Newsletter Nr. 20 vom 7.10.2013

Unternehmensengagement: Brigitta Wortmann, BP Europa SE, und Peter Kusterer, IBM, im Interview
Hinze: Gutes tun allein reicht nicht
Ischinger: Corporate Volunteering aus Sicht von NPOs
Amrhein: Neue Kooperationsformen sind gefragt
Lang: Qualifizierung von NPOs für Unternehmenskooperation
Hennicke/ Oldenburg: Selbstbestimmt Engagement gestalten
Baier/ Müller/ Werner: Stadt der Commonisten
Klenter: Missbrauch von Freiwilligendiensten
Allianz für Beteiligung in Baden-Württemberg
Berliner Tage des Interkulturellen Dialogs
Berliner Online-Freiwilligenmagazin »Vielfalt in der engagierten Stadtgesellschaft«
Demokratie-Tag Rheinland-Pfalz: Einmischen und Mitgestalten
Bürgerschaftliches Engagement im neuen Bundestag
Freiwilliges Engagement: Thesen der Diakonie
Hoelscher: Kommentar zum Ende von »Big Brothers Big Sisters«
Nährlich: Kommentar zu 16 Jahren Förderpolitik
Migrantenorganisationen im Spiegel der Generationen: Tagung
Unser Dorf hat Zukunft: BBE wirkt bei Wettbewerb mit
7. BBE-Mittagsgespräch «Partizipation und Bürgerbeteiligung»
Sitzung der AG 8: Vorbereitung eines AG-übergreifenden Workshops
SEPA – Handlungserfordernisse für Vereine: Veranstaltung
BBE-Mitglied des Monats Oktober 2013: Generali Zukunftsfonds
Jahrbuch Engagementpolitik 2014 vorbestellbar
Vielfalt leben: vhw-Verbandstag
Zivilgesellschaft verstehen, Engagement fördern: Veranstaltung
Roma-Gedenkveranstaltung: Bericht
Prof. Dr. Adalbert Evers beim Stifterverband auf youtube
Töpfer/ Volkert/ Mans: Verändern durch Wissen (Publikation)
Hinweis

Dieser Schwerpunkt wirft einen multiperspektivischen Blick auf das Thema Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Im ersten Block geht es um Wirtschaft als Kooperationspartner und Unterstützer von Aktivitäten für das Gemeinwohl. Im Interview beantworten Brigitta Wortmann und Peter Kusterer Fragen der Redaktion zu Corporate Volunteering, Strategien und Kooperationen. Florian Hinze betrachtet die Berichterstattung von Unternehmen über Corporate Citizenship. Tiffany Ischinger analysiert, wie sich Corporate Volunteering aus Sicht von NPO darstellt. Reinhard Lang befasst sich damit, wie NPO fit gemacht werden können für erfolgreiche Kooperationsbeziehungen mit Wirtschaftsunternehmen. Für neue Kooperationsformen plädiert Uwe Amrhein in seinem Gastbeitrag. Im zweiten Block geht es um Themen, bei denen Wirtschaft und Zivilgesellschaft eine Verbindung im Handeln eingehen. Marlene Hennicke und Felix Oldenburg thematisieren, wie aus erstem, selbstbestimmten Engagement Sozialunternehmer entstehen können. Andrea Baier, Dr. Christa Müller und Karin Werner stellen in ihrem Gastbeitrag die Elemente einer aus der Zivilgesellschaft kommenden »Sharing Economy« dar. Peter Klenter schließlich warnt vor einem Missbrauch von Freiwilligendiensten als Lückenbüßer für nicht mehr bezahlbare Erwerbsarbeit.

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Unternehmensengagement: Brigitta Wortmann, BP Europa SE, und Peter Kusterer, IBM, im Interview

Was wird konkret unter Corporate Volunteering (CV) verstanden? Wie sieht der Erfahrungsaustausch über unterschiedliche CV-Strategien aus? Welche Aktivitäten werden unterstützt und welche sind von vornherein ausgeschlossen? Diesen und anderen Fragen von Mareike Jung, BBE-Newsletter-Redaktion, stellten sich Brigitta Wortmann, BP Europa SE, und Peter Kusterer, IBM.

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Hinze: Gutes tun allein reicht nicht

Florian Hinze, PHINEO, setzt sich in seinem Gastbeitrag mit der Berichterstattung über Corporate Citizenship (CC) durch die Unternehmen auseinander. Ende 2012 hatte PHINEO große Spendenorganisationen daraufhin analysiert, wie transparent sie über die Wirkung ihrer Projektarbeit berichten. Komplementär dazu untersuchte PHINEO nun, wie transparent DAX-Unternehmen über ihr Corporate Citizenship berichten und wie verfügbar diese Informationen sind (Berichtszeitraum 2012, auf Basis der Websites sowie der Jahres- und CSR-Berichte). Obgleich Eigenberichterstattung zu CC als ein wichtiges Argument für Reputationsgewinn gilt, ist diese insgesamt doch sehr zurückhaltend. Hinze sieht daher Bedarf an einer stärkeren Berichterstattungskultur, besonders wenn sie dabei auch auf Wirkungen des CC abstellt.

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Ischinger: Corporate Volunteering aus Sicht von NPOs

Tiffany Ischinger, Absolventin (MPP) der Hertie School of Governance, diskutiert in ihrem Gastbeitrag, wie sich Corporate Volunteering (CV) aus Sicht von NPOs in Deutschland darstellt. Tatsächlich zeichnet sich die bisherige Debatte dadurch aus, dass insbesondere der Nutzen von Corporate Citizenship (CC) und CV für Unternehmen, also der »business case« betrachtet wird. Ob und was solche CC- und CV-Maßnahmen für und aus Sicht von NPOs bringen, wird dabei wenig thematisiert. Ausgehend von Austin’s Collaboration Continuum-Modell präsentiert Ischinger zentrale Ergebnisse einer von ihr durchgeführten empirischen Untersuchung.

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Amrhein: Neue Kooperationsformen sind gefragt

Uwe Amrhein, Generali Zukunftsfonds, plädiert für eine veränderte Kooperationskultur beim Unternehmensengagement. Gerade wenn das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen sich künftig auf die Lösung bestimmter Probleme konzentrieren will, bedarf es geeigneter Kooperationsbeziehungen in der Zivilgesellschaft und zwischen den Unternehmen. Das schließt die Investition in neue Kooperationsformen zwischen öffentlicher Hand und Zivilgesellschaft mit ein, aber ebenso die Bündelung unternehmerischer Aktivitäten im Gemeinwohlbereich, denn: »Fördernetzwerke, die sich gemeinsam einem Thema verschreiben, sind wirksamer als Einzelaktivitäten.«

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Lang: Qualifizierung von NPOs für Unternehmenskooperation

Kooperationsfähigkeit will gelernt sein und kann gelernt werden. Dr. Reinhard Lang, UPJ Netzwerk für Corporate Citizenship und CSR, befasst sich in seinem Gastbeitrag mit dieser besonderen Form von Capacity Building für NPOs. Im Mittelpunkt seines Beitrages steht die Initiative GUTE SACHE, die sich am niederländischen Projekt »Goede Zaken« orientiert. GUTE SACHE schließt an die Einführung der Marktplatz-Methode an, die in über 90 Kommunen gut 15.000 neue Kooperationen zwischen NPOs und Unternehmen angestoßen hat. GUTE SACHE soll NPOs für Unternehmenskooperationen »on the job« innerhalb eines kurzen Zeitraums qualifizieren und damit einen Beitrag für den Ausbau und die Vertiefung von Unternehmenskooperationen in Deutschland schaffen.

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Hennicke/ Oldenburg: Selbstbestimmt Engagement gestalten

Marlene Hennicke, Programmmanagerin Youth Changemaker City bei Ashoka, und Felix Oldenburg, Geschäftsführer von Ashoka, gehen in ihrem Gastbeitrag der Frage nach, wie selbstbestimmtes, erstes Engagement zur beruflichen Karriere führt. Im Rahmen ihrer Förderung von herausragendem personalen Engagement hat Ashoka weltweit in über 70 Ländern viele tausend intensive Gespräche geführt. Vor diesem Hintergrund stellen sie dar, wie die Förderung ersten Engagements von Jugendlichen aussehen sollte, damit nonkonforme Lebenswege hin zu sozialem Unternehmertum wahrscheinlicher werden. 

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Baier/ Müller/ Werner: Stadt der Commonisten

Das Handlungsmotiv des praktischen Tuns und Umgestaltens, wie es für Corporate Volunteering (CV) charakteristisch ist, begegnet auch in Form eines allgemeinen gesellschaftlichen Trends der Wiederaneignung und Gestaltung öffentlicher Räume, in der DIY-Bewegung. Im Fokus der neuen »Do it yourself« und der »Do it together« Bewegung stehen Gärtnern, Teilen und Tauschen, Selbermachen, Upcycling, die Umdeutung und Wiederaneignung von handwerklichen Fähigkeiten, die Öffnung von Design und Schaltplänen, das Schaffen von Allmenden, das »Hacken« von Dingen und das »Hacken« von Räumen. Andrea Baier, Dr. Christa Müller und Karin Werner stellen in ihrem Gastbeitrag die Elemente dieser Sharing Economy, des kollaborativen Konsums und der smarten Nutzung von Stadträumen dar, als Ausdruck eines Lebensstils, den sie mit feiner Ironie als »commonistisch« bezeichnen.

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Klenter: Missbrauch von Freiwilligendiensten

Seit einiger Zeit wird eine Ökonomisierung von Freiwilligendiensten beobachtet. So greifen Kommunen, denen aufgrund knapper Haushaltskassen die Hände gebunden sind, vermehrt auf Freiwilligendienstformate zurück. Peter Klenter setzt sich in seinem Gastbeitrag kritisch mit dem Missbrauch von Freiwilligendiensten als Lückenbüßer für nicht mehr zu bezahlende Erwerbsarbeit auseinander. Anhand von drei Fällen erläutert Klenter aus arbeitsrechtlicher Sicht, ob und - falls ja - wie Freiwilligendienste zweckentsprechend gebraucht oder zweckentfremdend missbraucht werden. Er kommt zu dem Fazit, dass »eine Missbrauchsdiskussion sich nicht auf das Besprechen von Fällen beschränken darf, sondern auch eine klare Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben (…) bewirken muss.«

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Allianz für Beteiligung in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg hat sich mit der »Initiative Allianz für Beteiligung« ein Netzwerk formiert, das sich für Bürgerbeteiligung und politische Partizipation einsetzen will. Die Netzwerkgründung ging aus dem Kongress für Beteiligung in Stuttgart hervor, bei dem über 70 verschiedene Akteure Interesse an der Mitarbeit im Netzwerk signalisiert haben. Grundsätzlich richtet sich die Allianz für Beteiligung an Initiativen, Vereine, Verbände und sonstige Gruppierungen, die politischer Partizipation mehr Gewicht verleihen und sie in Baden-Württemberg nachhaltig als Stärkung der repräsentativen Demokratie verankern möchten. Aber auch Einzelpersonen mit diesen Interessen können Mitglied im Netzwerk werden. Um das Netzwerk weiter ausbauen zu können, hat die Allianz für Beteiligung starke Partner für sich gewinnen können. So fördern neben der Baden-Württemberg Stiftung und der Robert Bosch Stiftung auch die Breuninger Stiftung und die Führungsakademie Baden-Württemberg das Projekt. 

Weitere Informationen unter
allianz-fuer-beteiligung.de
 
Erste Ausgabe des Newsletters unter
allianz-fuer-beteiligung.de/newsletter/

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Berliner Tage des Interkulturellen Dialogs

Vom 15. Oktober bis 15. November 2013 finden in Berlin die 11. Tage des Interkulturellen Dialogs statt. Das diesjährige Motto lautet: Grenzen überschreiten – Perspektiven erweitern. Die Veranstaltungsreihe ist eine gemeinsame Initiative des Antirassistisch-Interkulturellen Informationszentrums ARiC Berlin e.V. und eines breiten Netzwerks von Organisationen und Institutionen: Vereine, Bildungseinrichtungen, Nachbarschaftszentren, Verwaltungen, Unternehmen, Selbstorganisationen von MigrantInnen, Quartiersmanagementbüros und Privatpersonen sind beteiligt an der Gestaltung der »Berliner Tage des Interkulturellen Dialogs«. Besonders wichtig ist die Schaffung echter Dialogsituationen mit einer entsprechen Atmosphäre des aufmerksamen und offenen Austausches. 

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Berliner Online-Freiwilligenmagazin »Vielfalt in der engagierten Stadtgesellschaft«

Das Berliner Online-Freiwilligenmagazin »Vielfalt in der engagierten Stadtgesellschaft« ist seit dem 13. September 2013 online. Herausgeber des Magazins ist die Berliner Landesfreiwilligenagentur »Treffpunkt Hilfsbereitschaft«. Drei Rubriken bilden die Vielfalt der Stadtgesellschaft ab: Menschen, Orte, Themen. Das Magazin bietet eine Mischung aus Texten, Audiobeiträgen, Fotostrecken und in Zukunft auch Videos. Durch Portraits, Interviews mit ExpertInnen, Blicke hinter die Kulissen von Vereinen und Organisationen und Bilder aus der Stadt sollen unterschiedliche Stimmen und Erfahrungen hörbar und sichtbar gemacht werden. 

Freiwilligenmagazin unter
www.freiwilligen-magazin.info

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Demokratie-Tag Rheinland-Pfalz: Einmischen und Mitgestalten

Der Demokratie-Tag Rheinland-Pfalz findet am 31. Oktober erstmals als »die Messe für Kinder- und Jugendbeteiligung« unter dem Motto »Einmischen & Mitgestalten« statt. Die Veranstaltung bietet ein vielfältiges Angebot rund um die Themen Demokratiepädagogik und Kinder- und Jugendpartizipation. Die Themen reichen von der Kita über die Schule bis zu Fragen politischer Beteiligung. Der Demokratie-Tag richtet sich an Erwachsene und Jugendlichen, die sich für Kinder- und Jugendbeteiligung, für Demokratie und Partizipation interessieren. Mit Ausstellungsständen, Workshops, Filmen und Diskussionen bietet der Demokratie-Tag Informationen, Austausch und Weiterbildung für alle Interessierten. Schirmherrin der Veranstaltung ist Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Der Demokratie-Tag wird von der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik e.V. (DeGeDe) zusammen mit einem breiten Bündnis aus zivilgesellschaftlichen und staatlichen Einrichtungen veranstaltet. 

Weitere Informationen unter
www.demokratietag-rlp.de
 
Anmeldung unter
www.demokratietag-rlp.de/anmeldung

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Bürgerschaftliches Engagement im neuen Bundestag

Mit dem Beginn einer neuen Legislaturperiode haben viele Mitglieder des Unterausschusses »Bürgerschaftliches Engagement« das Parlament verlassen. Von den 13 ehemaligen Mitgliedern des Unterausschusses sind noch 5 im neuen Bundestag der 18. Wahlperiode vertreten: Marcus Grübel, Katharina Landgraf und Dr. Peter Tauber von der CDU/CSU sowie Gerold Reichenbach und Sönke Rix von der SPD. Die ausgeschiedenen Abgeordneten sind entweder nicht mehr zur Wahl angetreten, wie Ute Kumpf von der SPD, oder wurden nicht wieder gewählt. Aktuell steht die Einrichtung eines Hauptausschusses für »Bürgerschaftliches Engagement« zur Diskussion, für den sich jüngst der ehemalige Vorsitzende des Unterausschusses BE, MdB Marcus Grübel, in einem Interview ausgesprochen hat (BBE-Newsletter 14/2013). Auch die anderen Fraktionen begrüßen einen ständigen Engagement-Ausschuss, um dem Thema Bürgerschaftliches Engagement mehr Gewicht zu verleihen. Die weitere Entwicklung bleibt also abzuwarten. 

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Freiwilliges Engagement: Thesen der Diakonie

Die Diakonie hatte 2011 als verbandliches Jahresthema Freiwilliges Engagement gewählt und in diesem Rahmen eine repräsentative Studie »Freiwilliges Engagement in Einrichtungen und Diensten der Diakonie« durchgeführt. Auf dieser Basis wurden nun »10 Thesen zur Weiterentwicklung von Freiwilligem Engagement« als Empfehlungen eines Kreises von ExpertInnen aus Bundes-, Landes- und Fachverbänden sowie der Wissenschaft vorgelegt.

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Hoelscher: Kommentar zum Ende von »Big Brothers Big Sisters«

Die Geschäftsführung des erfolgreichen Mentorenprogramms »Big Brothers Big Sisters« beschloss im September 2013, dieses Programm zu Ende 2014 auslaufen zu lassen und forderte die Förderer auf, stattdessen »Balu und Du« zu fördern. Dr. Philipp Hoelscher, Bereichsleiter Analyse & Forschung bei der PHINEO gemeinnützige AG, kommentiert diese Entscheidung der Selbstauflösung. Letztlich handelt es sich um eine sozialunternehmerische Entscheidung gegen ein gutes Programm zugunsten eines ebenso guten, aber kostengünstigeren Programms, dass damit bei gleichem Mitteleinsatz eine höhere Reichweite haben kann: »Unternehmertum kann mitunter auch bedeuten, unbequeme Entscheidungen treffen zu müssen. Welche Auswirkungen hat das, wollen wir das, und wenn ja: zu welchem Preis?«

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Nährlich: Kommentar zu 16 Jahren Förderpolitik

In einem Kommentar in der Zeitschrift Die Stiftung 5/13 blickt Dr. Stefan Nährlich, Geschäftsführer der Aktiven Bürgerschaft e.V., zurück auf 16 Jahre Bundesförderpolitik für bürgerschaftliches Engagement. Im Zuge der diversen Ministerinnenwechsel sowie der angefangenen und wieder abgebrochenen Förderungen steht er der stets geäußerten Erwartung einer Begegnung auf Augenhöhe mehr als skeptisch gegenüber: »Am Ende steht nach 16 Jahren die Einsicht, dass sich die Umstände nicht ändern werden, wenn sich nicht die Strukturen ändern.« Deshalb fordert er ein höheres Eigenengagement und mehr Investitionen des zivilgesellschaftlichen Bereichs in die eigene Interessenvertretung und Forschung. In den Worten des international anerkannten Zivilgesellschafters Jai Naidoo im Vorwort des Civil Society Reports 2013 von CIVICUS (BBE Europa-Nachrichten 7/2013): »I learnt that those in power only respected us when we had power.« 

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Migrantenorganisationen im Spiegel der Generationen: Tagung

Am 9. und 10. November 2013 veranstaltet die BBE-Arbeitsgruppe 5 »Migration und Teilhabe« in enger Kooperation mit BIFF – Bildung, Integration, Frauen, Familie e.V. die Fachtagung »Migrantenorganisationen im Spiegel der Generationen« im Kongresszentrum Westfalenhallen in Dortmund. Anmeldeschluss ist der 30. Oktober 2013. Die Fachtagung möchte konkrete Handlungsansätze für die Anregung und Gestaltung gelungener Verständigungs- und Kooperationsprozesse zwischen den Generationen erarbeiten. In sechs Zukunftsforen werden die Kompetenzen der TeilnehmerInnen gezielt aufgegriffen und einbezogen. Gefördert wird die Tagung vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Ab sofort kann man sich für die Tagung über ein Online-Formular anmelden. 

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Unser Dorf hat Zukunft: BBE wirkt bei Wettbewerb mit

Seit 1961 gibt es den Wettbewerb »Unser Dorf hat Zukunft«, in der Bundesrepublik lange unter dem Namen »Unser Dorf soll schöner werden«, in der ehemaligen DDR mit dem Titel »Schöner unsere Städte und Gemeinden - mach mit«. Über 100.000 Dörfer und Gemeinden haben sich in diesem Zeitraum beteiligt. Am 24. September 2013 ist im Gemeinsamen Ministerialblatt Nr. 48, S. 971-974 die Ausschreibung für den 25. Wettbewerb 2014-2016 des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) erschienen. Ziel des Wettbewerbs, der zunächst auf Länderebene durchgeführt wird, ist die Belebung und Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements im ländlichen Raum. Das BBE ist neu zu den insgesamt 15 zivilgesellschaftlichen Organisationen hinzugekommen, mit denen das BMELV bei der Wettbewerbsdurchführung kooperiert.


Weitere Informationen unter
www.dorfwettbewerb.bund.de

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7. BBE-Mittagsgespräch «Partizipation und Bürgerbeteiligung»

Am 19. September 2013, unmittelbar vor der Bundestagswahl, fand in den Räumen von BP Europa SE das 7. BBE-Mittagsgespräch unter der Moderation von Dr. Serge Embacher (BBE) zum Thema »Partizipation und Bürgerbeteiligung« statt. Nach einem Impulsreferat von Prof. Dr. Roland Roth (Netzwerk Bürgerbeteiligung) und einem Kommentar von Hanns-Jörg Sippel (Stiftung Mitarbeit) erörterten geladene VertreterInnen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft den aktuellen Stand und die Perspektiven von Bürgerbeteiligung in Deutschland. Bei der Diskussion wurde u.a. das Problem einer fehlenden Repräsentativität angesprochen. So beteiligen sich oft nur die besser Situierten an Bürgerbeteiligungsverfahren, während ein Großteil der Gesellschaft nicht erreicht wird. Es genügt somit nicht, nur Bürgerbeteiligungsformate zu produzieren, sondern es müssen Verfahren gefunden werden, die Repräsentativität herstellen und BürgerInnen zur Beteiligung mobilisieren. Die Rückkehr zu einem erweiterten Engagement-Begriff, der Bürgerbeteiligung mit einbezieht, könnte hierbei hilfreich sein. Die TeilnehmerInnen waren sich einig, dass Bildung, aber auch Qualifizierungsangebote in der Verwaltung einen wichtigen Schlüssel zu mehr Inklusion bilden: Eine Beteiligungskultur muss erst wachsen. Letztendlich erfordert Partizipation die Bereitschaft von Politik und Verwaltung, diese zuzulassen. Hier sind vor allem neue politische Leitbilder notwendig, die den Beteiligungsaspekt einbeziehen.

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Sitzung der AG 8: Vorbereitung eines AG-übergreifenden Workshops

Die Arbeitsgruppe 8 »Demografischer Wandel« des BBE tagte am 18. September in Hannover. Thematischer Schwerpunkt der 25. Sitzung war die Vorbereitung eines Workshops, zu dem die SprecherInnen aller BBE-Arbeitsgruppen am 15. November nach Köln eingeladen sind. Gastgeber ist der Generali Zukunftsfonds als strategischer Partner des diesjährigen BBE-Schwerpunktthemas »Bürgerschaftliches Engagement im Demografischen Wandel«. Auf dem Workshop soll ein Diskussionspapier zu den Auswirkungen des Demografischen Wandels auf das bürgerschaftliche Engagement vertiefend bearbeitet werden. Für die Keynote hat bereits der geschäftsführende Direktor des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, Dr. Reiner Klingholz, zugesagt. Das Workshop-Konzept und die aktuelle Fassung des Demografie-Papiers werden den SprecherInnen auf ihrer Sitzung am 15. Oktober vorgestellt. Die AG 8 trifft sich zu ihrer nächsten Arbeitsgruppensitzung am 21. November in Berlin. 

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SEPA – Handlungserfordernisse für Vereine: Veranstaltung

Am 4. November 2013 laden AWV - Arbeitsgemeinschaft für wirtschaftliche Verwaltung e.V. und das BBE zu der Fachveranstaltung »SEPA-Lastschriftverfahren - Handlungserfordernisse für Vereine« nach Berlin ein. Die kostenlose Veranstaltung möchte Vereinen Informationen an die Hand geben, wie die Umstellung zum SEPA-Lastschriftverfahren rechtssicher und mit möglichst geringem administrativem Aufwand gelingen kann. Eine Anmeldung ist bis zum 25. Oktober bei Laura Stein möglich.

 
Kontakt Laura Stein unter
E-Mail: stein(at)awv-net.de

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BBE-Mitglied des Monats Oktober 2013: Generali Zukunftsfonds

Unser erstes Mitglied des Monats im Oktober ist der Generali Zukunftsfonds (GZF). Die Generali Deutschland Gruppe fördert mit dem Zukunftsfonds unter dem Leitbild »Der demografische Wandel - unsere gemeinsame Herausforderung« ausgewählte Projekte und Initiativen im Themenfeld. Der demografische Wandel ist in diesem Jahr ebenfalls Themenschwerpunkt des BBE. Daher sind der GZF und das BBE für 2013 eine Partnerschaft eingegangen, um die fachliche Koordinierung und Begleitung des Themas im Netzwerk zu unterstützen. Neben der Förderung von Projekten und der Wissenschaft sowie intensiver Netzwerkarbeit gibt der Zukunftsfonds die Publikationsreihe »Monitor« heraus, in der aktuelle Forschungsergebnisse präsentiert werden. Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe des Monitors »Alter. Macht. Staat. Politische Teilhabe der Generation 65 plus« ist die gesellschaftliche Teilhabe von Älteren. Mit der Generali Altersstudie hat der GZF Ende 2012 eine umfangreiche und viel beachtete Erhebung zum Leben, Denken und Engagement der Älteren veröffentlicht. Diese soll die Lebensbedingungen und Einstellungen der älteren bzw. älter werdenden Bevölkerung in Deutschland stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken. 

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Jahrbuch Engagementpolitik 2014 vorbestellbar

»Engagement- und Demokratiepolitik« lautet - im Jahr der Bundestagswahl - das Schwerpunktthema des zweiten engagementpolitischen Jahrbuchs des BBE. Engagementpolitik hat immer auch eine demokratiepolitische Dimension. Diese zielt in erster Linie auf die gleichberechtigte Teilnahme der engagierten BürgerInnen an politischen Entscheidungsprozessen und auf die Partizipation der organisierten Zivilgesellschaft mit ihren Träger- und Förderorganisationen im politischen Mehrebenensystem. Das Jahrbuch des BBE dokumentiert zudem die relevanten engagementpolitischen Ereignisse, Diskurse sowie die Aktivitäten im BBE. Es stellt damit ein unverzichtbares Arbeitsmittel und Nachschlagewerk für den fachlichen und politischen Diskurs dar. Zielgruppe sind die mit Engagement- und Demokratiepolitik. beruflich oder ehrenamtlich befassten AkteurInnen. Das Jahrbuch wird von PD Dr. Ansgar Klein, Dr. Rainer Sprengel und Dipl.-Pol. Johanna Neuling herausgegeben AbonnentInnen beziehen das Jahrbuch zum Fortsetzungspreis von 21,80 Euro statt 26,80 Euro. Das Jahrbuch erscheint im November 2013 und kann ab sofort über den Wochenschau Verlag vorbestellt werden. Unter der Rubrik »Supplements« gibt es zudem ein umfangreiches Online-Angebot mit Hintergrundberichten zu den Themen »Stellungnahmen der MdBs zum Ersten Engagementbericht«, »Eine Forschungsagenda im Ausgang vom Engagementbericht der Bundesregierung« sowie »Fraktionstexte zur Demokratie-Enquete«.

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Vielfalt leben: vhw-Verbandstag

Eine neue Beteiligungs- und Kommunikationskultur erscheint angesichts von Vertrauensverlust und Krisen notwendig. Das gilt auch für die künftige Entwicklung der Kommunen und Städte. Der Verbandstag des Bundesverbandes für Wohnen und Stadtentwicklung e.V. widmet sich aus dieser Perspektive am 14. November 2013 in Berlin dem Thema: »Vielfalt leben: Welche (Stadtentwicklungs-)Politik brauchen wir?«. Neben Vorträgen mit Diskussion steht eine Podiumsdiskussion mit SprecherInnen der Parteien und OberbürgermeisterInnen zu den Eckpfeilern zukunftsfähiger Stadtentwicklungspolitik auf dem Programm. Es wird keine Teilnahmegebühr erhoben. 

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Zivilgesellschaft verstehen, Engagement fördern: Veranstaltung

Bürgerschaftliches Engagement findet überwiegend in Sportvereinen, Kulturorganisationen, Einrichtungen der Sozialen Dienste und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen statt. Daraus folgt ein besonders Interesse an Erkenntnissen über die organisierte Zivilgesellschaft, wenn man Engagement besser und wirkungsvoller fördern will. Das Projekt Zivilgesellschaft in Zahlen des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, der Bertelsmann Stiftung und der Fritz Thyssen Stiftung will dies leisten. Der erstmals 2012 durchgeführte ZiviZ-Survey hat eine repräsentative Auswahl von Vereinen, Stiftungen, Genossenschaften und gemeinnützigen GmbHs befragt. Die Ergebnisse des ZiviZ-Surveys und daraus abgeleitete Handlungsempfehlungen werden im Rahmen der Veranstaltung »Zivilgesellschaft verstehen. Engagement fördern.« am 29. November 2013 in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Bank in Berlin zur Diskussion gestellt. Der Hauptbericht des ZiviZ-Surveys wird mit der Veranstaltung erstmals der Öffentlichkeit vorgelegt. 

Weitere Informationen unter
www.ziviz.info

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Roma-Gedenkveranstaltung: Bericht

Das ehrenamtliche, europäische Roma-Jugendnetzwerk TernYpe führte am 2. August 2013 eine Gedenkveranstaltung für die Opfer des Völkermordes an den Sinti und Roma mit über 400 Jugendlichen aus ganz Europa durch. Die Veranstaltung wollte damit der Forderung nach Anerkennung des 2. August als offiziellem Tag des Gedenkens an den Holocaust der Sinti und Roma (neben dem Tag des Gedenkens an alle Opfer des Nationalsozialismus) Nachdruck verleihen. Emran Elmazi, Jonathan Mack und Ansgar Drücker berichten von der Veranstaltung und ihrer öffentlichen Resonanz. 

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Prof. Dr. Adalbert Evers beim Stifterverband auf youtube

Auf dem youtube-Kanal des Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft ist in der Interviewreihe »Bürger im Aufbruch« am 22. September 2013 ein Gespräch mit Prof. Dr. Adalbert Evers mit dem Titel »Bürger, mehr Selbstbewusstsein!« eingestellt worden. Adalbert Evers ist Professor für Vergleichende Gesundheits- und Sozialpolitik an der Universität Gießen und Sprecher der AG 10 »Zivilgesellschaftsforschung« des BBE. Das Interview hat eine Länge von gut 6 Minuten. 

Interview unter
www.youtube.com/watch

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Töpfer/ Volkert/ Mans: Verändern durch Wissen (Publikation)

Bürgerbeteiligung und bürgerschaftliches Engagement haben in den letzten Jahren immens an Bedeutung gewonnen. Nicht nur wollen immer mehr BürgerInnen mitbestimmen. Auch die Politik erkennt das Potential von bürgerschaftlicher Teilhabe. So bringen BürgerInnen Wissen mit, das über das klassische Expertenwissen hinausgeht, und schaffen dadurch neue Lösungswege, die Großprojekten zu mehr sozialer Akzeptanz verhelfen. Unter dem Titel »Verändern durch Wissen. Chancen und Herausforderungen demokratischer Beteiligung: von ›Stuttgart 21‹ bis zur Energiewende« (oekom: 2013) haben Prof. Dr. Klaus Töpfer, Dr. Dolores Volkert und Ulrich Mans nun einen Band herausgebracht, in dem ein hochkarätiges AutorInnen-Team Antworten liefert, wie gesellschaftliches Wissen bei der Umsetzung der Energiewende erfolgreich nutzbar gemacht werden kann. Das Fazit der HerausgeberInnen: Bürgerschaftliche Teilhabe sollte bei solchen Gemeinschaftsprojekten nicht nur ermöglicht werden, sondern ist vielmehr »Chance und Erfolgsgarant«. 

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Hinweis

Der nächste Newsletter erscheint am 18. Oktober 2013.
Redaktionsschluss ist der 11. Oktober 2013.

Bitte schicken Sie Ihre Informationen an newsletter(at)b-b-e.de

Die Beiträge dieses Newsletters geben, sofern nicht ausdrücklich als solche Nachrichten gekennzeichnet, nicht die Meinung des BBE wieder, sondern repräsentieren die Vielstimmigkeit der Meinungen und Akteure im BBE und im Feld der Engagementförderung und -politik. Die Redaktion des Newsletters verfolgt das Ziel, die jeweils aktuellsten und wichtigsten Nachrichten für die Leserschaft zusammenzustellen.

Die Hinweise auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Publikation von Nachrichten im BBE-Newsletter finden Sie unter Impressum.

Redaktion: PD Dr. Ansgar Klein, Dr. Rainer Sprengel und Mareike Jung, M.A.

Eine Übersicht über die nächsten geplanten Schwerpunkt-Themen finden Sie unter Kommende Themen.

Die Öffentlichkeitsarbeit des BBE wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. 

Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) 
- Geschäftsstelle -
Michaelkirchstr. 17-18 
10179 Berlin-Mitte 
www.b-b-e.de 

Geschäftsführer Dr. Ansgar Klein
Telefon: (0 30) 6 29 80-11 0
E-Mail: ansgar.klein(at)b-b-e.de

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