Newsletter Nr. 23 vom 17.11.2016

Strässer, MdB: Die Rolle der Zivilgesellschaft bei der Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele
Movassat, MdB: Was gut klingt, muss noch nicht gut sein
Block: Nicht weniger als der Umbau unserer Welt
Spielmans: Die Agenda 2030 - unsere Chance zum Umsteuern
Abel: Nachhaltigkeit und Verbraucherarbeit
Langen: Nachhaltig von der Kuh bis zum Käse
Becker: Energiewende durch bürgerschaftliches Engagement
Lucas: Aufbruch als Prozess - das Wuppertaler Quartier Arrenberg
Alterssurvey und Freiwilligensurvey: Impulse für Niedersachsen
13. Bayerisches Seminar für Bürgerhilfe in der Psychiatrie
Lehmann: Deutschland - wir müssen reden. Neue Deutsche Organisationen
Finanzgericht stellt Gemeinnützigkeit von ATTAC fest
Hahn, MdL: Aktuelle Herausforderungen des Gemeinnützigkeitsrechts
Klein: Räume der Selbstwirksamkeit als Orte demokratischen Lernens
CSR-Richtlinien-Umsetzungsgesetz im Bundestag
Teilhabegesetz: ExpertInnen plädieren für Korrekturen
9. Integrationsgipfel im Bundeskanzleramt
Deutscher EngagementTag
Unterausschuss BE: Protokoll zur 26. Sitzung
Menschen stärken Menschen: Trailer des BMFSFJ
Jahrbuch Engagementpolitik 2017 erschienen
AG »Freiwilligendienste«: Sitzungsbericht
AG »Migration, Teilhabe, Vielfalt«: Sitzungsbericht
15. BBE-Mittagsgespräch: Bericht
12. Jahrestreffen des Netzwerks Bürgerhaushalte
Alexander Röhr: Student im Praxiseinsatz beim BBE
Mitglied des Monats: Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND)
Sehnsucht nach Utopia: Veranstaltung
Caritas sucht »Türöffner« für Geflüchtete
efiMOOC: Weiterbildungsformat für Ältere
»bunt und verbindlich«: Plattform für Integration
Leitzmann: Gesellschaftliches Engagement von Hochschulen
Kompetent im Ehrenamt: Publikation
»Bürgerenergie in Deutschland«: Publikation
»Die Energiewende als Bottom-up-Innovation«: Publikation
Stellenausschreibungen
Hinweis

Strässer, MdB: Die Rolle der Zivilgesellschaft bei der Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele

Die Rolle der Zivilgesellschaft bei der Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele ist Thema des Gastbeitrages von MdB Christoph Strässer, von 2014 bis 2016 Beauftragter für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe der Bundesregierung und seit 2016 Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie im Unterausschuss für Zivile Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und vernetztes Handeln. Die ambitionierten Transformationsziele der Nachhaltigkeitsstrategie verlangen ein neues, interaktives Modell, an dem Zivilgesellschaft, Privatsektor und Politik gleichermaßen beteiligt sind. Nur durch den aktiven Einbezug engagierter BürgerInnen, von Vereinen, Verbänden, Initiativen und sozialen Bewegungen, können die tiefgreifenden Veränderungen gelingen, die die Agenda 2030 vorsieht: »Das Thema Nachhaltigkeit darf nach der 2030-Agenda kein Parallel- oder Nischenthema mehr sein, sondern muss ins Zentrum des gesellschaftlichen Dialogs rücken.«

Gastbeitrag von MdB Christoph Strässer (PDF, 161 kB)

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Movassat, MdB: Was gut klingt, muss noch nicht gut sein

Eine kritische Bewertung der neuen UN-Nachhaltigkeitsziele ist Thema des Gastbeitrages von MdB Niema Movassat, Sprecher für Welternährung und Obmann der Fraktion DIE LINKE im Ausschuss für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Anhand ausgewählter SDGs (Social Development Goals) wirft er einen Blick auf ihre Stärken, Schwächen und blinden Flecken - sowie auf erhebliche Abstände zwischen Verpflichtungen und realer Politik in den nördlichen Ländern wie auch in Deutschland. Positiv bewertet er die universelle Gültigkeit der SDGs - negativ hingegen, dass sie das vorherrschende kapitalistische Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell und das neoliberale Entwicklungsmodell der 1980/90er Jahre unangetastet lassen. Sein Fazit: »Im Prinzip ist die Agenda 2030 als Dokument positiv zu bewerten. Ihre Ursachenblindheit droht sie jedoch zu reiner Symptombekämpfung verkommen zu lassen.«

Gastbeitrag von MdB Niema Movassat (PDF, 176 kB)

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Block: Nicht weniger als der Umbau unserer Welt

Die Bedeutung der UN-Agenda 2030 »Transforming our World« und ihrer Nachhaltigkeitsentwicklungsziele (Sustainable Development Goals) für Deutschland ist das Thema des Beitrages von Martin Block, Projektleiter »Servicestelle für Stiftungen und Philanthropen« bei der Engagement Global gGmbH und Themenpate des BBE im Themenfeld »UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals)«. Er gibt einen Überblick über die SDGs und stellt die wichtigsten der 17 UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung dar. Aus zivilgesellschaftlicher Sicht entscheidend ist ihr politischer Charakter. Sie sind zwar nicht einklagbar, aber liefern der Zivilgesellschaft starke Argumente auch für die innenpolitische Debatte. Wichtig bleibt dabei der nüchterne Blick: »Die SDG dürfen indes auch nicht zum Allheilmittel verklärt werden - eine Rettung der Welt zu erwarten, wäre völlig überhöht. Aber eine deutliche Besserung in den drei Nachhaltigkeits-Dimensionen Soziales, Ökonomie und Ökologie sollte durch ihre Umsetzung schon drin sein!«

Beitrag von Martin Block (PDF, 193 kB)

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Spielmans: Die Agenda 2030 - unsere Chance zum Umsteuern

Die Chancen der Agenda 2030 sind Thema des Gastbeitrages von Heike Spielmans, Geschäftsführerin des Verbandes Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO). Aus ihrer Sicht stellt die Agenda 2030 einen großen Wurf der Weltgemeinschaft dar, denn sie zielt auf eine sozial-ökonomische Transformation aller Lebensbereiche in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die internationale Vereinbarung muss jetzt auch ihren Niederschlag in nationalen Nachhaltigkeitspolitiken finden, die ohne intensiven Einbezug der Zivilgesellschaft nicht gelingen können. Der bisher bekannte Entwurf für eine Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie reicht hierfür nicht aus. Zugleich sieht Spielmans die international tätigen NGOs in der Pflicht, die Ziele und Inhalte der Agenda 2030 auch anderen zivilgesellschaftlichen AkteurInnen zu vermitteln: »Es geht jetzt darum, einen nachhaltigen Entwicklungsweg einzuschlagen, der Armutsbekämpfung, Gerechtigkeit, Umweltschutz, Frieden und Sicherheit ins Zentrum stellt.«

Gastbeitrag von Heike Spielmans (PDF, 155 kB)

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Abel: Nachhaltigkeit und Verbraucherarbeit

Der Zusammenhang zwischen der »Agenda 2030« der Vereinten Nationen und den VerbraucherInnen in Deutschland ist das Thema des Gastbeitrages von Georg Abel, Bundesgeschäftsführer der VERBRAUCHER INITIATIVE e. V. Anhand von Beispielen wie der CSR-Kommunikation, der Plastiktüte und label-online diskutiert er das Thema Nachhaltigkeit aus Verbrauchersicht hierzulande. Er stellt fest: »Die Ziele sind groß und noch lange nicht erreicht, die Kommunikation vielfach schwierig.« Doch er hält sie für erreichbar, wenn realistisch auf die Erwartungen und Wünsche der Verbraucher eingegangen wird.

Gastbeitrag von Georg Abel (PDF, 187 kB)

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Langen: Nachhaltig von der Kuh bis zum Käse

Wie Nachhaltigkeit in der Praxis der Käsereigenossenschaft Beemster aussieht und wie dies in der Gesellschaft aufgenommen wird, sind die Themen des Gastbeitrages von Christa Langen, Sprecherin der nordholländischen Beemster-Käserei und deren Nachhaltigkeitssystem für die Milchwirtschaft Caring Dairy. Zu Caring Dairy gehört ein breiter Ansatz: von besseren Böden über Klimaneutralität und Weidegangprämien bis zu Aktionsplänen und Workshops für Bauern, um Käse aus Milch von Kühen aus Weidewirtschaft machen zu können. Neben einer Reihe von Auszeichnungen trägt die Genossenschaft seit 2001 als erste Käserei das Prädikat »Königlicher Hoflieferant«. 2016 erhielt sie den Deutschen CSR-Preis 2016 in der Kategorie »CSR in der Lieferkette«.

Gastbeitrag von Christa Langen (PDF, 163 kB)

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Becker: Energiewende durch bürgerschaftliches Engagement

Wie bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft auf örtlicher Ebene die Energiewende vorantreiben können, ist Thema des Gastbeitrages von Felicia Becker, Mitarbeiterin bei der Stadt Wetter im Fachdienst Umwelt- und Verkehr. Dabei zeigt sie, dass digitale Kartendarstellungen eine wichtige Rolle spielen, um bürgerschaftliches Engagement hinsichtlich der Energiewende im ländlichen Raum zu fördern. Sie können engagierten BürgerInnen als Informationsquelle und auch als Inspiration und Anregung für die Initiierung eigener Energiewendeaktivitäten dienen, wenn diese entsprechend gut gemacht sind. Der Beitrag geht auf eine Masterarbeit zurück, die Becker in Kooperation mit dem Wuppertal Institut, im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitforschung des Projekts »Dorf ist Energie(klug)« erarbeitet hat.

Gastbeitrag von Felicia Becker (PDF, 386 kB)

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Lucas: Aufbruch als Prozess - das Wuppertaler Quartier Arrenberg

Das Wuppertaler Quartier Arrenberg als Labor für eine nachhaltige Entwicklung ist Thema des Gastbeitrages von Rainer Lucas, Projektleiter am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie. Getrieben wird der Transformationsversuch vom Verein »Aufbruch am Arrenberg«, der sich in Reaktion auf eine zunehmende Verschlechterung der sozialen und ökonomischen Lage im Stadtteil gebildet hat. Lucas stellt die Ambitionen des Vereins für eine nachhaltige Transformation des Stadtteils mit Zielen wie etwa Klimaneutralität dar. Zugleich diskutiert er, wie weit das bisherige ehrenamtliche Engagement der AkteurInnen bei diesem Stadtteilumbau trägt und was eine Ergänzung durch hauptamtlich Beschäftigte verändert. Schließlich reflektiert er die Befunde aus der Perspektive einer anwendungsorientierten Transformationsforschung.

Gastbeitrag von Rainer Lucas (PDF, 195 kB)

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Alterssurvey und Freiwilligensurvey: Impulse für Niedersachsen

Am 12. Dezember 2016 findet die diesjährige Jahrestagung der Landesagentur Generationendialog Niedersachsen unter dem Motto »Deutscher Alterssurvey und Deutscher Freiwilligensurvey: Neue Impulse für Niedersachsen?!« in Hannover statt. Im Rahmen der Veranstaltung werden die wesentlichen Ergebnisse und Handlungsempfehlungen des Deutschen Alterssurvey und des Deutschen Freiwilligensurvey vorgestellt. Im Anschluss soll gemeinsam mit VertreterInnen aus Politik, Zivilgesellschaft und Kommune erörtert werden, welche Bedeutung die Berichte für Niedersachsen haben und wie die Ergebnisse konkret umgesetzt werden können. Die Teilnahmegebühr beträgt 30 Euro. Anmeldeschluss ist der 2. Dezember 2016.

Weitere Informationen zur Veranstaltung

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13. Bayerisches Seminar für Bürgerhilfe in der Psychiatrie

Vom 20. Januar bis zum 22. Januar 2017 findet das 13. Bayerische Seminar für Bürgerhilfe in der Psychiatrie unter dem Titel »Genesung neu denken« statt. Die Tagung soll wesentliche Impulse aus der Verbandsarbeit aufgreifen. Daneben dient die Tagung dem Austausch mit anderen Ehrenamtlichen, der Optimierung der organisatorischen Bedingungen, der Förderung der Zusammenarbeit mit professionellen HelferInnen, Angehörigengruppen und Patienteninitiativen sowie der Anleitung, Motivation und Supervision der ehrenamtlich tätigen BürgerhelferInnen. Inhaltlich verantwortet wird die Tagung vom Verein »Bürgerhilfe in der Psychiatrie. Landesverband Bayern e.V.«, der die Interessenvertretung der einzelnen Bürgerhilfegruppen auf gesamtbayerischer Ebene ermöglicht.

Weitere Informationen zum Seminar

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Lehmann: Deutschland - wir müssen reden. Neue Deutsche Organisationen

Viele Zugewanderte sind in Deutschland nach wie vor Diskriminierung und Rassismen ausgesetzt. Vielerorts gründen sich daher Initiativen und Organisationen, die sich für gleichberechtigte Teilhabe, Chancengleichheit und Diskriminierungsschutz einsetzen. 2015 kamen Neue Deutsche Organisationen, Migrantenorganisationen und weitere BefürworterInnen der pluralistischen Einwanderungsgesellschaft zum ersten Bundeskongress unter dem Titel »Deutschland - neu denken« zusammen, im Februar 2016 folgte der zweite Bundeskongress unter dem Titel »Deutschland, wir müssen reden«. Seit Mitte 2016 geht das Veranstaltungsformat der Neuen Deutschen Organisationen auch in die Regionen. Vor Ort dienen die Kongresse als Plattform für Meinungsaustausch, Vernetzung und Erarbeitung konkreter Forderungen, Maßnahmen und Strategien. Am 7. Oktober 2016 fand der erste Regionalkongress in Frankfurt am Main statt. Julia Mi-ri Lehmann, Leiterin der Koordinierungsstelle der Neuen Deutschen Organisationen, stellt in ihrem Gastbeitrag das Veranstaltungsformat vor und berichtet über die Veranstaltung in Frankfurt am Main. Die nächste Möglichkeit der Vernetzung bietet sich am 2. Dezember 2016 beim Regionalkongress in Hannover. Anmeldungen sind noch bis zum 27. November 2016 möglich.

Gastbeitrag von Julia Mi-ri Lehmann (PDF, 155 kB)

Weitere Informationen zum Regionalkongress in Hannover

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Finanzgericht stellt Gemeinnützigkeit von ATTAC fest

Am 10. November 2016 hat das Hessische Finanzgericht in Kassel der Klage von ATTAC gegen die Aberkennung der Gemeinnützigkeit stattgegeben. Das Finanzamt Frankfurt am Main hatte ATTAC die Gemeinnützigkeit 2014 unter Hinweis auf die politischen Aktivitäten des Netzwerks aberkannt. Für das Gericht ausschlaggebend für die Gemeinnützigkeit ist die Frage, ob eine Organisation die in ihrer Satzung benannten Zwecke verfolgt. Damit seien politische Aktivitäten möglich, wenn sie im Gesamtkontext eines gemeinnützigen Zwecks stehen und eingebettet sind in ein umfassendes Informationsangebot. Gemeinnützige Zwecke wie Bildung, die Förderung des demokratischen Staatswesens oder Völkerverständigung seien zudem ohne Einflussnahme auf die politische Willensbildung kaum zu verfolgen.

Pressemitteilung von ATTAC


Pressemitteilung von der Allianz »Rechtssicherheit für politische Willensbildung« e.V. 

Pressemitteilung von MdB Lothar Binding und MdB Svenja Stadler

Kommentar von MdEP Sven Giegold

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Hahn, MdL: Aktuelle Herausforderungen des Gemeinnützigkeitsrechts

Die aktuelle Debatte um Herausforderungen des Gemeinnützigkeitsrechts ist das Thema des Gastbeitrages von Staatsminister a.D. Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn, finanz- und haushaltspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag und von 2009 bis 2014 Stv. Hessischer Ministerpräsident und Minister für Justiz, Europa und Integration. Angesichts der Digitalisierung und des wachsenden Engagements von BürgerInnen in Nicht-Regierungsorganisationen außerhalb der Parteien sieht er die Notwendigkeit, das bestehende Gemeinnützigkeitsrecht zu evaluieren. Zugleich spricht er sich für eine klare Trennung zwischen politischer Arbeit, die keine Gemeinnützigkeit darstellt, und gemeinnütziger Arbeit auf der anderen Seite aus, um verdeckte Parteienfinanzierung zu unterbinden. Dabei sollte die Diskussion losgelöst von Einzelfällen geführt werden, da ansonsten die jeweilige politische Nähe oder Ferne zum Einzelfall den Blick auf das Ganze trübt: »Debatten im Parlament, die von einer Einzelfallentscheidung geprägt sind, sind daher nicht zielführend, sondern kontraproduktiv.«

Gastbeitrag von Staatsminister a.D. Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn, MdL (PDF, 158 kB)

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Klein: Räume der Selbstwirksamkeit als Orte demokratischen Lernens

Aktuelle Herausforderungen der Engagement- und Demokratiepolitik als zivilgesellschaftlicher Strukturpolitik und Gesellschaftspolitik erörtert der Beitrag von PD Dr. Ansgar Klein, Geschäftsführer des BBE und Privatdozent für Politikwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er diskutiert die Bedeutung der Erfahrungs- und Handlungsräume des bürgerschaftlichen Engagements als Orte von Selbstwirksamkeitserfahrungen und politischem Lernen. Es sind gerade die Erfahrungs- und Handlungsbezüge des Engagements, die Civic Education auch als Lernen von Haltungen und Werten affektiv wie normativ einschließt. Engagement- und Demokratiepolitik stellen vor diesem Hintergrund reale Antworten auf die demokratische Herausforderung des Rechtspopulismus dar. Erforderlich sind nachhaltige Infrastrukturen der Zivilgesellschaft und deren künftige nachhaltige Strukturförderung auch in Bundeskompetenz.

Beitrag von PD Dr. Ansgar Klein (PDF, 240 kB)

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CSR-Richtlinien-Umsetzungsgesetz im Bundestag

Am 20. Oktober 2016 wurde der Regierungsentwurf für das CSR-Richtlinien-Umsetzungsgesetz (18/9982) in erster Lesung zusammen mit einem Antrag von Bündnis 90/Die Grünen (18/10030) zur weiteren Beratung an den federführenden Rechtsausschuss überwiesen. Umgesetzt werden muss in nationales Recht eine EU-Richtlinie, die große kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften und haftungsbeschränkte Personengesellschaften sowie große Kreditinstitute und Versicherungsunternehmen mit mehr als 500 ArbeitnehmerInnen betrifft. Dabei geht es um nichtfinanzielle Berichtspflichten zu Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelangen, zur Achtung der Menschenrechte und zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung. Die GRÜNEN wollen diese Umsetzung dafür nutzen, dass Nachhaltigkeitsberichte künftig wirksam und aussagekräftig ausgestaltet werden.

Weitere Informationen, Reden und Entwürfe

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Teilhabegesetz: ExpertInnen plädieren für Korrekturen

Am 7. November 2016 fand im Ausschuss Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages eine Anhörung zum geplanten Teilhabegesetz statt, bei der aus vielen Richtungen und zu verschiedenen Themen Korrekturen am Regierungsentwurf gefordert wurden. Die schriftlichen Stellungnahmen der eingeladenen wie der nicht eingeladenen Sachverständigen umfassen über 400 Seiten. Als eingeladene Akteure aus der Zivilgesellschaft äußerten sich zum Beispiel der Deutsche Caritasverband, der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge und die Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen. Zusätzliche Stellungnahmen kamen etwa vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), zusammen mit dem Deutschen Behindertensportverband (DBS), dem Deutschen Gehörlosensportverband (DGS) und Special Olympics Deutschland (SOD), dem Deutschen Behindertenverband, der Deutschen Aids-Hilfe und dem AWO-Bundesverband.

Weitere Informationen, Anhörung, Gesetzentwürfe und Stellungnahmen

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9. Integrationsgipfel im Bundeskanzleramt

Am 14. November 2016 fand der 9. Integrationsgipfel im Bundeskanzleramt statt. Bei dem Treffen ging es um Schritte zur besseren Teilhabe von Zugewanderten in Deutschland - auch durch bürgerschaftliches Engagement. Mit verschiedenen AkteurInnen aus Migrantenorganisationen, Gewerkschaften, aus der Wirtschaft sowie VertreterInnen der Länder wurde zudem über die Integration von Flüchtlingen gesprochen. Aus Sicht des BBE betonte Geschäftsführer Dr. Ansgar Klein den Bedarf an einem Demokratiefördergesetz, das die zivilgesellschaftlichen Infrastrukturen in Bundeskompetenz nachhaltig fördert und so Strukturentwicklungen möglich macht. Zudem schlug er vor, ein multisektorales Forum zu »Integration und Engagement«, das die Förderbedarfe des Engagements in den großen Themenbereichen der Integration in engem Praxisbezug erhebt, zeitnah durchzuführen und die Zwischenergebnisse noch für die Reformdebatten im Bundestagswahlkampf des kommenden Jahres zu nutzen.

Rede von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel auf dem Integrationsgipfel

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Deutscher EngagementTag

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat den »Deutschen EngagementTag« am 3. November 2016 mit einer Rede eröffnet. Sie betonte: »Jeden Tag engagieren sich überall in Deutschland Menschen für andere Menschen, für Kleine und Große, Alte und Junge, in Deutschland geborene und Zugewanderte. Sie tragen dazu bei, dass wir uns gegenseitig unterstützen, Solidarität leben und schließlich auch die vielen neuen zugezogenen Menschen dabei unterstützen, in Deutschland gut anzukommen. Diese engagierte und selbstständige Zivilgesellschaft ist eine wichtige Säule für unsere Demokratie. Denn: Demokratie lebt vom Mitmachen, nicht vom Zuschauen.« In Podien und parallelen Workshops wurde das Thema der Integration und Engagement mit Wissenschaft und der breiten Engagementpraxis erörtert.

Weitere Informationen zum Deutschen EngagementTag

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Unterausschuss BE: Protokoll zur 26. Sitzung

Am 19. Oktober 2016 fand die 26. Sitzung des Unterausschusses Bürgerschaftliches Engagement des Deutschen Bundestages in der 18. Legislaturperiode statt. Das Protokoll zur Sitzung liegt nun vor. Zentraler Tagesordnungspunkt war ein Fachgespräch zum Thema »Bürgerschaftliches Engagement im Bereich Pflege und Gesundheit« mit Prof. Dr. Martina Wegner, Hochschule München, Tine Haubner, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Anette Lahn, Berliner Aids-Hilfe, und Ursula Helms, Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (NAKOS).

Kurzprotokoll der 26. Sitzung (PDF, 1,2 MB)

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Menschen stärken Menschen: Trailer des BMFSFJ

Am 10. November 2016 hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) einen vierminütigen Trailer zum Patenschaftsprogramm »Menschen stärken Menschen« ins Web gestellt. Mit dem Bundesprogramm »Menschen stärken Menschen« werden Patenschaften zwischen geflüchteten und hier lebenden Menschen gefördert und unterstützt.

Trailer »Menschen stärken Menschen«

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Jahrbuch Engagementpolitik 2017 erschienen

Das Engagement von und für Geflüchtete steht im Mittelpunkt des Jahrbuchs für Engagementpolitik 2017. Darin werden Bedarfe und Rahmenbedingungen des bürgerschaftlichen Engagements in den Blick genommen, damit dieses nachhaltig eine tragende Rolle spielen kann. Das Jahrbuch ist zugleich geprägt von der Erinnerung an das Wirken des verstorbenen langjährigen Sprecherratsvorsitzenden des BBE, Prof. Dr. Thomas Olk, für Bürgergesellschaft, bürgerschaftliches Engagement und das BBE. Diese Erinnerungsarbeit ist ebenso eine Auseinandersetzung mit Aufgaben, Methoden und Zielen von Engagementpolitik und der Überwindung von Widerständen. Die weiteren Beiträge des Engagementpolitischen Jahrbuchs geben einen Einblick in aktuelle Diskussionen. Das Jahrbuch des BBE wird herausgegeben von Ansgar Klein, Rainer Sprengel und Johanna Neuling und erscheint jährlich seit 2013.

Weitere Informationen zum Jahrbuch Engagementpolitik 2017

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AG »Freiwilligendienste«: Sitzungsbericht

Am 25. Oktober 2016 wurde die Arbeitsgruppe »Freiwilligendienste« zur letzten Sitzung in diesem Jahr von Carsten Ridder, Leiter des Jugendhauses Düsseldorf, in seinen Räumlichkeiten begrüßt. Die AG-SprecherInnen Dr. Christa Perabo und Rainer Hub leiteten die Sitzung. Nach dem Bericht des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) über aktuelle Entwicklungen in den Freiwilligendiensten, insbesondere zu den Freiwilligendiensten mit Flüchtlingsbezug, diskutierte die Arbeitsgruppe abschließend über ein Papier zu ihrem Selbstverständnis, das über den Newsletter des BBE veröffentlicht und zukünftig als Arbeitsgrundlage genutzt werden soll. Darüber hinaus fand ein reger Austausch zum FSJ Kultur Digital und zu dem Projekt »Bildung für nachhaltige Entwicklung in den FWD« statt. Die nächste Sitzung wird am 14. Februar 2017 durchgeführt.

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AG »Migration, Teilhabe, Vielfalt«: Sitzungsbericht

Am 6. Oktober 2016 fand die dritte Sitzung der Arbeitsgruppe »Migration, Teilhabe, Vielfalt« bei Engagement Global in Bonn statt. Nach der Begrüßung durch Dr. Jens Kreuter, Geschäftsführer Engagement Global, und Susanne Huth, Sprecherin der AG, stellten sich die Teilnehmenden der Sitzung vor und berichteten von aktuellen Entwicklungen und Projekten in ihren Organisationen. Nach dem Bericht aus der BBE-Geschäftsstelle wurde die Agenda der Arbeitsgruppe 2016 bis 2018 festgelegt, darunter die Themenschwerpunkte »Kultur«, »Demografischer Wandel«, »ländlicher Raum« sowie Wirkungsforschung im Patenschaftsprogramm »Menschen stärken Menschen«. Am Nachmittag stand das Thema »Koordination und Kooperation von Haupt- und Ehrenamt im Flüchtlingsbereich« im Mittelpunkt. Jan Gaubert, Volkssolidarität, und Susanne Huth, INBAS-Sozialforschung, stellten Praxiserfahrungen und vorliegende Erkenntnisse dazu vor. Die nächste Sitzung der AG findet am 8. Dezember 2016 in Frankfurt am Main statt, Themenschwerpunkt ist religiös motiviertes Engagement.

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15. BBE-Mittagsgespräch: Bericht

Unter den frischen Eindrücken des US-Wahlergebnisses fand am 9. November 2016 das 15. BBE-Mittagsgespräch zum Thema »Vertrauensverlust in die Demokratie - Weckruf für Politik und Zivilgesellschaft?« statt. In der Hauptstadtrepräsentanz von BP Europa SE am Gendarmenmarkt kamen geladene ExpertInnen aus Zivilgesellschaft, Kommunal- und Bundespolitik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen, um sich mit dem zunehmenden Vertrauensverlust vieler BürgerInnen gegenüber politischen Parteien und politischen MandatsträgerInnen auseinanderzusetzen und die Folgen für die eigene Arbeit zu diskutieren. Mit einer Einordnung von zentralen Merkmalen des Rechtspopulismus und einer Skizze möglicher Gegenstrategien eröffnete Prof. Dr. Roland Roth von der Hochschule Magdeburg Stendal das Gespräch. In der anschließenden Diskussion, moderiert von Andreas Pautzke, Stellvertretender Geschäftsführer des BBE und Leiter »Demokratiestärkung Ländlicher Raum«, diskutierten die Anwesenden, welche Antworten Politik und Zivilgesellschaft auf die veränderten Einstellungen in der Bevölkerung hinsichtlich des gesellschaftlichen Zusammenlebens in einer Demokratie haben und wie es gelingen kann, gemeinsam und sichtbar für die Grundwerte einer offenen Gesellschaft einzutreten und dem Populismus den Nährboden zu entziehen.

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12. Jahrestreffen des Netzwerks Bürgerhaushalte

Am 15. und 16. November 2016 fand in Stuttgart das 12. Jahrestreffen des Netzwerks Bürgerhaushalte statt. Nach einer Vorstellung des Stuttgarter Bürgerhaushaltes am Dienstagabend widmeten sich die rund 50 Teilnehmenden aus Kommunen, Zivilgesellschaft und Wissenschaft am zweiten Tag zunächst den praktischen Fragen. In den Trainings ging es einerseits um die Möglichkeiten des Storytellings bei Bürgerhaushalten und andererseits um Möglichkeiten der Gewinnung von Engagierten für die Beteiligung an Bürgerhaushalten. Abschließend diskutierten die Teilnehmenden Zukunftsperspektiven von Bürgerhaushalten. Eine Dokumentation wird detaillierter über die Ergebnisse informieren. Das Netzwerk existiert seit 2003 und wurde bisher von der Bundeszentrale für politische Bildung und Engagement Global/Servicestellen Kommunen in der Einen Welt betreut. Seit kurzem ist auch das BBE Kooperationspartner.

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Alexander Röhr: Student im Praxiseinsatz beim BBE

Als dualer Student der International Business Administration bei IBM Deutschland hat Alexander Röhr die Möglichkeit, während seiner Studienzeit mehrmals für insgesamt drei Monate seine im Studium erworbenen Kenntnisse in der Praxis anzuwenden. Vom 7. November 2016 bis Anfang Februar 2017 ist er im Praxiseinsatz in der BBE-Geschäftsstelle und bei der Deutschen Aidshilfe tätig. Der Nonprofit-Bereich und die Arbeit in einer solchen Organisation interessieren ihn besonders. Während seiner Zeit im BBE wird er unter anderem bei der Entwicklung von Planungsinstrumenten mitwirken, um die Koordination und Abstimmung zwischen den verschiedenen Arbeitsbereichen in der Geschäftsstelle noch weiter zu verbessern. In seiner Freizeit findet er Spaß am Klavierspielen, vorzugsweise zusammen mit Freunden.

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Mitglied des Monats: Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND)

Umwelt schützen, Natur bewahren: Das sind die Ziele des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) seit mehr als 40 Jahren. Der Verband versteht sich als treibende gesellschaftliche Kraft für eine nachhaltige Entwicklung in Deutschland und zeigt mit Projekten und Bildungsangeboten, wie Nachhaltigkeit im Alltag gelebt werden kann. Er setzt sich ein für eine ökologische und tiergerechte Landwirtschaft, für mehr Transparenz für VerbraucherInnen und für den Schutz von Tieren, Pflanzen, Flüssen und Wäldern. So setzt er Projekte u.a. zum Naturschutz im Grünen Band entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze sowie zum Schutz der Europäischen Wildkatze und zur Wiedervernetzung der Wälder um. Der Schutz des Klimas u.a. durch den Ausbau erneuerbarer Energien ist ein weiteres wichtiges Ziel des Verbandes. Der BUND lebt vom ehrenamtlichen Engagement: Mehr als 550.000 Mitglieder und UnterstützerInnen engagieren sich in 16 Landesverbänden und rund 2.000 Orts- und Kreisgruppen für Umwelt- und Naturschutz in ihrer Region. Zusammen leisten sie jedes Jahr rund 2,7 Millionen Stunden ehrenamtlicher Arbeit. Die Förderung des freiwilligen Engagements ist dem BUND daher ein wichtiges Anliegen.

Weitere Informationen zum BUND

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Sehnsucht nach Utopia: Veranstaltung

Vom 25. bis zum 27. November 2016 findet das Seminar »Sehnsucht nach Utopia. Politische Utopien in einer komplexen Welt« in Bonn statt, organisiert vom Verein zur Förderung politischen Handelns e.V. (v.f.h.). Das Seminar beschäftigt sich mit den Fragen: Welche utopischen Ideen für das gesellschaftliche Leben gab es in der Vergangenheit und was ist daraus geworden? Brauchen wir in einer funktionierenden Demokratie überhaupt noch Utopien oder sind sie vielleicht sogar gefährlich, weil sie Flucht aus der Realität hin zu scheinbar einfachen Lösungen verheißen? Nicht zuletzt soll es auch darum gehen, eigene politische Zukunftswünsche und eigene Utopien zu entwickeln. Das Seminar richtet sich an interessierte und engagierte junge Erwachsene ab 18 Jahren. Die Teilnahmekosten betragen 45 Euro, darin sind Übernachtung und Verpflegung (Vollpension) enthalten.

Weitere Informationen zum Seminar

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Caritas sucht »Türöffner« für Geflüchtete

Geflüchtete brauchen Arbeit, um in Deutschland richtig anzukommen und sich langfristig selbst versorgen zu können. Häufig fehlt ein Netzwerk, das Kontakte zu potenziellen ArbeitgeberInnen vermitteln kann. Diese Lücke füllen z. B. Ehrenamtliche, die als PatInnen Geflüchtete bei der Jobsuche begleiten. In der bundesweiten Aktionswoche »Werde Türöffner« vom 20. bis 25. November 2016 sucht die Caritas über soziale Medien Menschen, die Tipps geben, Kontakte anbahnen oder selbst einen Job anbieten - und so zum Türöffner für Geflüchtete werden. Auch Tandems können sich noch anmelden: Die Anmeldephase für Tandems aus ehrenamtlichen PatInnen und Geflüchteten läuft noch bis zum Start der Aktionswoche am 20. November 2016.

Weitere Informationen zur Aktion »Werde Türöffner«

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efiMOOC: Weiterbildungsformat für Ältere

Ende Oktober startete efiMOOC (Massive Open Online Course), das Online-Weiterbildungsformat, das sich an Ältere wendet, die sich freiwillig engagieren möchten. Die Kursdauer beträgt sechs Wochen, der Arbeitsaufwand beträgt ca. zwei Stunden pro Woche. Jede Woche wird eine Lektion behandelt. Die Themen sind: die Bedeutung des Bürgerschaftlichen Engagements für Kommunen und Zivilgesellschaft, das Erfahrungswissen erschließen und nutzen, was ist das Besondere am seniorTrainer?, wie wird man seniorTrainer?, der seniorTrainer und sein Engagement-Umfeld sowie Beispiele aus der Praxis. Die Weiterbildung erfolgt durch Lernvideos, in denen Informationen aufbereitet werden und ExpertInnen und PraktikerInnen zu Wort kommen. In Foren haben die Teilnehmenden Gelegenheit, sich mit anderen zu vernetzen, gemeinsam Aufgaben zu bearbeiten und Ideen zu entwickeln. Die Teilnahme an dem efiMOOC ist kostenfrei. Interessierte können auch jetzt noch in den Kurs einsteigen. Veranstalter sind die Landesarbeitsgemeinschaft EFI Bayern e.V. und Herbert Schmidt, Vorstandsvorsitzender EFI Bayern e.V.

Weitere Informationen zu efiMOOC

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»bunt und verbindlich«: Plattform für Integration

Die Initiative D21 e. V. und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) haben gemeinsam die neue Plattform für Integration buntundverbindlich.de vorgestellt. Unter der Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat sich die Plattform zum Ziel gesetzt, Unternehmen, Initiativen und ehrenamtliche HelferInnen miteinander zu verbinden, um mit gemeinsamen Versprechen die Integration von Geflüchteten in Deutschland aktiv mitzugestalten. Idee der Online-Plattform ist das Prinzip: »Ich mache X, wenn Du Y machst«. Das Engagement der Teilnehmenden soll durch das Einlösen von gegenseitigen Versprechen zielgerichtet eingesetzt und die Vernetzung der AkteurInnen gestärkt werden.

Weitere Informationen zur Plattform »bunt und verbindlich«

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Leitzmann: Gesellschaftliches Engagement von Hochschulen

Vom 7. bis zum 11. November 2016 fand die Tagung »Engagierte Hochschulen« in Illertissen in Bayern statt. Die Tagung befasste sich mit der Rolle von Hochschulen in der Gesellschaft und deren Verantwortung für das Gemeinwohl. Schwerpunkte der Tagung waren die Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Partnerorganisationen sowie die Förderung des Engagements von Studierenden. Claudia Leitzmann, Mitarbeiterin im Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Bayern e.V., berichtet in ihrem Gastbeitrag von der Tagung. Ihr Fazit: »Der gute Wille ist da, [...] das Fundament an vielen Stellen [...] bereits gelegt. [...] Was fehlt, sind - wie so oft im Bereich des Bürgerschaftlichen Engagements - die Brückenbauer und die Koordinierungsstellen, die gewinnbringende Kooperationen anbahnen, begleiten und unterstützen können.« Die Live-Mitschnitte und alle Beiträge von der Tagung werden in Kürze auf engagierte-hochschule.org zur Verfügung gestellt.

Gastbeitrag von Claudia Leitzmann (PDF, 167 kB)

Weitere Informationen zur Tagung

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Kompetent im Ehrenamt: Publikation

Das Handbuch »PEQ - Pflege, Engagement und Qualifizierung«, herausgegeben vom Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V., beschreibt das Aufgaben- und Kompetenzprofil von Ehrenamtlichen im Umfeld von Pflege. Es bietet ein modulares Curriculum für praxisrelevante Schulungen und gibt Tipps für die Begleitung von Ehrenamtlichen vor Ort. Kompakt und anhand von Schulungsbeispielen wird beschrieben, welche Handlungsfelder für Engagierte im Umfeld von Pflege in Betracht kommen und wie Schulungsthemen - wie zum Beispiel »Kommunikation«, »Recht und Regeln«, »Begleitung« oder »Angehörige und Bezugspersonen« - konkret umgesetzt werden können. Das komplette Handbuch steht auch als Download-Version zur Verfügung. In einem Interview erläutert Nora Schmidt, Geschäftsführerin des Deutschen Vereins, warum Qualifizierung von Ehrenamtlichen im Umfeld von Pflege ein Gewinn für alle ist.

Weitere Informationen zur Publikation, Download und Bestellung

Interview mit Nora Schmidt

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»Bürgerenergie in Deutschland«: Publikation

Die Publikation »Bürgerenergie in Deutschland« von Jörg Radtke gibt einen umfassenden Einblick in die Bandbreite der Organisationsstrukturen von Initiativen der Bürgerenergie und deren Beitrag zur Energiewende. Auf Grundlage flächendeckender quantitativer Umfragedaten sowie vertiefter Analysen ausgewählter Fallbeispiele von Solar-, Wind- und Geothermie-Projekten werden die Sozialstruktur und die Motivationen beteiligter BürgerInnen dokumentiert. Radtke untersucht Formen der Partizipation, der Gemeinschaftsbildung und der Vernetzung der zum großen Teil ehrenamtlich geführten »Bürgerenergie«-Initiativen und ermittelt individualistische Beteiligung und kollektive Handlungsweisen als neue Formen projektorientierter Partizipation an der Schnittstelle von Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft. Der Band richtet sich an Dozierende und Studierende der Sozialwissenschaften, Nachhaltigkeits- und Umweltwissenschaften, Energieforschung, Geographie, Kultur-, Rechts-Wirtschaftswissenschaften sowie an PraktikerInnen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien.

Weitere Informationen zur Publikation »Bürgerenergie in Deutschland«

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»Die Energiewende als Bottom-up-Innovation«: Publikation

Wie kann gesellschaftlicher Wandel in Richtung Nachhaltigkeit gelingen? Diese Frage steht hinter den vielen Debatten, die in Deutschland seit einigen Jahren rund um Themen wie erneuerbare Energien und Klimaschutz geführt werden. Bürgerschaftliches Engagement nimmt dabei einen wichtigen Stellenwert als Wegbereiter und Motor der Energiewende ein. Diese »Energierevolution von unten« in Form von Bürgerenergieprojekten zeigt, dass eine Zukunft mit erneuerbaren Energien nicht nur technisch, sondern auch gesellschaftlich möglich und erwünscht ist. Die Studie »Die Energiewende als Bottom-up-Innovation« von Martin David und Sophia Schönborn untersucht die sozialen, politischen und strukturellen Bedingungen solcher Pionierprojekte und welchen Konflikten sie auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Energieversorgung begegnen. Das Buch ist erschienen in der Reihe »Transformationen«.

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Stellenausschreibungen

Die gemeinnützige Stiftung Bürgermut möchte 2017 das Programm openTransfer erweitern und sucht eine/n ProjektmanagerIn. Die Stelle ist zunächst befristet für ein Jahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 mit der Möglichkeit einer Verlängerung. Die Vergütung orientiert sich am TVöD. Arbeitsort ist Berlin. Bewerbungsschluss ist der 20. November 2016.

Die Landesgeschäftsstelle Baden-Württemberg des Vereins Mehr Demokratie e.V. sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt ein/e neue/n MitarbeiterIn für eine 60 Prozent-Stelle (3 Tage die Woche) in Stuttgart. Die Stelle ist zunächst auf ein Jahr befristet, jedoch mit Option auf Verlängerung. Bewerbungsfrist ist der 20. November 2016.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) sucht für die Mitarbeit im Team Freiwilligenmanagement/ Zentralstelle Bundesfreiwilligendienst in der Bundesgeschäftsstelle Berlin ab dem 1. Januar 2017 befristet für zwei Jahre eine/n MitarbeiterIn für die BUND Regionalstelle Ost im Bundesfreiwilligendienst. Die Vergütung richtet sich nach Haustarifvertrag. Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 19,25 Stunden. Bewerbungsfrist ist der 9. Dezember 2016.

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) - Bundesverband e.V. sucht möglichst zum 1. März 2017 für die Abteilung Politik/Gesellschaft in der Bundesgeschäftsstelle in Düsseldorf eine Referentin für Gesellschaftspolitik. Bewerbungsschluss ist der 15. Dezember 2016.

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Hinweis

Der nächste Newsletter erscheint am 1. Dezember 2016.

Redaktionsschluss ist der 24. November 2016.

Bitte schicken Sie Ihre Informationen an newsletter(at)b-b-e.de

Die Beiträge dieses Newsletters geben, sofern nicht ausdrücklich als solche Nachrichten gekennzeichnet, nicht die Meinung des BBE wieder, sondern repräsentieren die Vielstimmigkeit der Meinungen und AkteurInnen im BBE und im Feld der Engagementförderung und -politik. Die Redaktion des Newsletters verfolgt das Ziel, die jeweils aktuellsten und wichtigsten Nachrichten für die Leserschaft zusammenzustellen.

Die PDF-Dokumente der Gastbeiträge im Schwerpunkt des Newsletters werden möglichst barrierearm gestaltet.

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Redaktion: PD Dr. Ansgar Klein (V.i.S.d.P.), Dr. Rainer Sprengel und Jana Börsdamm, B.A. 

Eine Übersicht über die nächsten geplanten Schwerpunkt-Themen finden Sie unter Kommende Themen.

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E-Mail: ansgar.klein(at)b-b-e.de

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