geraten immer mehr unter Druck, weil sie an einem fragwürdigen Steuer- und Geldsystem hängen. Demgegenüber sind Vereine in der Regel mehr von engagierten Menschen abhängig. Die Konferenz möchte der Frage nachgehen, wie BürgerInnen zur Rettung ihrer Kommune beitragen können und welche Engagementstrukturen möglicherweise produktiver sind als Vereine des »alten Stils«. Die Mannheimer VereinsKonferenz bringt AkteurInnen aus verschiedenen Bereichen zusammen, um mehr voneinander zu erfahren und gemeinsame Themen auszuloten. Bei Anmeldungen bis zum 25. März gibt es einen günstigeren Frühbuchertarif. Anmeldeschluss ist der 5. April 2018.

Weitere Informationen zur Mannheimer VereinsKonferenz

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3. Sächsische Fachtag Freiwilligendienste

Am 23. April 2018 findet in Dresden der 3. Sächsische Fachtag Freiwilligendienste zum Thema »Übergänge gut begleiten« statt. Im Rahmen des Fachtages soll in vier Fachimpulsen das Thema Freiwilligendienst als Übergangssituation im Leben aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und diskutiert werden, vor welchen Herausforderungen die Träger der Freiwilligendienste derzeit stehen. Konkrete Themen werden in sechs Workshops vertieft, darunter z.B. Partizipation in der Bildungsarbeit, Inklusive Freiwilligendienste, Entwicklung des FSJ-Incoming. Anmeldefrist ist der 9. April 2018. Die Teilnahmegebühr beträgt 20 Euro pro Person.

Weitere Informationen zum Sächsischen Fachtag Freiwilligendienste

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Gegen ein Klima der Angst und Denunziation in Sachsen-Anhalt

Ein breites Bündnis von AkteurInnen aus Kultur, Gewerkschaft, Jugendhilfe, Wohlfahrt und Kirche beklagt mit Blick auf die AfD ein zunehmendes Klima von Angst und Denunziation in Sachsen-Anhalt. Mit der am 19. März 2018 vorgestellten Position »Gegen ein Klima der Angst und Denunziation« möchte das Bündnis ein deutliches Signal gegen undemokratisches Agieren setzen. Gleichzeitig ruft es zivilgesellschaftliche AkteurInnen und Einzelpersonen auf, »Angriffe auf die pluralistische Gesellschaft zurückzuweisen und das notwendige Engagement für eine lebendige Demokratie und ein lebenswertes Sachsen-Anhalt zu verteidigen.« Die Position wird von 54 ErstunterzeichnerInnen getragen.

Weitere Informationen und Positionspapier

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»Netzwerke der Engagementförderung«: Publikation

Seit den 1990er-Jahren hat sich Engagementpolitik auf kommunaler sowie auf Landes- und Bundesebene als ein eigenes Politikfeld etabliert. Hierzu gehören besondere Netzwerke der Engagementförderung, die sich auf allen Ebenen des föderalen Staates herausgebildet haben. Die Publikation »Netzwerke der Engagementförderung«, herausgegeben von Thomas Olk (†) und Martin Rüttgers, bietet eine Übersicht zu derartigen Netzwerken auf der Ebene der Bundesländer. Zunächst wird der Forschungsstand zu Netzwerken der Engagementförderung rekapituliert und auf dieser Grundlage eine Bestandsaufnahme der Netzwerkarbeit in allen Bundesländern vorgenommen. Im Anschluss erfolgen eine Bilanzierung der Netzwerkarbeit der Bundesländer und ein Vorschlag zur Typologie von Netzwerken der Engagementförderung. Der Band ist in der BBE-Buchreihe »Engagement und Partizipation in Theorie und Praxis« im Wochenschau Verlag (Frankfurt/M.) erschienen.

Weitere Informationen zur Publikation

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Broda: Wertschätzung und Netzpolitik in der Evangelischen Jugend

Die Bedeutung von Ehrenamt in der Kinder- und Jugendarbeit der Evangelischen Jugend und die dortige Wertschätzungskultur behandelt Daniela Broda, Referentin für Kinder- und Jugendpolitik bei der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V. (aej) und stellvertretende Vorsitzende im Deutschen Bundesjugendring. Neben einer Darstellung der Anerkennungsformen in der Evangelischen Jugend betrachtet sie neue Herausforderungen wie die Digitalisierung. Im Kontext der Jugendarbeit wird die Verbindung von Jugend- und Netzpolitik diskutiert. So veranstalten aej und die Evangelische Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung regelmäßig das Jugend- und Netzpolitische Forum #FreiraumNetz.

Beitrag von Daniela Broda (HTML)

Beitrag von Daniela Broda als PDF herunterladen (189 kB)

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Essener Tafel: Interview mit Dr. Neher in der Badischen Zeitung

Am 9. März 2018 hat sich Dr. Peter Neher, Theologe und seit 2003 Präsident des Deutschen Caritasverbandes, der selber auch Träger von Tafeln ist, zur Diskussion um die Essener Tafel in der Badischen Zeitung geäußert. Dabei weist er darauf hin, dass es auch bei anderen Tafeln seit Längerem Probleme gibt, dem Bedarf nachzukommen. Doch werden dort andere Lösungsstrategien verfolgt: »Bei anderen Tafeln begegnet man solchen oder ähnlichen Problemen, indem man für eine bestimmte Zielgruppe, zum Beispiel für Familien, Einkaufstage festlegt. Bei den Berliner Tafeln gibt es dafür ein Losverfahren.« Insgesamt unterstreicht Neher, dass die eigentliche Aufgabe bei der Politik liegt, die jeweiligen Probleme zu lösen.

Interview mit Dr. Peter Neher

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Programm WIR: Kleine Anfrage der AfD beantwortet

Am 28. Februar 2018 beantwortete die Bundesregierung (19/1054) eine Kleine Anfrage der AfD (19/713) zum wettbewerblichen Bewerbungsverfahren für »WIR! - Wandel durch Innovation in der Region«. Danach wurden bis zur Ausschlussfrist am 31. Oktober 2017 insgesamt 105 Projektskizzen eingereicht. Das Programm fördert sogenannte strukturschwache Regionen in Ostdeutschland. Bei den eingereichten Skizzen handelte es sich um Hochschulen, außeruniversitäre Bildungs- und Forschungseinrichtungen, Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, gemeinnützige Organisationen, Gebietskörperschaften sowie andere Einrichtungen wie zum Beispiel Vereine oder Verbände, in der Regel in Form breit angelegter regionaler Bündnisse mit vielen innovationsrelevanten AkteurInnen. Bei den Auswahlentscheidungen wurde das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) durch ein Gremium von 18 unabhängigen ExpertInnen beraten.

Antwort der Bundesregierung (PDF, 156 kB)

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Finanzamtspraxis und Engagement: BBE-Arbeitspapier

Mit einer breit angelegten repräsentativen Studie wurden alle zuständigen Finanzämter in Deutschland daraufhin geprüft, ob sie das Gemeinnützigkeitsrecht gleichmäßig anwenden und ob das entsprechende Gesetz so eindeutig ist, wie das Bundesfinanzministerium behauptet. Das BBE-Arbeitspapier »Engagiert euch - nicht? Wie das Gemeinnützigkeitsrecht politisches Engagement erschwert« stellt die Ergebnisse der Studie dar und zeigt, dass selbstloses politisches Engagement für die Verwirklichung der Menschenrechte, zur Stärkung der Demokratie oder zugunsten gemeinnütziger Vorhaben häufig nicht als gemeinnützig anerkannt wird. Autor der Studie ist Stefan Diefenbach-Trommer, Vorstand der Allianz »Rechtssicherheit für politische Willensbildung« e.V. und profilierter Experte des Gemeinnützigkeitsrechts. Die Durchführung der Untersuchung und die Veröffentlichung der Studie wurden von der Otto Brenner Stiftung gefördert.

Download BBE-Arbeitspapier (PDF, 2,8 MB)

Weitere Informationen zum Arbeitspapier

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Vom Weggehen und Ankommen: Vernissage

Unter dem Motto »Vom Weggehen und Ankommen« haben die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und das BBE im letzten Jahr dazu aufgerufen, Fotos einzusenden, in deren Mittelpunkt der Verlust des Gewohnten und die Entdeckung eines neuen sozialen Umfeldes standen. Zu den Teilnehmenden zählten Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung sowie Personen, die sich im In- und Ausland engagieren und damit vielfältige Möglichkeiten aufzeigen, wie ein Beitrag zur Agenda 2030 geleistet werden kann. Die Herkunft der Einsendungen reichte von Bayern über Lesotho und die Philippinen bis nach Samoa. Aus allen eingesendeten Beiträgen hat eine Jury zehn Fotoserien ausgewählt, die am 19. April 2018 im Rahmen einer Vernissage in der GIZ-Repräsentanz Berlin präsentiert werden. Eine Anmeldung ist bis zum 6. April 2018 per E-Mail möglich.

Weitere Informationen zur Vernissage (PDF, 429 kB)

Weitere Informationen zum Projekt

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Internetportal laendlicher-raum.info neu gestartet!

»Ländliche Räume« sind in aller Munde. Da kommt das neue Internetportal www.laendlicher-raum.info von BBE und Amadeu Antonio Stiftung genau richtig. Das Portal schaut aus der Engagement-Perspektive aufs Land. Gesammelt werden hier vor allem gute Praxisbeispiele - von kleinen Aktionen bis zum mittelfristigen Förderprojekt. Interviews mit verschiedenen ExpertInnen zu Fragen rund um Engagement und Demokratiestärkung in ländlichen Räumen eröffnen neue Perspektiven. Auch Schattenseiten werden in einer Rubrik beleuchtet: Die Weiten des ländlichen Raums bieten auch Rückzugsorte für demokratiefeindliche Gruppierungen. Wer agiert dort auf welche Weise, und wie kann diesen Strömungen gemeinsam etwas entgegengesetzt werden? Ein im Aufbau befindlicher Materialteil, aktuelle Themenschwerpunkte und ausgewählte Veranstaltungstipps runden die Seite ab.

Homepage laendlicher-raum.info

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ZusammenWirken im ländlichen Raum: Dokumentation

Die Reihe »Aktuelle Fragen der Engagementpolitik« des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge in Kooperation mit dem BBE widmete sich am 1. Dezember 2017 dem Thema »ZusammenWirken im ländlichen Raum«. Ohne Vernetzung und Kooperation lässt sich vor Ort - gerade im ländlichen Raum - kaum etwas erreichen. Oft ist allerdings ein zu wenig abgestimmtes Nebeneinander verschiedener Bereiche und Förderstrukturen zu beobachten, obwohl es inspirierende Beispiele der Kooperation gibt, etwa im Emsland oder bei der Kooperation einer Partnerschaft für Demokratie und einer LEADER-Aktionsgruppe im Kreis Saalfeld-Rudolstadt. Auf der Veranstaltung wurde gute Praxis vorgestellt und diskutiert. Die Teilnehmenden erörterten mit Verantwortlichen verschiedener Bundesministerien, welche Schnittstellen sich vor Ort trotz unterschiedlicher Zielsetzungen ergeben, um die eigene Region voranzubringen, und welche Unterstützung dabei wünschenswert wäre. Die vollständige Dokumentation liegt nun vor.

Dokumentation

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BBE-Koordinierungsausschuss: Sitzungsbericht

Am 9. März 2018 kamen die Mitglieder des BBE-Koordinierungsausschusses in Berlin zusammen. Im Fokus standen insbesondere der neue Koalitionsvertrag und Fragen der Engagement- und Demokratiepolitik in der neuen Legislaturperiode. Zudem wurde über das dritte engagementpolitische Agendapapier des BBE beraten, mit dem eine legitimierte Grundlage für die Sprechfähigkeit der Gremien gegenüber Politik und anderen »Metaplattformen« geschaffen und zugleich die Aufgaben und Themen des Netzwerks für die nächsten drei Jahre benannt werden sollen.

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AG »Zivilgesellschaftsforschung«: Sitzungsbericht

Die 6. (offene) Sitzung der AG Zivilgesellschaftsforschung am 16. März 2018 befasste sich mit dem Thema »Digitalisierung & Zivilgesellschaft« und fand in Berlin mit knapp 90 Teilnehmenden großen Anklang. Neun InputgeberInnen aus Wissenschaft und Praxis gaben erste Einblicke in den Themenschwerpunkt. Die Teilnehmenden diskutierten gemeinsam zu den Fragen, wie Zivilgesellschaft die Digitalisierung von Gesellschaft mitgestaltet, wie die Digitalisierung in den kommenden Jahren Zivilgesellschaft verändern wird und wie Zivilgesellschaft Techniken und Möglichkeiten der Digitalisierung bestmöglich für eigene Ziele nutzen kann. Die nächste AG-Sitzung findet am 15. Juni 2018 zum Thema Zivilgesellschaft und die Flüchtlingsfrage in Berlin statt.

Weitere Informationen zur AG »Zivilgesellschaftsforschung«

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AG »Freiwilligendienste«: Sitzungsbericht

Zu ihrer 7. Sitzung traf sich die BBE-AG »Freiwilligendienste« am 27. Februar 2018 in der Landesehrenamtsagentur in Frankfurt am Main. In der Sitzung wurde Susanne Saliger als weitere Sprecherin der Arbeitsgruppe - neben Rainer Hub - gewählt. Sie übernimmt das Amt von Dr. Christa Perabo, die ihren Rücktritt als AG-Sprecherin verkündete. Dr. Ansgar Klein bedankte sich im Namen der BBE-Geschäftsstelle und des SprecherInnenrats für das zehnjährige Engagement von Frau Perabo als AG-Sprecherin und begrüßte die neu gewählte Sprecherin in ihrem neuen Amt. Im Fokus der Sitzung stand ein Gespräch mit Prof. Dr. Roland Roth über die derzeitige engagementpolitische Lage und seine im BBE-Newsletter veröffentlichte Stellungnahme zum Verständnis der Freiwilligendienste als besondere Form bürgerschaftlichen Engagements. Zudem diskutierten die Teilnehmenden, wie in Zukunft mit rechtspopulistischen Parteien und Ansichten umgegangen werden sollte. Ein weiteres Thema war die Planung der nächsten Sitzung am 7. Juni 2018, zu der auch die neuen engagementpolitischen SprecherInnen der Fraktionen eingeladen werden sollen.

Weitere Informationen zur AG »Freiwilligendienste«

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»Netzpolitik & Demokratie«: Bundesweite Aktionstage

Vom 7. bis 9. Juni 2018 finden erstmals die bundesweiten Aktionstage »Netzpolitik & Demokratie« statt, veranstaltet von den Zentralen für politische Bildung und ihren Partnern. Auf Veranstaltungen in ganz Deutschland sollen dabei Themen wie Netzpolitik, digitale Bürgerrechte und Internetkultur in den Mittelpunkt gestellt werden. Vorschläge für die Programmplanung können noch bis zum 14. April 2018 über ein Online-Formular unter dem Stichwort »Mitmachen« von freien und öffentlichen Trägern, aber auch von Einzelpersonen eingereicht werden. Einreichungen aus sämtlichen netzpolitischen Themenbereichen und allen vorstellbaren Formaten sind möglich. Die Vorschläge werden an die zuständige Landeszentrale für politische Bildung des Bundeslandes weitergeleitet und dort beraten.

Weitere Informationen zu den Aktionstagen

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»Vereinspilot*innen«: Weiterbildung

Ehrenamtliche in Musikvereinen und Chören können sich ab sofort für die Weiterbildung zu »Vereinspilot*innen« vom 2. bis 5. Juli 2018 bei der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung Trossingen anmelden. Die Weiterbildung wird gefördert von der Robert Bosch Stiftung, Kooperationspartner ist die Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände. Themen der Weiterbildung sind unter anderem Nachwuchsgewinnung (auch vor dem Hintergrund der Digitalisierung), Fundraising, Förderprogramme des Bundes, Projektmanagement, Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungsrecht, Führungskompetenzen, Kommunikation und Konfliktmanagement. Die Teilnahmegebühr beträgt 80 Euro inkl. Übernachtung und Verpflegung. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Weitere Informationen zur Weiterbildung

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»Ich kann was!«-Initiative: Ausschreibung 2018

Am 15. März 2018 ist die 10. Ausschreibungsrunde der »Ich kann was!«-Initiative gestartet. Unter dem Motto »Kompetenzen für die digitale Welt« werden Projekte unterstützt, in denen ein kreativer und gleichzeitig kritischer Umgang mit Medien und der digitalen Welt erworben sowie die souveräne Nutzung digitaler Werkzeuge handlungsorientiert und spielerisch vermittelt werden. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen die Teilhabe an einer zukunftsorientierten und digitalisierten Gesellschaft durch den Erwerb von Digitalkompetenzen zu erleichtern. Bis zum 30. April 2018 können sich deutschlandweit Einrichtungen um eine Projektförderung bewerben. Das Alter der Kinder und Jugendlichen in den geförderten Projekten liegt zwischen 9 und 16 Jahren. Die Förderhöhe beträgt bis zu 10.000 Euro pro Vorhaben. Seit Beginn des Jahres 2017 ist die »Ich kann was!«-Initiative unter dem Dach der Deutsche Telekom Stiftung angesiedelt.

Weitere Informationen zur Ausschreibung

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»Museum und Partizipation«: Publikation

Auch in der Museumswelt spielt das Thema »Partizipation« eine große Rolle. Doch was steckt hinter dem Konzept und wie verändert es das Museum und sein Publikum? Die Publikation »Museum und Partizipation. Theorie und Praxis kooperativer Ausstellungsprojekte und Beteiligungsangebote« von Anja Piontek liefert eine umfängliche wissenschaftliche Bestandsaufnahme und Analyse von Partizipation in der deutschsprachigen Museumslandschaft. Der Blickpunkt liegt dabei in erster Linie auf Partizipation als aktiv-tätiger Mitarbeit und Einflussnahme aus der Bevölkerung - speziell im Rahmen von Ausstellungsprojekten. Durch die Vorstellung und Analyse von Praxisbeispielen partizipativer Ausstellungsprojekte in Deutschland, Österreich und der Schweiz liefert die Publikation auch Impulse für die praktische Museumsarbeit.

Weitere Informationen zur Publikation

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Stellenausschreibungen

Aktuelle Stellenausschreibungen finden Sie auf der Webseite des BBE.

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Hinweis

Der nächste Newsletter erscheint am 5. April 2018.

Redaktionsschluss ist der 26. März 2018.

Bitte schicken Sie Ihre Informationen an newsletter(at)b-b-e.de

Die Beiträge dieses Newsletters geben, sofern nicht ausdrücklich als solche Nachrichten gekennzeichnet, nicht die Meinung des BBE wieder, sondern repräsentieren die Vielstimmigkeit der Meinungen und AkteurInnen im BBE und im Feld der Engagementförderung und -politik. Die Redaktion des Newsletters verfolgt das Ziel, die jeweils aktuellsten und wichtigsten Nachrichten für die Leserschaft zusammenzustellen.

Die PDF-Dokumente der Beiträge im Schwerpunkt des Newsletters werden möglichst barrierearm gestaltet.

Die Hinweise auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Publikation von Nachrichten im BBE-Newsletter finden Sie unter Impressum.

Redaktion: PD Dr. Ansgar Klein (V.i.S.d.P.), Dr. Rainer Sprengel und Jana Börsdamm, B.A. 

Eine Übersicht über die nächsten geplanten Schwerpunkt-Themen finden Sie unter Kommende Themen.

Die Öffentlichkeitsarbeit des BBE wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) 
- Geschäftsstelle -
Michaelkirchstr. 17-18 
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Geschäftsführer PD Dr. Ansgar Klein
Telefon: (0 30) 6 29 80-11 0
E-Mail: ansgar.klein(at)b-b-e.de

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