Newsletter Nr. 2 vom 25.1.2018

MinDir Windmöller: Aus den Beratungen zur Dorfmoderation
Sternberg: »Das Alte verwalten, das Neue gestalten«
Körmer: Dorfbewegung Brandenburg e.V.
Hafemann: Entwertung ländlicher Räume und Neues Dorf
Saathoff-Reents: Bürgerschaftliches Engagement vor Ort
Buscham/ Gillwald: openTransfer #Patenschaften
Hildebrandt: »Was sie hält« - Rezension
Demokratiereisebuch »Lebendige Orte« in Barnim und Uckermark
Engagement macht stark! auf der Grünen Woche
»Respekt gewinnt!«: Wettbewerb in Berlin
Vielfalt gefällt! Orte des Miteinanders: Förderprogramm
Neuausrichtung des Verfassungsschutzes: Gesetzentwurf in Hessen
Flucht - Integration - Ehrenamt: Dokumentation
Ergebnisse der Sondierungsgespräche und Zivilgesellschaft
Diefenbach-Trommer: Sondierungsergebnis und Gemeinnützigkeit
Allianz Vielfältige Demokratie: Abschlusstagung
Zuwanderung, Engagement und die Öffnung von Kultureinrichtungen: Fachtagung
»Digitalisierung und Zivilgesellschaft«: offene Sitzung
Civil Academy: 24 Teilnehmende für die 26. Runde ausgewählt
Mitglied des Monats: Breuninger Stiftung
»DIE schaffen das!«: Forum
reCampaign 2018: Strategien für den digitalen Wandel
Forum Aktive Bürgerschaft 2018
Otto-Wels-Preis für Demokratie: Ausschreibung
Hertie-Preis für Engagement und Selbsthilfe: Ausschreibung
Smart Hero Award 2018: Ausschreibung
»Engagement und Einfluss«: Forschungsjournal
Stellenausschreibungen
Hinweis

Engagement belebt das Land! Mit diesem Motto startet für das BBE das Jahr auf der Internationalen Grünen Woche. Vom 19. bis 28. Januar 2018 präsentieren sich in Halle 4.2 am Stand des BBE neben Partnern aus dem Netzwerk schwerpunktmäßig die BBE-Arbeitsbereiche »Demokratiestärkung im ländlichen Raum« und »Woche des Bürgerschaftlichen Engagements« - im Rahmen der Sonderschau »Lust aufs Land« des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Um auch die LeserInnen des BBE-Newsletters, die nicht persönlich am Stand dabei sein können, auf eine Landpartie zu Fragen von Engagement und ländlicher Entwicklung mitzunehmen, haben wir Fachleute für diesen Newsletter gewinnen können. Weitere Informationen gibt es auch auf dem neu eingerichteten Twitter-Kanal @BBE_Land. Dieser hält über Ereignisse auf der Grünen Woche und darüber hinaus auch über aktuelle Entwicklungen zum Thema Engagement und Demokratiestärkung im ländlichen Raum auf dem Laufenden.

Twitter-Account BBE_Land

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MinDir Windmöller: Aus den Beratungen zur Dorfmoderation

Praxis und Potenzial von Instrumenten der Dorfmoderation sind die Themen des Beitrages von MinDir Thomas Windmöller, seit dem 1. Februar 2017 Leiter der Abteilung »Ländliche Räume, Strategische und politische Konzeptionen« des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und zuvor Leiter des Leitungsstabes im BMEL. Windmöller skizziert Ziel und Verfahren von Dorfmoderation. Zugleich stellt er dar, dass die Dorfmoderation in die Regelförderung der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) zum 1. Januar 2017 aufgenommen worden ist und was das konkret förderpolitisch bedeutet.

Beitrag von MinDir Thomas Windmöller (HTML)

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Sternberg: »Das Alte verwalten, das Neue gestalten«

Herausforderungen und Lösungsstrategien für das Zusammenleben in Grabow an der Elde sind Thema des Beitrages von Stefan Sternberg, hauptamtlicher Bürgermeister der mecklenburgischen Kleinstadt Grabow. Dabei unterstreicht er die Bedeutung eines wirtschaftlich lebendigen Marktplatzes ebenso wie das aktive Miteinander von Jung und Alt oder die Kooperation mit zivilgesellschaftlichen Akteuren wie der Volkssolidarität. Zu den Erfolgsfaktoren gehört auch eine aktive Beteiligung der BürgerInnen: »Ein absolutes Erfolgskriterium ist eine Bevölkerung, die mitmacht und Spaß daran hat. Wir sind jeden Tag auf dieses soziale, ehrenamtliche Engagement angewiesen. Das ist unser Rückgrat.«

Beitrag von Stefan Sternberg (HTML)

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Körmer: Dorfbewegung Brandenburg e.V.

Die 2015 gegründete Dorfbewegung Brandenburg e.V. - Netzwerk Lebendige Dörfer stellt Grit Körmer vor, Projektleiterin Regionalentwicklung bei der PepComm GmbH und seit 2010 im Regionalmanagement für die LAG Märkische Seen tätig. Körmer stellt die Hintergründe und Ziele des ehrenamtlichen Engagements in der Dorfbewegung dar. Es erstreckt sich vom Dialog mit den Menschen vor Ort über den Aufbau von Dörfernetzwerken bis zur Interessenbündelung und der Bildung europäischer Partnerschaften. Zugleich zeigt Körmer die Verflechtung der lokalen Aktionsebene mit der Landespolitik und europäischen Prozessen und Programmen auf.

Beitrag von Grit Körmer (HTML)

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Hafemann: Entwertung ländlicher Räume und Neues Dorf

Die Beziehungen von Stadt und Land vor dem Hintergrund der Entwertung ländlicher Räume ist Thema des Beitrages von Michael Hafemann, Projektleiter »Neues Dorf«. Erst die Analyse von Stadt und Land als interdependentes System lässt erkennen, dass eine Antwort auf die Entwertung ländlicher Räume nicht aus folkloristischen Vorstellungen vom Dorf folgen kann. Zu wenige Menschen leben schon jetzt auf dem Dorf noch von Landwirtschaft, zu stark sind die Trends zu kapitalintensiver Landwirtschaft und einem ländlichen Neo-Feudalismus durch den Kauf landwirtschaftlicher Flächen durch Versicherungen, Kapitalgesellschaften und Hedgefonds. Ideen für eine neue Ländlichkeit im Sinne einer kreativen Neunutzung der ländlichen Räume sind erforderlich, damit das Neue Dorf auch wieder in den Blick der Lebensplanung junger Menschen rücken kann: »...ein Ort, an dem man leben möchte, weil er etwas Besonderes ist. Und das ganz ohne romantische Verklärung des Dorflebens aus der Perspektive des Städters.«

Beitrag von Michael Hafemann (HTML)

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Saathoff-Reents: Bürgerschaftliches Engagement vor Ort

Die Entwicklung von bürgerschaftlichem Engagement vor Ort am Beispiel des Landkreises Aurich ist Thema des Beitrages von Markus Saathoff-Reents, Leiter der Freiwilligenagentur Landkreis Aurich. Er stellt Ausgangslage und Herausforderungen in diesem vom Tourismus geprägten Küstengebiet dar, die zu einer systematischen Engagementförderung seitens des Landkreises Aurich in Verbindung mit der Kreisvolkshochschule Norden gGmbH geführt haben. Ebenso stellt Saathoff-Reents die mittlerweile etablierten Strukturen und Programme dar, wie Mehrgenerationenhaus, Freiwilligenagentur oder den Senioren- und Pflegestützpunkt Niedersachsen. Dass der Ausbau dieser Strukturen und der Angebote nötig ist, zeigte zuletzt das Flüchtlingsthema: »Denn ... Engagement ist immer in Bewegung.«

Beitrag von Markus Saathoff-Reents (HTML)

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Buscham/ Gillwald: openTransfer #Patenschaften

Zwischenbilanz 2017 und Pläne für 2018 der openTransfer #Patenschaften für geflüchtete Menschen sind Thema des Beitrages von Louise Buscham, Projektkoordinatorin im Programm openTransfer #Patenschaften bei der Stiftung Bürgermut, und Sebastian Gillwald, Projekt- und Transfermanager ebendort. Die Analyse der Situation zeigt, dass insbesondere ländliche Räume in Ostdeutschland ein schwieriges Terrain für Patenschaften sind. Am Engagement Interessierte trauen sich nicht oder tun dies nur in so genannten geheimen Patenschaften. Ebenso finden fördernde Organisationen und Gruppen vor Ort nicht zueinander. Diesen Problemen will die Stiftung Bürgermut mit neuen Formaten begegnen und noch mehr Initiativen und Projekten Vernetzungs- und Qualifikationsmöglichkeiten bieten.

Beitrag von Louise Buscham und Sebastian Gillwald (HTML)

Beitrag von Louise Buscham und Sebastian Gillwald als PDF herunterladen (163 kB)

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Hildebrandt: »Was sie hält« - Rezension

Erik Hildebrandt, Referent »Demokratiestärkung im ländlichen Raum« (Elternzeitvertretung) beim BBE, rezensiert die Publikation von Jan Schametat, Sascha Schenk und Alexandra Engel, »Was sie hält - Regionale Bindung von Jugendlichen im ländlichen Raum«, Weinheim, Beltz Juventa. Er würdigt sie als Studie, die durch ihre saubere Vorgehensweise und ihr empirisches Material eine Bereicherung für das Fachpublikum, für Akteure der Kommunal- und Landespolitik und für wissenschaftlich interessierte LeserInnen ist.

Rezension von Erik Hildebrandt (HTML)

Rezension von Erik Hildebrandt als PDF herunterladen (161 kB)

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Demokratiereisebuch »Lebendige Orte« in Barnim und Uckermark

Pünktlich zur Grünen Woche erscheint das gemeinsam vom BBE und der Amadeu Antonio Stiftung mit dem Regionalpartner Bürgerstiftung Barnim Uckermark herausgegebene Demokratiereisebuch »Lebendige Orte. Eine Reise durch Barnim und Uckermark«. Es portraitiert über 50 Initiativen, Netzwerke und Personen aus Brandenburg. Sie alle engagieren sich für demokratische Kultur in ihrer Region, beleben ihren Ort durch Angebote und bringen Menschen dort zusammen, wo öffentliche Treffpunkte rar geworden sind. Zwischen dem 24. und 31. Januar 2018 wird das Magazin mit den regionalen Anzeigenblättern in beiden Landkreisen in einer Auflage von 134.000 Stück verteilt und macht so öffentlichkeitswirksam die Bedeutung und Vielfalt von Engagierten vor Ort für alle sichtbar. Das Heft steht online als Download zur Verfügung. Gedruckte Exemplare können in der BBE-Geschäftsstelle bestellt werden.

Download Demokratiereisebuch »Lebendige Orte« (PDF, 9,5 MB)

Pressemitteilung (PDF, 151 kB)

Kontakt BBE-Geschäftsstelle
E-Mail: info(at)b-b-e.de

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Engagement macht stark! auf der Grünen Woche

Das Kampagnenteam Engagement macht stark! ist am Stand 104 des BBE in Halle 4.2 auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) vom 19. bis 28. Januar 2018 präsent. Dazu gibt es ein unterhaltsames Bühnenprogramm in der Halle und die Engagement-macht-stark!-Fotoaktion in der Fotobox am BBE-Stand: Jede/r kann sein ganz persönliches Engagement-Foto mit nach Hause nehmen. Die IGW findet im Januar 2018 zum 83. Mal statt und gilt als einzigartige internationale Ausstellung für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Der Messestand des BBE wird gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Zum Start der Grünen Woche haben wir zudem eine neue Broschüre herausgegeben: »Land in Sicht - Engagement macht stark.«

Download Broschüre »Land in Sicht - Engagement macht stark« (PDF, 3,6 MB)

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»Respekt gewinnt!«: Wettbewerb in Berlin

BerlinerInnen engagieren sich in Schulen, Verbänden, am Arbeitsplatz oder im Sportverein in Projekten und Initiativen für Weltoffenheit, Respekt und Demokratie. Dieses Engagement würdigt der Berliner Ratschlag für Demokratie mit dem Wettbewerb »Respekt gewinnt!«. Zu gewinnen gibt es Preise im Wert von insgesamt 5.000 Euro. Einsendeschluss ist der 28. Februar 2018. Der Berliner Ratschlag für Demokratie ist ein Bündnis bekannter Berliner Persönlichkeiten, die sich für Demokratie, Vielfalt und Respekt in ihrer Stadt einsetzen.

Weitere Informationen zum Wettbewerb »Respekt gewinnt!«

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Vielfalt gefällt! Orte des Miteinanders: Förderprogramm

Das Programm »Vielfalt gefällt! Orte des Miteinanders« der Baden-Württemberg Stiftung in Kooperation mit der Allianz für Beteiligung unterstützt neue Projekte in Baden-Württemberg, die die Teilhabe von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte am gesellschaftlichen Leben fördern und eine Kultur des Zusammenlebens schaffen. Bewerben können sich bis zum 13. April 2018 ausschließlich zivilgesellschaftliche Gruppen mit und ohne eingetragene Rechtsform aus Baden-Württemberg.

Weitere Informationen zum Förderprogramm

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Neuausrichtung des Verfassungsschutzes: Gesetzentwurf in Hessen

Der Hessische Landtag hat am 21. November 2017 in erster Lesung über einen Gesetzentwurf der Regierungsfraktionen von CDU und Bündnis 90/Die Grünen zur Neuausrichtung des Verfassungsschutzes in Hessen debattiert (Drucksache 19/5412). Der Entwurf sieht Änderungen an den Förderrichtlinien des Landes sowie den gesetzlichen Bestimmungen im Bereich der Extremismusprävention vor. Vorgesehen ist in § 21 Buchstabe i eine »Überprüfung der Zuverlässigkeit von Personen, aa) die in mit Landesmitteln geförderten Beratungsstellen zur Prävention und Intervention gegen verfassungsfeindliche Bestrebungen oder in mit Landesmitteln geförderten Projekten eingesetzt sind oder eingesetzt werden sollen, bb) die als Mitwirkende in beratenden Gremien zur Prävention und Intervention gegen verfassungsfeindliche Bestrebungen tätig sind oder tätig werden sollen …«. Der Gesetzentwurf wurde nach Erster Lesung an den Innenausschuss überwiesen. Zum Gesetzesvorhaben sind verschiedene Stellungnahmen erschienen, darunter z. B. von der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA), cultures interactive e.V. - Verein zur interkulturellen Bildung und Gewaltprävention und dem Bundesverband Mobile Beratung.

Gesetzentwurf (PDF, 645 kB)

Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport

Stellungnahme der DGSA (PDF, 62,7 kB)

Stellungnahme vom Bundesverband Mobile Beratung (PDF, 138 kB)

Stellungnahme von cultures interactive e.V.

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Flucht - Integration - Ehrenamt: Dokumentation

Das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Unna organisierte am 30. September 2017 einen Fachtag Flucht - Integration - Ehrenamt unter dem Motto »Aktiv sein - Aktiv werden«, zu dem Engagierte und Interessierte in der Flüchtlingsarbeit eingeladen waren. In verschiedenen Workshops wurden Erfahrungen ausgetauscht und Lösungsansätze erarbeitet - darunter z.B. Argumentationshilfen gegen Stammtischparolen, Möglichkeiten bei der Antragsstellung und Hilfen in rechtlichen Fragen. Dr. Ansgar Klein, Geschäftsführer des BBE, hielt einen Impulsvortrag zu den aktuellen Herausforderungen für eine gute Engagementpolitik und machte die Potenziale und Chancen ehrenamtlichen Engagements für die Gesellschaft deutlich. Eine Dokumentation zum Fachtag steht nun zur Verfügung.

Download Dokumentation (PDF, 4,0 MB)

Weitere Informationen zum Fachtag

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Ergebnisse der Sondierungsgespräche und Zivilgesellschaft

Seit dem 12. Januar 2018 liegen die »Ergebnisse der Sondierungsgespräche von CDU, CSU und SPD« vor und wurden auch von den beteiligten Parteien und ihren Gremien als Grundlage für Koalitionsgespräche akzeptiert. Eigene Abschnitte sind der »Stärkung der Zivilgesellschaft« (S. 18) und »Volksinitiative, Volksbegehren, Volksentscheid« (S. 18) gewidmet. Auch in einzelnen anderen Abschnitten, etwa bei Migration und Integration, werden Horizonte bürgerschaftlichen Engagements benannt (S. 19). Das Sondierungspapier steht online zur Verfügung.

Ergebnisse der Sondierungsgespräche von CDU, CSU und SPD (PDF, 571 kB)

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Diefenbach-Trommer: Sondierungsergebnis und Gemeinnützigkeit

Die möglichen Folgen der »Ergebnisse der Sondierungsgespräche von CDU, CSU und SPD« vom 12. Januar 2018 für das Gemeinnützigkeitsrecht erörtert Stefan Diefenbach-Trommer, Vorstand der Allianz »Rechtssicherheit für politische Willensbildung«. Er sieht in den Ergebnissen der Sondierungsgespräche eine gute Basis, um mit dieser Konstellation erhebliche Verbesserungen für gesellschaftlich engagierte zivilgesellschaftliche Organisationen zu erreichen und bisherige Probleme zu beseitigen. Ob diese Ergebnisse Fundament der Verhandlungen sind oder fertiger Rohbau, ist zwischen den Verhandlungspartnern offenbar umstritten. Daher ist derzeit auch unklar, ob die Vereinbarungen zum Recht gemeinnütziger Organisationen noch weiter konkretisiert oder eher gestutzt werden.

Beitrag von Stefan Diefenbach-Trommer (HTML)

Beitrag von Stefan Diefenbach-Trommer als PDF herunterladen (178 kB)

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Allianz Vielfältige Demokratie: Abschlusstagung

Das von der Bertelsmann Stiftung initiierte und finanzierte Projekt »Allianz Vielfältige Demokratie« endete am 11. Januar 2018 in seiner bisherigen Aufstellung mit der Fachtagung »Mitreden, mitgestalten, mitentscheiden« im dbb Forum in Berlin, auf der die Ergebnisse der Allianz vorgestellt wurden. Die zentrale Idee der Allianz als Ganzes kann darin gesehen werden, dass es drei Säulen einer modernen Demokratie gibt: die repräsentative, die direkte und die dialogische Demokratie. Ziel war es, das Verhältnis dieser drei Säulen, ihr aktuelles Zusammenspiel, deren Herausforderungen und Potenziale zu bestimmen. Es wurde deutlich erkennbar, dass der dialogische Demokratiebereich (Bürgerbeteiligung bei Planungsverfahren, etwa Bauplanungen, Konsultationen usw.) eine eigenständige, weiter zu stärkende Säule darstellt - und eine Fokussierung allein auf repräsentative plus direkte Demokratie (oder versus) nicht ausreicht. Das Besondere an allen Ergebnissen aus der Allianz kann daran gesehen werden, dass die beteiligten Akteure in einem sehr hohen Maße aus Kommunalverwaltungen und Zivilgesellschaft kamen, sowie aus Organisationen, die das Thema aus wirtschaftlicher Sicht betrachten. Zu den zivilgesellschaftlichen Akteuren gehörten eine Reihe von Mitgliedsorganisationen aus dem BBE und die BBE-Geschäftsstelle. Auf welchen Ebenen die Allianz oder aus ihr entstandene Zusammenhänge und Ideen weitergeführt werden, war schon am Folgetag Thema und wird weiter beraten.

Allianz Vielfältige Demokratie - Ergebnisse

Film »Bürgerbeteiligung - Transparenz für Projektverantwortliche«

Tagungsbericht

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Zuwanderung, Engagement und die Öffnung von Kultureinrichtungen: Fachtagung

Das BBE lädt am 15. und 16. Februar 2018 zur Fachtagung »Zuwanderung, Engagement und die interkulturelle Öffnung von etablierten Kultureinrichtungen« nach Berlin ein. Mit dem sogenannten »Willkommenssommer« 2015 sind demografische Veränderungen in Deutschland noch einmal verstärkt in den Blick der Öffentlichkeit gerückt - und damit auch ein neues Bewusstsein für die Dringlichkeit von gesellschaftlichen Aufnahme- und Öffnungsanstrengungen. Dem Feld der Kultur kommt hier besondere Bedeutung zu: als Ort kollektiver Identitätsstiftung und -findung vor dem Hintergrund des verbrieften Menschenrechts der kulturellen Teilhabe und als drittgrößtem Engagementbereich in Deutschland. Doch gerade in Kultureinrichtungen wächst die Einsicht, dass es noch nicht gelingt, die Vielfalt der in Deutschland lebenden Menschen zu erreichen oder gar aktiv zu repräsentieren. Im Kreise von engagement- und kulturpolitischen AkteurInnen sollen auf der Fachtagung Herausforderungen, Diskurse, Konzepte sowie Handlungsempfehlungen zusammengetragen und diskutiert werden. Ergebnisse des Projektes werden auch in Form einer Sonderausgabe des Magazins »Engagement macht stark!« präsentiert. Anmeldeschluss ist der 1. Februar 2018.

Weitere Informationen zur Fachtagung

Anmeldung zur Fachtagung

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»Digitalisierung und Zivilgesellschaft«: offene Sitzung

Die Digitalisierung von Lebens- und Arbeitswelt gilt als einer der Megatrends unserer Zeit. Aber wie sieht es mit unserer Engagementwelt aus? Darüber ist es nicht nur verblüffend still in der öffentlichen Diskussion der letzten Jahre. Auch Praxis und Wissenschaft haben sich dem Konnex Digitalisierung und Zivilgesellschaft vergleichsweise spät angenommen. Die offene Sitzung der Arbeitsgruppe »Zivilgesellschaftsforschung« des BBE mit dem Titel »Digitalisierung und Zivilgesellschaft« am 16. März 2018 in Berlin wird sich anhand erster Studien und Expertisen diesem Thema nähern. Zu Wort kommen WissenschaftlerInnen sowie Akteure und ExpertInnen aus der Praxis. Interessierte und ExpertInnen aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Forschung sind dazu eingeladen, an der Sitzung teilzunehmen. Anmeldungen zur Sitzung werden über die BBE-Geschäftsstelle telefonisch oder per E-Mail entgegengenommen.

Kontakt BBE-Geschäftsstelle
Tel.: 030 629 80 110
E-Mail: info(at)b-b-e.de

Weitere Informationen zur AG »Zivilgesellschaftsforschung«

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Civil Academy: 24 Teilnehmende für die 26. Runde ausgewählt

Am 18. Januar 2018 hat das Auswahlgremium von BP Europa SE und BBE unter Beteiligung des Alumni-Beirats 24 neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die 26. Runde der Civil Academy ausgewählt. Die Bewerbungen waren allesamt von hoher Qualität und die Stipendienvergabe deshalb nicht einfach. Ausschlaggebend war letztendlich die Einschätzung, ob eine Förderung durch die Civil Academy die Projektidee wesentlich voranbringen würde, wie hoch die gesellschaftliche Relevanz bewertet wurde und natürlich das Maß an ehrenamtlichem Einsatz. Das erste Seminar startet am Wochenende 23.-25. März 2018 in NRW. Im Themenkomplex Projektmanagement wird es dann zunächst darum gehen, die Projektideen zu konkretisieren und Handlungspläne aufzustellen. Anfang Juni schließt dieser Durchgang mit einem Zertifikat für alle ab, die an den drei Wochenenden der Civil-Academy dabei waren.

Weitere Informationen zur Civil Academy

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Mitglied des Monats: Breuninger Stiftung

Bei der Lösung gesellschaftlicher Probleme kommt es auf das Zusammenspiel von BürgerInnen und Politik an - diese Überzeugung bestimmt die Arbeit der Breuninger Stiftung seit ihren Anfängen vor 50 Jahren. Gegründet wurde sie von dem Unternehmer Heinz Breuninger und seiner Tochter Dr. Helga Breuninger, die die Stiftung seit 1980 leitet. Das Zusammenspiel von BürgerInnen und Politik fördert die Breuninger Stiftung u.a. mit Runden Tischen vor Ort. Auf diese Weise sind zahlreiche Projekte und Initiativen ins Leben gerufen worden, wie z.B. die Erarbeitung eines Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Stuttgart. Zudem qualifiziert die Stiftung Menschen dafür, Beteiligungsprozesse und insbesondere Runde Tische durchzuführen. Auf Wasan Island in Kanada und mit dem Campus Paretz im Havelland hat die Breuninger Stiftung besondere Orte der Begegnung geschaffen, an denen Menschen gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen der Gegenwart erarbeiten. Im BBE engagiert sich die Breuninger Stiftung seit 2011, u.a. mit der Förderung einer Themenseite »Demokratie und Partizipation« auf der BBE-Webseite.

Weitere Informationen zur Breuninger Stiftung

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»DIE schaffen das!«: Forum

Gemeinsam mit der Röchling Stiftung hat das Maecenata Institut zwei Forschungsprojekte zur Relevanz und Leistungsfähigkeit zivilgesellschaftlicher Initiativen angesichts der Herausforderungen von Flucht und Migration in der jüngsten Vergangenheit durchgeführt. Die Ergebnisse der zwei Studien »Zivilgesellschaft und Kommunen« (Opusculum Nr. 107) von Rudolf Speth und Elke Bojarra-Becker und »Engagiert in neuer Umgebung« (Opusculum Nr. 108) von Rudolf Speth werden im Rahmen des Forums »DIE schaffen das! Zivilgesellschaft, Verwaltung und engagierte Geflüchtete im Zusammenspiel« vom 22.-23. Februar 2018 in Mannheim zur Diskussion gestellt.

Einladung und Programm (187 kB)

Weitere Informationen zur Studie »Zivilgesellschaft und Kommunen«

Weitere Informationen zur Studie »Engagiert in neuer Umgebung«

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reCampaign 2018: Strategien für den digitalen Wandel

Vom 12.-13. März 2018 findet die reCampaign 2018 in Berlin statt. Die reCampaign ist die Konferenz für Zivilgesellschaft im Netz. Im Mittelpunkt in diesem Jahr stehen die Themen: Kampagnenkultur (Unterhöhlt Marketing unser politisches Campaigning?), Demokratie im Wandel (Zum Verhältnis von Politik, Medien und Zivilgesellschaft) und Strategische Partnerschaften (Lernen von grenzüberschreitenden Kooperationen). Die reCampaign ist eine Veranstaltung von Wigwam Kommunikationsberatung und der Socialbar in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung. Gründungspartner sind Oxfam Deutschland, newthinking communications und die re:publica.

Weitere Informationen zur reCampaign

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Forum Aktive Bürgerschaft 2018

Am 23. März 2018 findet das Forum Aktive Bürgerschaft 2018 unter dem Motto »Engagement fördern, aktuelle Herausforderungen anpacken« in Berlin statt. Nach einer Diskussion zum Thema »Fördern, ohne zu vereinnahmen! Drei Vorschläge, wie man bürgerschaftliches Engagement unterstützen und seinen Eigensinn stärken kann« werden zur Lunchzeit vier Themenräume für Gespräche im kleineren Kreis angeboten: Engagementpolitik und Rahmenbedingungen bürgerschaftlichen Engagements: Was gehört auf die Agenda der 19. Legislaturperiode?; Erkenntnisse aus Forschung und Praxis: Was kann Service Learning bewirken?; Bürgerstiftungen und Immobilien: Wie lassen sich gute Erträge erwirtschaften?; Zeitgemäßes Stiftungshandeln: Wie lassen sich individuelle Präferenzen und gesellschaftliche Bedarfe zusammenbringen? Am Nachmittag folgt eine Diskussion über die gesellschaftspolitische Dimension des Engagements und die Rolle von engagierten BürgerInnen, Wirtschaft und Staat. Die Veranstaltung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Weitere Informationen zum Forum Aktive Bürgerschaft 2018

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Otto-Wels-Preis für Demokratie: Ausschreibung

Die SPD-Bundestagsfraktion verleiht in diesem Jahr zum 6. Mal den Otto-Wels-Preis für Demokratie. In diesem Jahr werden unter dem Titel »Bürgerschaftliches Engagement - Miteinander stärken, Heimat gestalten« gemeinnützige Initiativen, Vereine und Projekte ausgezeichnet, die sich mit ehrenamtlicher Unterstützung für lebenswerte Dörfer und Stadtquartiere engagieren und damit einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts vor Ort leisten. Bewerben können sich nicht-kommerzielle, gemeinnützige Initiativen, Projekte und Vereine, in denen bürgerschaftliches Engagement eine maßgebliche Rolle spielt. Bewerbungsfrist ist der 14. Februar 2018.

Weitere Informationen zum Otto-Wels-Preis

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Hertie-Preis für Engagement und Selbsthilfe: Ausschreibung

Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung schreibt auch in diesem Jahr den Hertie-Preis für Engagement und Selbsthilfe aus. Mit dem Engagement-Preis würdigt die Stiftung Aktionen von Einzelpersonen oder Selbsthilfegruppen zugunsten neurodegenerativ oder MS-Erkrankter. Die Aktivitäten sollen möglichst kreativ, ungewöhnlich oder durch einen besonderen Zusammenschluss von unterschiedlichen Menschen geprägt sein. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert und wird in der Regel auf mehrere PreisträgerInnen verteilt. Bewerbungen sind bis zum 15. März 2018 möglich. Der Hertie-Preis für Engagement und Selbsthilfe wird bereits seit fast 30 Jahren verliehen.

Weitere Informationen zum Hertie-Preis für Engagement und Selbsthilfe

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Smart Hero Award 2018: Ausschreibung

Unter dem Motto » Gemeinschaft stärken« verleihen die Stiftung Digitale Chancen und Facebook Deutschland bereits zum 5. Mal den Smart Hero Award an Menschen und Organisationen, die ihr ehrenamtliches und soziales Engagement erfolgreich in und mit Social Media umsetzen. Der Smart Hero Award 2018 wird in den folgenden Kategorien vergeben: »Faires Miteinander« (Projekte und Initiativen, die sich für einen fairen Umgang der Menschen miteinander einsetzen), »Gemeinsam stark mit ...« (Projekte und Initiativen, die sich für und mit Menschen mit Erkrankung, Behinderung oder anderen Handicaps engagieren), »Einsatz für eine lebendige Demokratie« (Projekte und Initiativen, die eine offene und lebendige Gesellschaft fördern und demokratische Werte stärken) und »Zusammen Chancen schaffen« (Projekte und Initiativen, bei denen sich Menschen gemeinsam für Zukunftschancen engagieren). Erstmals sind anlässlich des Jubiläums ausdrücklich auch Initiativen und Projekte zur Teilnahme aufgefordert, die mit ihren Social-Media-Aktivitäten erst begonnen haben. Besonders vielversprechende Projekte erhalten durch ihre Teilnahme die Chance auf ein Coaching. Bewerbungen und Projektvorschläge können bis zum 8. April 2018 eingereicht werden.

Weitere Informationen zum Smart Hero Award

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»Engagement und Einfluss«: Forschungsjournal

In den letzten 20 Jahren hat sich die Anzahl an Stiftungen exponentiell vermehrt. Sie greifen heute zudem stärker in gesellschaftliche Diskurse und Prozesse ein und sind damit wieder selbst zum Gegenstand der Debatte geworden. Das aktuelle Heft (Heft 4/ Dezember 2017) des Forschungsjournals Soziale Bewegungen widmet sich in einem Schwerpunkt daher erstmals dem Stiftungswesen. Eröffnet wird der Band nach einer Einführung zunächst mir drei Beiträgen zum Stellenwert von Stiftungen, zum Philanthrokapitalismus internationaler Großstiftungen und einer Untersuchung von Demokratisierungspotenzialen im Kontext der Partizipationsdebatte. In weiteren Beiträgen werfen die AutorInnen einen Blick nach außen und beleuchten aktuelle kritische Diskurse in Deutschland.

Weitere Informationen zum Forschungsjournal Heft 4/ 2017

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Stellenausschreibungen

Die Jugendpresse Deutschland sucht vorbehaltlich der endgültigen Bewilligung durch den Fördermittelgeber ein kreatives Organisationstalent zur Unterstützung bei der Umsetzung des deutsch-arabischen Medienprojekts Yalla Media Akademie in Berlin. Bewerbungsfrist ist der 29. Januar 2018.

Weitere Informationen zur Stellenausschreibung

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Hinweis

Der nächste Newsletter erscheint am 8. Februar 2018.

Redaktionsschluss ist der 31. Januar 2018.

Bitte schicken Sie Ihre Informationen an newsletter(at)b-b-e.de

Die Beiträge dieses Newsletters geben, sofern nicht ausdrücklich als solche Nachrichten gekennzeichnet, nicht die Meinung des BBE wieder, sondern repräsentieren die Vielstimmigkeit der Meinungen und AkteurInnen im BBE und im Feld der Engagementförderung und -politik. Die Redaktion des Newsletters verfolgt das Ziel, die jeweils aktuellsten und wichtigsten Nachrichten für die Leserschaft zusammenzustellen.

Die PDF-Dokumente der Beiträge im Schwerpunkt des Newsletters werden möglichst barrierearm gestaltet.

Die Hinweise auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Publikation von Nachrichten im BBE-Newsletter finden Sie unter Impressum.

Redaktion: PD Dr. Ansgar Klein (V.i.S.d.P.), Dr. Rainer Sprengel und Jana Börsdamm, B.A. 

Eine Übersicht über die nächsten geplanten Schwerpunkt-Themen finden Sie unter Kommende Themen.

Die Öffentlichkeitsarbeit des BBE wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) 
- Geschäftsstelle -
Michaelkirchstr. 17-18 
10179 Berlin-Mitte 
www.b-b-e.de 

Geschäftsführer PD Dr. Ansgar Klein
Telefon: (0 30) 6 29 80-11 0
E-Mail: ansgar.klein(at)b-b-e.de

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Gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

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Aktuelle Meldungen

17.04.2018

Projektleitung/ Veranstaltungsorganisation (m/w): Jugendpresse Deutschland e.V.

Die Jugendpresse Deutschland e.V. sucht als Schwangerschaftsvertretung eine Projektleitung für die…

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10.04.2018

ProjektmitarbeiterIn: Servicestelle Jugendbeteiligung e.V.

Die Servicestelle Jugendbeteiligung e.V. sucht zum 1. Mai 2018 (befristet bis 31. Oktober 2019)…

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Studentische Hilfskraft (m/w) im Projekt »Schule·Klima·Wandel«: SV-Bildungswerk

Das Bildungswerk für Schülervertretung und Schülerbeteiligung e.V. (SV-Bildungswerk) sucht eine…

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