Newsletter Nr. 1 vom 8.1.2015

Die AG 10 »Zivilgesellschaftsforschung« des BBE diskutierte am 14. November 2014, auf Einladung der SPD-Bundestagsfraktion, im Deutschen Bundestag den Zusammenhang von Engagement und Partizipation. Die Veranstaltung »Partizipation durch Mitsprache – Engagement als freiwillige Mitarbeit: Gemeinsamkeiten und Unterschiede« war an alle Arbeitsgruppen des BBE gerichtet. Erörtert wurde der im öffentlichen Diskurs immer wieder behauptete enge Zusammenhang von Mitgestalten und Mitarbeiten, von demokratischer Mitsprache und sozialer Selbstorganisation. Insgesamt beziehen sich die Debatten zum bürgerschaftlichen Engagement und zur Bürgerbeteiligung auf eine Vielzahl von Formen der Beteiligung und des Engagements. Tatsächlich aber geht es um die differenzierte begriffliche Fassung der Schnittstellen zwischen dem Feld der Beteiligung in Formen des Protestes und der Mitsprache einerseits und andererseits dem Feld des Engagements, bei dem es oft in erster Linie um praktisches Handeln geht, um die Organisation von alten und neuen Formen der Hilfe und um wechselseitige Unterstützung. Dr. Jeannette Behringer, Prof. Dr. Adalbert Evers, Prof. Dr. Roland Roth und PD Dr. Ansgar Klein gaben inhaltliche Inputs, auf die zunächst eine Reihe von Kommentatoren antwortete, bevor es zu einer allgemeinen Debatte kam. Die Inputs und einzelne Kommentare bilden den Schwerpunkt dieses BBE-Newsletters. Sie werden auch in das BBE-Jahrbuch 2016 einfließen, das den Themenschwerpunkt »Engagement und Partizipation« behandeln wird.

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Behringer: Das politische Potenzial freiwilligen Engagements

Dr. Jeannette Behringer, Sprecherin der AG 9 »Engagement und Partizipation in Europa« des BBE, befasst sich in ihrem Input mit dem politischen Potenzial freiwilligen Engagements. Ihre Kernthese ist, dass in den vergangenen Jahrzehnten eine Ausdifferenzierung von Formen gesellschaftlichen wie politischen Engagements stattgefunden hat, die Ausdruck eines mehrdimensionalen und komplexen Politikverständnisses ist. Sie fragt danach, ob das überwiegend instrumentell angeführte Verständnis politischer Partizipation, das auf die Beeinflussung politischer Institutionen und Entscheidungsträger ausgerichtet ist, neu gefasst werden muss. Vor dem Hintergrund dieser Überlegung analysiert sie Entwicklungen und Formen des freiwilligen Engagements mit Blick auf das politische Potenzial freiwilligen Engagements.

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Evers: Freiwilliges Engagement und politische Partizipation

Prof. Dr. Adalbert Evers, Sprecher der AG 10 »Zivilgesellschaftsforschung« des BBE, sucht in seinem Input nach Verbindungen zwischen freiwilligem Engagement und politischer Partizipation. Diese sind zwar leicht behauptet, aber, so Evers, »nicht unbedingt auch Realität«. In sozialwissenschaftlichen Debatten und vorherrschenden Politiken werden politische Partizipation und freiwillige Mitarbeit getrennt verhandelt und stehen entsprechend verbindungslos nebeneinander. Maßgebliche Entwicklungen der letzten Jahrzehnte bestehen aber genau darin, dass dort Engagement und Partizipation in neuen Formen zueinander gefunden haben: »Will man Engagement und Beteiligung für die Zukunft zusammendenken, dann geht es um Formen einer demokratischen Governance, die die Bürgergesellschaft und ihre Akteure nicht nur als Mitredende, sondern auch mit ihren praktischen Projekten, Experimenten und ihrem Erfahrungswissen anerkennt.«

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Roth: Entpolitisiertes bürgerschaftliches Engagement?

Prof. Dr. Roland Roth, stellvertretender Sprecher der AG 10 »Zivilgesellschaftsforschung« des BBE, befasst sich in 10 Thesen mit der merkwürdigen Entpolitisierung bürgerschaftlichen Engagements. Obwohl die Schnittflächen von freiwilligem Engagement und politischer Beteiligung in den vergangenen Jahrzehnten größer geworden sind, ist die politisch-strategische Verknüpfung von Engagement und Partizipation bislang nicht gelungen. Insbesondere auch viele Formen politisch-staatlicher Engagementförderpolitik haben zu einer politischen Entleerung des Engagementbegriffs geführt, die eine beachtliche Partizipationslücke hinterlassen und Raum für einen neuen Partizipationsdiskurs gelassen hat: »Die skizzierten Entwicklungen nach dem Impuls der Enquete-Kommission des Bundestags von 2002 erfordern eine erneuerte politische Agenda für die Engagementpolitik, wenn sie aus ihrem politischen Schattendasein heraustreten soll.«

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Klein: Bürgerschaftliches Engagement und politische Partizipation

PD Dr. Ansgar Klein, Geschäftsführer des BBE, leuchtet in seinem Input den Zusammenhang von Engagement und Partizipation differenzierter aus, um den Blick auf Zusammenhänge der engagementpolitischen und demokratiepolitischen Diskussionen zu lenken. Dafür betrachtet er zunächst die Diskussionen über die politischen Dimensionen des bürgerschaftlichen Engagements. Im Weiteren stellt er die Bezüge des Partizipationsprozesses zum Engagement eingehender dar, um von einer Verengung der demokratiepolitischen Diskussion auf Fragen der direkten Demokratie Abstand nehmen zu können. Begreift man politische Beteiligung als einen Prozess, dann werden die Engagementbezüge vor allem in den Phasen der Meinungs- und Willensbildung sowie in der Phase der Umsetzung von Entscheidungen deutlich. Dies betrifft vor allem deliberative, assoziative und kooperative Formen der Demokratie. Diese engen Zusammenhänge von Engagement und Partizipation ermöglichen neue Ansätze der Demokratiepolitik wie auch einer »civic education«: »Bürgerschaftliches Engagement und erweiterte Wege der politischen Beteiligung können der repräsentativen Demokratie einen Wärmestrom der Demokratisierung zuführen.«

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Röbke: Kommentar zu den Papieren und Vorträgen

Dr. Thomas Röbke, Geschäftsführer des Landesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement Bayern e.V., teilt die in den Papieren und Vorträgen von Dr. Jeannette Behringer, Prof. Dr. Adalbert Evers, Prof. Dr. Roland Roth und PD Dr. Ansgar Klein formulierte Forderung, dass die politischen Implikationen im Begriff des bürgerschaftlichen Engagements wieder stärker deutlich werden müssen. Gerade deshalb aber hält er es für notwendig, die Grenzverläufe zwischen Politik und Engagement zu konkretisieren, denn: »Wäre alles politisch, dann würde der Begriff entweder trivial werden oder eine Beteiligungspflichtigkeit allen Engagements unterstellen, die nicht weit von politischem Dogmatismus entfernt ist.« Die begrifflichen Angebote und Orientierungen der Inputgeber überzeugen ihn dabei noch nicht.

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Schöffmann: Kommentar zu den Papieren und Vorträgen

Dieter Schöffmann, Inhaber von VIS a VIS Beratung - Konzepte - Projekte, hinterfragt die begrifflichen Polaritäten in den Papieren und Vorträgen von Dr. Jeannette Behringer, Prof. Dr. Adalbert Evers, Prof. Dr. Roland Roth und PD Dr. Ansgar Klein. Davon ausgehend wirft er die Frage auf, welche Öffentlichkeiten das eigentlich wozu wissen wollen? Eine Einengung auf den Forschungsbereich wäre nicht sinnvoll, aber damit die Diskurse von nutzen sind, ist es notwendig, über den Tellerrand zu schauen und Verbindungen zu anderen Akteuren und Öffentlichkeiten herzustellen: »Ich plädiere also dafür, weniger nach dem Dachbegriff zu suchen und stattdessen mehr nach den Verbindungslinien zwischen Diskursen und Konzepten in unterschiedlichen Öffentlichkeiten und Fachkreisen.«

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Heuberger: Kommentar zu den Papieren und Vorträgen

Dr. Frank W. Heuberger, Beauftragter des Sprecherrates des BBE für europäische Angelegenheiten, kommentiert die vier Papiere und Vorträge von Dr. Jeannette Behringer, Prof. Dr. Adalbert Evers, Prof. Dr. Roland Roth und PD Dr. Ansgar Klein. Er zeigt die Gemeinsamkeiten der Beiträge bei den zugrunde liegenden Bezugspunkten und bei der Problemdiagnose auf, die er durch einen Blick nach England ergänzt. Dort sieht er eine bedrohliche Entwicklung: »In England will man die Lager klassischer Politikgestaltung und Zivilgesellschaft als Serviceleister wenn irgend möglich auseinander halten.« Solch ein Auseinanderdividieren der Zivilgesellschaft muss in Deutschland verhindert werden, wofür er seinen Beitrag mit einigen praktischen Vorschlägen schließt.

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Netzwerkprogramm Engagierte Stadt: Bewerbungen ab 7. Januar

Es gibt in Deutschland rund 3.500 Einrichtungen, die sich besonders der Unterstützung und Förderung des bürgerschaftlichen Engagements vor Ort verschrieben haben, von lokalen Freiwilligenagenturen bis Selbsthilfekontaktstellen. Diese Einrichtungen haben das Potenzial, als lokale Infrastruktureinrichtungen systematisch Engagement vor Ort zu entwickeln und zu fördern, sind aber in der Praxis oft unzureichend ausgestattet, zu wenig profiliert und kaum miteinander vernetzt. Hier setzt das Programm »Engagierte Stadt« an. Es will die Engagement unterstützenden Einrichtungen beraten, begleiten und finanziell in die Lage versetzen, vor Ort lokales Engagement und Engagementstrukturen zu stärken. Welchen Weg die lokalen Engagementorganisationen dabei beschreiten wollen, entscheiden sie selbst. Neben den Infrastruktureinrichtungen sollen die kommunale Verwaltung, Unternehmen, Vereine und Stiftungen an dem Prozess beteiligt werden, also möglichst alle, die mit dem Thema zu tun haben. Das Programm sieht vor, bis zu 50 Städte oder Gemeinden mit einem Gesamtvolumen von bis zu drei Millionen Euro über zunächst drei Jahre zu fördern. Bewerben können sich ab 7. Januar 2015 gemeinnützige Einrichtungen der skizzierten Art aus Kommunen mit 10.000 bis 100.000 Einwohner.

Weitere Informationen unter
www.engagiertestadt.de

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Berliner Freiwilligenbörse: Bewerbungen für Aussteller möglich

Die achte Berliner Freiwilligenbörse findet am 25. April 2015 statt. Das Motto lautet diesmal anlässlich des Europäischen Jahres der Entwicklung und Zusammenarbeit: »Engagement verbindet - weltweit!«. Potenzielle Börsenaussteller, die freiwillig engagierte Menschen suchen, können sich, ausschließlich online, ab dem 12. Januar bis zum 16. Februar 2015 bewerben. Infrage kommen Vereine, Projekte, Verbände, Initiativen und andere Akteure, die bürgerschaftlich engagiert und gemeinnützig tätig sind. Über die konkrete Zulassung entscheidet eine Jury am 23. Februar.

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Medien und Partizipation bei Jugendlichen: Leitfaden

Die Initiativen youthpart und youthpart #lokal entwickeln in einem Kompetenz-Netzwerk internetbasierte Beteiligungsmöglichkeiten für Jugendliche, um ePartizipation als wirkungsvolle, jugendgerechte und zeitgemäße Form der Beteiligung zu etablieren. Dabei setzen sie bei der Mediennutzung der jungen Generation, etwa beim Smartphone als Alltagsgegenstand und dessen Folgen für politisches und ehrenamtliches Engagement von Jugendlichen an. Ergebnisse der beiden Initiativen wurden in der Broschüre »Kommunale Jugendbeteiligung in der digitalen Gesellschaft - ein Leitfaden« zusammengefasst.

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»Wissen wuchern lassen«: Publikation

Wie gründe ich einen Gemeinschaftsgarten? Das Buch »Wissen wuchern lassen. Ein Handbuch zum Lernen in urbanen Gärten« von Severin Halder, Dörte Martens, Gerda Münnich u. a. (Hrsg.) beantwortet diese Frage. Es versammelt Erfahrungen verschiedener Berliner Projekte und gibt dadurch Einblick in die Vielfalt der urbanen Gärten und deren Bildungsmodelle. Dabei werden die Gemeinsamkeiten urbaner Gartenbildungspraxis deutlich gemacht. Das Buch ist eingebettet in das Projekt »Urban Gardening in Berlin: Qualifizierung, Netzwerkbildung und modellhafte Umsetzung im Garten- und Landbau und richtet sich an urbane GärtnerInnen, MultiplikatorInnen, GründerInnen von Gartenprojekten, BildungsreferentInnen, LehrerInnen und ForscherInnen.

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Unterausschuss BE: Protokoll zur 8. Sitzung

Am 3. Dezember 2014 fand die 8. Sitzung des Unterausschusses Bürgerschaftliches Engagement des Deutschen Bundestages in der 18. Legislaturperiode statt. Das Protokoll zur Sitzung liegt vor. Zentraler Tagungsordnungspunkt war die Vorstellung und Diskussion der Ergebnisse der Studie »Fragile Mitte – feindselige Zustände. Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2014«. Als Sachverständige nahmen Professor Dr. Andreas Zick, Autor der Studie und Leiter des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld, Timo Reinfrank von der Amadeu Antonio Stiftung und Jutta Weduwen von der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste teil.

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Gut leben in Deutschland: Bürgerdialoge-Kampagne

Im Koalitionsvertrag zur Bildung einer Bundesregierung wurde vereinbart, Bürgerdialoge zur Regierungsstrategie »Gut leben in Deutschland – was uns wichtig ist« durchzuführen. Ziel ist es, Maßstäbe für Lebensqualität in all ihren Facetten zu identifizieren. Die Ergebnisse der Bürgerdialoge, die online wie offline stattfinden, werden mit Unterstützung unabhängiger WissenschaftlerInnen ausgewertet und münden in einen Bericht, ein Indikatoren-System und einen Aktionsplan für mehr Lebensqualität in Deutschland. Im 2. und 3. Quartal 2015 finden über das ganze Bundesgebiet verteilt Bürgerdialoge statt. Einige werden von der Bundesregierung unter Beteiligung der Kanzlerin und der MinisterInnen realisiert. Um die BürgerInnen möglichst breit einzubeziehen, setzt die Regierung darauf, dass zivilgesellschaftliche Organisationen und Gruppen im eigenen Namen Bürgerdialoge im Rahmen der Regierungsstrategie selbstständig durchführen. Dafür bietet die Bundesregierung einen Werkzeug-Koffer mit standardisierten Veranstaltungsformaten und Informations- und Moderationsunterlagen an, damit sowohl der Ablauf als auch die Ergebnisdokumentation aller Veranstaltungen vergleichbar sind. Für den Zugriff auf den Werkzeug-Koffer der Bundesregierung sind Zugangsdaten erforderlich. Diese können beim Kontaktbüro angefordert werden. Bei 100 Veranstaltungen wird die Bundesregierung zudem durch jeweils zwei MitarbeiterInnen vor Ort vertreten sein und ModeratorInnen zur Verfügung stellen. Die online-Beteiligungsplattform www.gut-leben-in-Deutschland.de wird parallel im März 2015 starten.

Kontaktbüro
E-Mail: kontaktbuero(at)bpa.bund.de

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Caritas veröffentlicht Eckpunkte zum bürgerschaftlichen Engagement

Anfang Dezember 2014 veröffentlichte die Caritas »Eckpunkte zum bürgerschaftlichen Engagement im Verständnis der Caritas«. In dem Papier werden die Rollen, Aufgaben und Herausforderungen der verbandlichen Caritas im Zusammenhang mit bürgerschaftlichem Engagement reflektiert. Dabei wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Thema aus der Sicht der Bundesebene des Deutschen Caritasverbandes (DCV) analysiert wird. Sie richten sich nicht nur, aber in erster Linie nach innen: »Diese Eckpunkte sollen zur Auseinandersetzung der Caritas mit ihrer Rolle als zivilgesellschaftliche Akteurin und ihrem Verhältnis zum bürgerschaftlichen Engagement anregen und zur stärkeren Umsetzung einladen.« Die Eckpunkte wurden auf der Delegiertenversammlung des DCV am 15. Oktober 2014 beschlossen und in der Zeitschrift »neue caritas« Nummer 21/2014 publiziert.

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Projektassistenz »Civil Academy«: Stellenausschreibung

Das BBE sucht für das Qualifizierungsprogramm »Civil Academy« zum 15. Februar 2015 eine Projektassistentin/ einen Projektassistenten für das Gemeinschaftsprogramm »Civil Academy« (m/w) in einem Zeitumfang von derzeit 85 Prozent der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit. Die Vergütung erfolgt nach der Entgeltgruppe 8 des TVöD/Bund/Ost mit den üblichen Sozialleistungen in Anlehnung an die Leistungen des öffentlichen Dienstes. Der Arbeitsort ist Berlin. Die Stelle ist befristet bis 31. Dezember 2017. Bewerbungen sind bis zum 18. Januar 2015 erbeten. Genaue Angaben zum Profil der Stelle befinden sich auf der Homepage des BBE.

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Zeitzeichen: Kongress für engagierte BürgerInnen

Am 5. Februar 2015 findet der »ZEITZEICHEN« Kongress im Kosmos, Berlin Friedrichshain statt. Ausgehend von einer dort präsentierten Studie von Prof. Dr. Kruse setzt der Kongress an der These an, dass ein Teil der Gesellschaft Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung als Lebensinhalt wählt, während der andere Teil Solidarität in den Mittelpunkt stellt. Welche Ideen sprechen sowohl Menschen an, die Selbstverwirklichung verfolgen, als auch Menschen, die sich mehr Solidarität wünschen? Mittels eines computergestützten interaktiven Moderationstools sollen sich die Teilnehmenden über die »Sozialen Fragen der Gegenwart« austauschen und gemeinsam Lösungsvorschläge erarbeiten. Die Erkenntnisse werden dokumentiert und publiziert. Veranstalter sind der Deutsche Kinderschutzbund, der dm-drogerie markt und die GLS Bank Stiftung. Die Teilnahme am Kongress ist kostenlos. Die Teilnehmendenzahl ist auf 300 Personen begrenzt. Anmeldungen sind bis zum 19. Januar 2015 kostenfrei möglich.

Weitere Informationen unter
sozialefragen.de/kongress/

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Politische Partizipation als Ziel Politischer Bildung: Tagung

Das Haus am Maiberg und die Bundeszentrale für politische Bildung veranstalten am 9./10. Februar 2015 eine Fachtagung zum Thema »Politische Partizipation als Ziel der Politischen Bildung«. Mit Kritikwerkstätten, ExpertInnengesprächsrunden und einer Utopiewerkstatt geht es um die Perspektive politischer Partizipation als Ziel politischer Bildung. Die Veranstaltung findet in Heppenheim statt und kostet 25 Euro für Tagung, Übernachtung und Verpflegung. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt, Anmeldeschluss ist der 20. Januar 2015.

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Prof. Dr. Annette Zimmer ist neue Präsidentin von ISTR

Am 16. Dezember 2014 informierte die International Society for Third-Sector Research (ISTR) über das neu gewählte Präsidium, an deren Spitze nunmehr Prof. Dr. Annette Zimmer, Professorin für Deutsche und Europäische Sozialpolitik und Vergleichende Politikwissenschaft am Institut für Politikwissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, steht. ISTR, 1992 gegründet, ist der bedeutendste, internationale Zusammenhang zur Erforschung und Lehre zu den Bereichen Zivilgesellschaft, Philanthropie und Nonprofit-Sektor. Die alle zwei Jahre realisierte Weltkonferenz von ISTR fand im vergangenen Jahr in Münster statt.

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IDA-Publikationen zur Antirassismusarbeit

Das Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e.V. (IDA) hat 2014 drei Reader zu aktuellen Themen der Antirassismusarbeit publiziert. Einen Reader zum salonfähig gewordenen »Rechtspopulismus und Rechtsextremismus in Europa«, in dem nach Gegenstrategien für die politische Bildungsarbeit gefragt wird. Eine Publikation über Bundesprogramme gegen Rechtsextremismus. Prävention und Intervention auf dem Prüfstand, die nach 20 Jahren Bundesprogramme gegen rechts Bilanz zieht und einen Blick auf die Gesamtentwicklung der Bundesprogramme wirft. Und schließlich einen Reader zu »Antiziganismus«, in dem es um Grundlagen für eine Bildungsarbeit gegen rassistische Stereotype und Diskriminierung von Sinti und Roma geht. Alle Publikationen können gegen Portokosten zzgl. einer Versandkostenpauschale in Höhe von 3 Euro pro Sendung bestellt werden.

Weitere Informationen unter
www.idaev.de/aktuelles/neuerscheinungen/

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BE im Umfeld von Pflege: Dokumentation

Am 16. Oktober 2014 fand in den Räumen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend der vom Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. durchgeführte Fachworkshop »Pflege und Betreuung in sozialer Gemeinschaft – Bürgerschaftliches Engagement im Umfeld von Pflege« statt. Die Vorträge und Ergebnisse der Arbeitsgruppen sind in einer Dokumentation zusammengefasst. Die Dokumentation richtet sich an alle Interessierten, die nach Impulsen und Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung des Engagementfelds Pflege suchen. Die dort vorgestellten Studienergebnisse des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) wurden im Rahmen des ZQP Themenreports »Freiwilliges Engagement im pflegerischen Versorgungsmix« veröffentlicht.

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»Bürgerschaftliches Engagement in ambulant betreuten Wohngemeinschaften«: Publikation

Die Dissertation »Bürgerschaftliches Engagement in ambulant betreuten Wohngemeinschaften« von Christine Schwendner beschäftigt sich mit der Bedeutung des bürgerschaftlichen Engagements in dieser Wohn- und Betreuungsform und zeigt die Faktoren auf, die dieses Engagement fördern oder hindern. Insgesamt vier zentrale Ergebnisse zum bürgerschaftlichen Engagement in ambulant betreuten Wohngemeinschaften werden, mit Bezug auf die empirische Auswertung, begründet und mit Hilfe von Erkenntnissen aus Gruppendiskussionen mit ExpertInnen validiert.

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»Betterplace Trendreport 2014«: Publikation

Wie können Stiftungen die Trends »Crowdfunding«, »Shareconomy«, »Giving Days« oder »Facebook fürs Gute« für ihre Arbeit nutzen? Wer treibt die Trends voran? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der »betterplace lab Trendreport«. Im Internet sprießen täglich unzählige neue digitale Ideen, Anwendungen und Projekte. Relativ wenige davon sind jedoch langlebig. Der Trendreport untersucht diese vielen »CASES« nach gemeinsamen Eigenschaften und identifiziert dadurch neue digitale Trends für die Zivilgesellschaft. Hierbei konzentriert sich der Report vor allem auf Webseiten und Programme, die Potenzial für den sozialen Sektor haben. Bei der Bestellung arbeitet Betterplace mit dem Pay as you like Prinzip: Der Trendreport ist prinzipiell kostenlos, es kann jedoch eine freiwillige Spende erfolgen.

Publikation bestellen unter
trendreport.betterplace-lab.org/bestellen

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Hinweis

Der nächste Newsletter erscheint am 22. Januar 2015.
Redaktionsschluss ist der 15. Januar 2015.

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Die Beiträge dieses Newsletters geben, sofern nicht ausdrücklich als solche Nachrichten gekennzeichnet, nicht die Meinung des BBE wieder, sondern repräsentieren die Vielstimmigkeit der Meinungen und Akteure im BBE und im Feld der Engagementförderung und -politik. Die Redaktion des Newsletters verfolgt das Ziel, die jeweils aktuellsten und wichtigsten Nachrichten für die Leserschaft zusammenzustellen.

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Redaktion: PD Dr. Ansgar Klein, Dr. Rainer Sprengel und Jana Börsdamm, B.A. 

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