Newsletter Nr. 6 vom 21.3.2013

Ansgar Drücker: Das Engagement von MigrantInnenjugendselbstorganisationen
Irene Ketterer/ Torsten Groß : Münchner Migrantenvereine
Idun Huebner: Projekte der ZBBS mit jungen Flüchtlingen im Jahr 2011 und 2012
Migrantenvereine als Akteure der Zivilgesellschaft: Fachtagung
Ansgar Drücker: Koalitionsvertrag in Niedersachsen
Engagement in Mecklenburg-Vorpommern: Denkwerkstatt
Serge Embacher: Entwicklung von Engagementstrategien
Marktplatzmethode: Workshop in Essen
Gender und BE: Rede des Bundespräsidenten zum Weltfrauentag
Paten-und Mentorenbewegung gegen Projektitis
BMI fördert Vernetzung von Migrantenorganisationen
Nachqualifizierung in der Altenpflege
Deutscher Engagementpreis 2013: Nominierungsstart
Tagung »Zivil.Gesellschaft.Staat« zu Freiwilligendiensten: Bericht
Freiwilligensurvey und Engagementpolitik der Länder: Dokumentation
Sitzung der AG 4 des BBE: Bericht
Erstes Seminar der 16. Civil Academy in Bielefeld
Bürgerschaftliches Engagement in der Pflege: Fachtagung
Migration und Entwicklung: Drittes Netzwerktreffen
Kirche als zivilgesellschaftlicher Akteur: Publikation
Corporate Volunteering: Studie
Hans Sendler: Kommunale Engagementförderung im demografischen Wandel
POLIS: Politische Bildung mit MigrantInnen (Publikation)
WISO Diskurs: Interkulturelle Öffnung in Kommunen und Verbänden (Publikation)
Hinweis

Ansgar Drücker: Das Engagement von MigrantInnenjugendselbstorganisationen

Die interkulturelle Öffnung der Jugendverbandsarbeit folgt unterschiedlichen Pfaden. Ansgar Drücker, Geschäftsführer des Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit e.V. (IDA), erläutert den Bedarf an Unterstützung des Strukturaufbaus und der Arbeit von MigrantInnenjugendselbstorganisationen (MJSO) bzw. Vereinen junger MigrantInnen (VJM). Nach einer kurzen Begriffsklärung, stellt er die drei größten eigenständigen MJSO/VJM auf Bundesebene vor: den Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland (BDAJ), die Deutsche Jugend aus Russland (DJR) und die DIDF-Jugend. Daneben gibt es weitere Zusammenschlüsse und Organisationen auf Bundesebene. Beschrieben werden aktuelle Informationsdefizite und das Problem, die etablierten Förderstrukturen der Jugendverbandsarbeit mit der Förderung von MJSO und VJM zu verbinden.

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Irene Ketterer/ Torsten Groß : Münchner Migrantenvereine

Vernetzung als Empowerment von Migrantenvereinen ist das Thema von Irene Ketterer, Mitarbeiterin der Stelle für interkulturelle Arbeit der Landeshauptstadt München, und Torsten Groß, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Bayern (LBE)/ Institut für soziale und kulturelle Arbeit Nürnberg (ISKA). Zunächst problematisieren die Autoren die Begrifflichkeit des Migrantenvereins und die zum Teil problematischen Diskurse über Migrantenvereine, bevor sie aufzeigen, um was es beim Empowerment von Migrantenvereinen gehen kann. Dann analysieren sie das konkrete Beispiel der Vernetzung von Migrantenvereinen als Empowermentstrategie in der Stadt München.

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Idun Huebner: Projekte der ZBBS mit jungen Flüchtlingen im Jahr 2011 und 2012

Im Sinne der Kant’schen Hospitalität heißt die ZBBS e.V. (Zentrale Bildungs- und Beratungsstelle für MigrantInnen in Schleswig-Holstein) seit über 25 Jahren Flüchtlinge willkommen und unterstützt sie in Deutschland, darunter viele junge Menschen aus Afghanistan, Irak, Iran, Türkei und aus dem Kaukasus. Idun Huebner stellt Projekte für junge Menschen dar, die die ZBBS e.V. teils selbst initiiert hat oder bei denen sie Initiativen von jungen Flüchtlingen in Deutschland unterstützt. So ging aus einer Initiative von fünf jungen Flüchtlingen Anfang des Jahres 2011 die Ausstellung »Menschen und Länder, die uns bewegen« hervor. Die Autorin zeigt, warum Menschen aus ihrer Heimat fliehen und mit welchen Schwierigkeiten Flüchtlinge in ihren Aufnahmestaaten konfrontiert sind. Dieser Gastbeitrag wurde mit freundlicher Genehmigung der Stiftung MITARBEIT dem Newsletter Wegweiser Bürgergesellschaft 03/2012 vom 17. Februar 2012 entnommen.

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Migrantenvereine als Akteure der Zivilgesellschaft: Fachtagung

Am 27. April 2013 findet in München eine Fachtagung zum Thema »Migrantenvereine als Akteure der Zivilgesellschaft« statt, organisiert vom Projekt »Empowerment & Partizipation - Stärkung des Bürgerschaftlichen Engagements und der Beteiligung von Migrantenorganisationen in Bayern«. Angesichts der dynamischen Entwicklung bei Migrantenvereinen und einer verstärkten medialen Aufmerksamkeit, sollen die Herausforderungen diskutiert werden, vor denen ehrenamtlich arbeitende Migrantenvereine heute stehen. Wie können sie sich weiter entwickeln und was können Kommunen und freie Träger an sinnvoller Unterstützung für Migrantenvereine leisten, die bisher meist ohne öffentliche Förderung auskommen müssen? Veranstalter der Tagung sind das Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Bayern und die Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns.

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Ansgar Drücker: Koalitionsvertrag in Niedersachsen

Seit dem 19. Februar 2013 regiert in Niedersachsen eine rot-grüne Landesregierung auf der Grundlage eines Koalitionsvertrages mit dem Titel »Erneuerung und Zusammenhalt - Nachhaltige Politik für Niedersachsen«. Ansgar Drücker, Geschäftsführer des Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit e.V. (IDA), betrachtet die engagementpolitischen Absprachen im Koalitionsvertrag. Diese finden sich nicht allein im Abschnitt »Freiwilligendienste, Ehrenamt, Bürgerschaftliches Engagement«, sondern ebenso unter der Kapitelüberschrift »Weltoffenes Niedersachsen - Vielfalt und Teilhabe stärken«. Drücker sieht im Themenbereich Vielfalt und Teilhabe das Feld, in dem sich die neue Landesregierung am deutlichsten von der Vorgängerregierung absetzt.

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Engagement in Mecklenburg-Vorpommern: Denkwerkstatt

Seit Jahresbeginn entwickelt die »Denkwerkstatt BÜRGER.INNEN.LAND MV« Zukunftsstrategien für Mecklenburg-Vorpommern. Die Frage der kommenden Sitzung Anfang Mai 2013 lautet: »Engagement, lohnt sich das?« Bei der Denkwerkstatt handelt es sich um einen Kreis von Experten aus Politik, Vereinen, Sozialverbänden, Kirchen, Kultur und Wissenschaft, die von Dr. Wolf Schmidt, Stiftungsratsvorsitzender der Mecklenburger AnStiftung, sowie dem Vorstand der Herbert Quandt-Stiftung, Dr. Christof Eichert, geleitet wird. Die Denkwerkstatt wünscht sich Berichte, Briefe, Emails aus allen Altersgruppen und aus allen Bereichen des Engagements in Mecklenburg-Vorpommern. Alle Beiträge sollen in die Beratungen bei der Sitzung einfließen und auch beantwortet werden. Die Organisatoren möchten auch Statements von BürgerInnen, die sich noch nicht engagieren, um besser zu verstehen, welche Hinderungsgründe vorliegen. 

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Serge Embacher: Entwicklung von Engagementstrategien

Engagementstrategien können unter einer fehlenden Reflexion über das Verhältnis von Staat und Bürgergesellschaft leiden, wenn insbesondere die unterschiedlichen Handlungslogiken der Akteure aus dem Blick geraten. Serge Embacher diskutiert die Entwicklung von Engagementstrategien bei unterschiedlichen Logiken von Verwaltung, Politik, Organisationen und Freiwilligen. Er hielt seinen Vortrag im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen anlässlich der Abschluss- und Perspektivtagung des Projekts »Zukunftsfaktor Bürgerengagement«. Die Kooperation zwischen Staat und Bürgergesellschaft ist voller potenzieller und immer wieder kehrender Fallstricke. Embacher empfiehlt innovative Fördermodelle jenseits von »Projektitis« unter Einbeziehung der Wirtschaft und der föderalen Ebenen des Staates, wobei sich das Kooperationsverbot für Bund und Kommunen als besonders hinderlich erweist.

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Marktplatzmethode: Workshop in Essen

Über 250 erfolgreiche »Marktplätze für Gute Geschäfte« in knapp 100 kleinen und großen, ländlichen und städtischen Kommunen aus Ost und West gibt es mittlerweile. Marktplätze sind dafür geeignet, auf lokaler Ebene neue Verbindungen zwischen Unternehmen und Gemeinnützigen herzustellen und konkrete Kooperationsprojekte zu initiieren. Die bewährte Marktplatzmethode kann man in einem Tagesworkshop in Essen am 11. Juni 2013 kennenlernen. Dort werden Experten und Expertinnen aus Organisationen und Unternehmen alle Elemente eines Marktplatzes sowie die wichtigsten Aspekte für ein erfolgreiches Projektmanagement vorstellen. Ein Teilnehmerbeitrag wird nicht erhoben. Der Workshop wird veranstaltet von der »Servicestelle Gute Geschäfte« bei UPJ mit Unterstützung durch RWE (Gastgeberschaft für den Workshop) und der Bertelsmann Stiftung. 

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Gender und BE: Rede des Bundespräsidenten zum Weltfrauentag

Anlässlich der Verleihung von Verdienstorden an 33 Bürgerinnen zum Weltfrauentag am 7. März 2013 in Berlin machte Bundespräsident Gauck auf sehr plastische Weise auf geschlechtsspezifische Dimensionen im bürgerschaftlichen Engagement aufmerksam: »Die Rollenerwartungen und Rollenzuschreibungen, die wir seit Jahrzehnten im Verhältnis der Geschlechter kontrovers diskutieren, prägen auch das gesellschaftliche Engagement und unsere Anerkennungskultur. So kommt es, dass Staatskanzleien in den Ländern sagen: Auszeichnungswürdige Männer kennen wir in jeder Gemeinde. Aber von engagierten Frauen fehlen in unseren Akten leider die Namen und Adressen!« Das, so der Präsident, liege nicht am Umfang des Engagements, sondern an der Art und den Formen, die geschlechtsspezifisch unterschiedlich realisiert werden. Männer übernehmen gerne Ehrenämter, die mit Einfluss und Ansehen verbunden sind, und überlassen Frauen die Arbeit im Hintergrund. 

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Paten-und Mentorenbewegung gegen Projektitis

Vor zehn Jahren gab es gut 5.000 Paten und Mentoren, die sich konkret für ein nicht-verwandtes Kind oder Jugendlichen engagieren - heute sind es gut 50.000. Jenseits dieser Erfolgsmeldung weisen Paten- und Mentorennetzwerke in einer gemeinsamen Presseerklärung anlässlich des Kongresses »Patenschaften brauchen Partnerschaften« mit Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder und der Bundesintegrationsbeauftragten Prof. Dr. Maria Böhmer am 19. und 20. März in Berlin auf die Gefahren für dieses Engagement hin. Sie fordern ein Ende der Projektitis und den Aufbau verlässlicher Infrastrukturunterstützung, damit den Paten und Mentoren nicht die Luft ausgeht. Unterzeichnet wurde die Erklärung von der Denkwerkstatt JugendMentoring e.V., Mentor-Institut e.V. (i.G.), Mentor.Ring Hamburg e.V., Netzwerk AusbildungsPatenProjekte NRW, Netzwerk Berliner Kinderpatenschaften e.V., Netzwerk Familienpaten Bayern, Netzwerk Patenschaften Hessen, Patenschaftsnetzwerk Halle und Patenschaften aktiv e.V.

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BMI fördert Vernetzung von Migrantenorganisationen

Das Bundesministerium des Innern fördert ab 2013 über das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) Projekte für Migrantenorganisationen zum Aufbau von Strukturen und zur Netzwerkbildung. In Frage kommen nur Organisationen, die über Mitgliederstrukturen in mindestens fünf Bundesländern verfügen. Zudem müssen sie sich etwa als eingetragener Verein institutionalisiert haben, über ihre eigene Herkunftsgruppe hinaus aktiv sein und zum Beispiel in die Aufnahmegesellschaft hineinwirken. Die Höhe der Förderung beträgt maximal jeweils 110.000 Euro; insgesamt stehen für die Förderung in diesem Jahr eine Million Euro zur Verfügung. 

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Nachqualifizierung in der Altenpflege

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Stärkung der beruflichen Aus- und Weiterbildung in der Altenpflege vom 17. Januar 2013 zielt darauf ab, die Möglichkeit zur Berücksichtigung informell und non-formal erworbener Kompetenzen zur Verkürzung der Altenpflegeausbildung gesetzlich zu fixieren. Damit soll die Ausbildung von Personen ohne fachliche Vorqualifikation um bis zu einem Drittel verkürzt werden. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit weist in diesem Zusammenhang auf Erfahrungen aus dem Projekt »Servicestellen Nachqualifizierung Altenpflege Niedersachsen und Rheinland-Pfalz« im Rahmen des Programms »Perspektive Berufsabschluss« des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hin. So zeigt sich, dass dabei in bestimmten Arbeitsfeldern zwar aus rechtlichen Gründen unqualifizierte Kräfte keine anrechenbaren Erfahrungen sammeln, sie aber dafür in anderen Bereichen besondere Kompetenzen mitbringen können. Ein solcher Bereich besteht etwa in der Unterstützung der Tagesgestaltung und Selbstorganisation der zu pflegenden Personen. 

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Deutscher Engagementpreis 2013: Nominierungsstart

Seit 2009 ehrt der Deutsche Engagementpreis jährlich Projekte in den Kategorien Dritter Sektor, Einzelperson, Wirtschaft, Politik und Verwaltung sowie 2013 auch in der Schwerpunktkategorie »Gemeinsam wirken - mit Kooperationen Brücken bauen«. Eine Jury wählt im September 2013 die Gewinner für jede Kategorie aus. Zudem gibt es eine Vorauswahl von ca. 20 Projekten für den mit 10.000 Euro dotierten Publikumspreis, über dessen Vergabe jeder per Online-Voting im Oktober 2013 mit entscheiden kann. Träger des Deutschen Engagementpreises ist seit 2011 das Bündnis für Gemeinnützigkeit, in dem auch das BBE mitwirkt. Gefördert wird der Deutsche Engagementpreis von Beginn an durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dem Generali Zukunftsfonds. Seit dem 12. März 2013 können Personen und Projekte online nominiert werden. Eine Selbstnominierung ist nicht möglich. Nominierungsschluss ist der 12. Juni 2013. 

Informationen und Nominierung unter
www.deutscher-engagementpreis.de

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Tagung »Zivil.Gesellschaft.Staat« zu Freiwilligendiensten: Bericht

Dr. Christa Perabo, Landes-Ehrenamtsagentur Hessen und Sprecherin der AG 3 »Freiwilligendienste« des BBE, berichtet über die Tagung »Zivil.Gesellschaft.Staat - Freiwilligendienste zwischen staatlicher Steuerung und zivilgesellschaftlicher Gestaltung«. Die Veranstaltung war gemeinsam von der AG 3 des BBE »Freiwilligendienste« und dem BAK-FSJ durchgeführt worden. Ankerpunkt der Veranstaltung war ein Grundsatzreferat von Prof. Thomas Olk, dem Vorsitzenden des BBE-Sprecherrates, zum Thema »Zivilgesellschaftliche Organisation und öffentliche Rahmenbedingungen für Freiwilligendienste - eine Zukunftsvision«. Das Grundsatzreferat wurde von jeweils einem Vertreter der Bundes- und Landesebene und der Wohlfahrtsverbände kommentiert, und zwar MdB Sönke Rix, Dr. Andreas Frank vom Bayerischen Sozialministerium und Susanne Rindt, AWO-Bundesverband und Vorsitzende des Fachausschusses »Bürgerschaftliches Engagement« der Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege.

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Freiwilligensurvey und Engagementpolitik der Länder: Dokumentation

In den Landesvertretungen Rheinland-Pfalz und Niedersachsen in Berlin fand am 2. November 2012 die Fachtagung »Freiwilligensurvey und Engagementpolitik der Länder« statt. Veranstalter waren die Länder Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Baden-Württemberg und Brandenburg in Zusammenarbeit mit dem Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE). Ausgangspunkt der Tagung waren die dritte Erhebungswelle des Freiwilligensurveys von 2009 und die Befunde der hierzu durchgeführten Länderstudien. Bei der Tagung wurden länderspezifische Ergebnisse aufgearbeitet, ihre politischen Konsequenzen erörtert und die Übersetzung in Strategien der Engagementförderung der Länder diskutiert. Zudem wurden offene Forschungsfragen benannt und forschungspolitische Interessen der Länder im Hinblick auf die Durchführung des vierten Freiwilligensurveys 2014 formuliert. An der Diskussion beteiligten sich 120 Expertinnen und Experten. 

Dokumentation der Beiträge unter
www.b-b-e.de/index.php

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Sitzung der AG 4 des BBE: Bericht

Am 14. März 2013 traf sich die AG 4 »Perspektiven der lokalen Bürgergesellschaft« zu ihrer konstituierenden Sitzung in Hannover. Claudia Leinauer von der Stiftung Mitarbeit stellte in einem Vortrag das Netzwerk Bürgerbeteiligung vor. Auf der Tagesordnung stand außerdem die Wahl eines neuen AG-Sprecherteams. Nach vielen Jahren großer Einsatzbereitschaft haben Roswitha Rüschendorf und Dr. Frank Jost nicht erneut für das Amt kandidiert. Das BBE bedankt sich bei den beiden für die geleistete Arbeit, ihr Engagement und die lebendigen Diskussionen. Für die nächsten drei Jahre wurden Alina Mahnken (Bertelsmann Stiftung) als Sprecherin und Jutta Stratmann (fastra, Fachberatung für Sozialplanung und Bürgerengagement) als stellvertretende Sprecherin gewählt. Die Arbeitsgruppe diskutierte zudem ihre Agenda für die kommenden Jahre. Der bisherige thematische Schwerpunkt Vereinsvorstände soll mit praktischen Handlungsempfehlungen für Kommunen und Vereine abgeschlossen werden. Außerdem werden in diesem Jahr insbesondere die Themen Veränderung in der Beteiligungskultur und Bürgerbeteiligung vor Ort im Mittelpunkt stehen. In diesem Zusammenhang soll auch ein Workshop ausgerichtet werden. Die nächste Sitzung der AG 4 findet am 12. Juni 2013 statt.

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Erstes Seminar der 16. Civil Academy in Bielefeld

Vor einigen Wochen hat die Jury 24 junge Engagierte für die Teilnahme an der 16. Civil Academy ausgewählt - nun findet das erste Seminar statt. Vom 22. bis 24. März 2013 treffen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Bielefeld-Sennestadt das erste Mal und stellen einander ihre Projektideen vor. Daniel Pichert, Coach für Non-Profit-Organisationen, und Roland Gießelmann, Food Operations Manager bei BP Europa SE, werden als Tandem-Team durch die erste Seminareinheit führen und gemeinsam mit den Teilnehmenden die Themen Projektmanagement, konkrete Zielsetzung und Zeitplanung von allen Seiten durchleuchten. Als Abendgast besucht Falk Steinborn, Absolvent der 8. Civil Academy, das Seminar. Er wird aus der Teilnehmersicht von seinem Projekt »queerblick« berichten, das Medienangebote für schwule, lesbische und bisexuelle Jugendliche auf der Suche nach ihrer Identität entwickelt. 

Weitere Informationen unter
www.civil-academy.de

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Bürgerschaftliches Engagement in der Pflege: Fachtagung

Am 25. April 2013 findet in Berlin eine Fachtagung zum bürgerschaftlichen Engagement in der Pflege unter dem Titel: »Begleiten, unterstützen, stärken - Das Potenzial des bürgerschaftlichen Engagements für Pflegebedürftige in einer Sorgenden Gemeinschaft« statt. In Vorträgen und Diskussionen soll gefragt werden, wie es gelingen kann, die vielfältigen Potenziale des bürgerschaftlichen Engagements zu berücksichtigen und welcher Impulse und Rahmenbedingungen es bedarf, damit sich möglichst viele Bürgerinnen und Bürger mitverantwortlich fühlen und sich aktiv einbringen? Die Veranstaltung wird im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und von der Koordinierungsstelle für das Nationale Forum für Engagement und Partizipation, Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V., durchgeführt.

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Migration und Entwicklung: Drittes Netzwerktreffen

Am 7. Mai 2013 findet in München das dritte bundesweite Netzwerktreffen Migration und Entwicklung statt, organisiert von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt/Engagement Global gGmbH und dem Referat für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München. Der Fokus der Veranstaltung ist auf das Thema gerichtet:»Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationserfahrung in der kommunalen Entwicklungspolitik«. Die Vernetzungstreffen sollen den sogenannten doppelten Perspektivwechsel befördern, der einerseits die Kompetenzen und Potenziale von Migrantinnen und Migranten im Handlungsfeld Integration anerkennt und andererseits in der entwicklungspolitischen Diskussion den Blick auf die positiven Aspekte von Migration und Diversität lenkt. 

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Kirche als zivilgesellschaftlicher Akteur: Publikation

Als Dokumentation im Rahmen des Projekts »Kirche findet Stadt« ist eine Publikation zum Thema Kirche als zivilgesellschaftlicher Akteur erschienen: Reinhard Thies, Karin Vorhoff (Hg.): Kirche als zivilgesellschaftlicher Akteur in Netzwerken der Stadtentwicklung. Erfahrungen - Handlungsempfehlungen - Perspektiven. Berlin, 2013. Das Projekt »Kirche findet Stadt« wirbt für neue Verantwortungsgemeinschaften einer integrierten und nachhaltigen Stadtentwicklung. In der Dokumentation werden folgende Fragen behandelt: Wie bringen sich die evangelische und katholische Kirche mit ihren Wohlfahrtsverbänden in Stadtentwicklungsprozesse ein? Und wo liegen die Potenziale für eine sozialräumlich orientierte Stadtentwicklungspolitik? Die Autoren der Dokumentation verdeutlichen die Bandbreite des Themas, das als Pilotprojekt von der Nationalen Stadtentwicklungspolitik unterstützt wurde. Mit Beiträgen von Erzbischof Dr. Rainer Maria Kardinal Woelki, Bischof Ralf Meister, Prälat Dr. Peter Neher, OKR Johannes Stockmeier, Prälat Dr. Peter Klasvogt, Dr. Rüdiger Sachau, Dr. Wolfgang Beer, Prof. em. Dr. Udo Schmälzle OFM, OKR Cornelia Coenen-Marx, Prof. Dr. Adalbert Evers, Prof. Dr. Gerhard Wegner, Hilmar von Lojewski, Dr. Ulrich Hatzfeld, Dr. Elke Becker, Reinhard Thies, Karin Vorhoff und Dr. Petra Potz. Die Dokumentation steht kostenlos als Download zur Verfügung. 

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Corporate Volunteering: Studie

Die Universität Bremen, Arbeitsbereich Wahl-, Parteien- und Partizipationsforschung (AWaPP) hat eine Studie zum Thema CV mit dem Titel veröffentlicht: »Corporate Volunteering: Engagement in Bremer Unternehmen. Analyse freiwilliger Tageseinsätze aus Sicht der MitarbeiterInnen am Beispiel des Bremer Day of Caring 2009«. Im Rahmen der Untersuchung wurden gut 200 Teilnehmer des Bremer Day of Caring befragt, der von der Freiwilligenagentur Bremen organisiert wird. So sagen 4 von 5 Beschäftigten, dass sie gerne mit den Kollegen etwas Gutes tun wollen und noch etwas mehr der Befragten sieht dadurch die Bindung an das Unternehmen gestärkt. Gut ein Drittel der Teilnehmer war zuvor nicht freiwillig engagiert. Die Studie stellt einen Beitrag zur empirischen Unterfütterung von Diskussionen um Corporate Volunteering als Instrument von Corporate Citizenship dar und ist kostenlos als Download verfügbar. 

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Hans Sendler: Kommunale Engagementförderung im demografischen Wandel

Der demografische Wandel stellt neue Anforderungen an die kommunale Engagementförderung. Dr. Hans Sendler plädiert vor diesem Hintergrund für eine Verbesserung der Infrastruktur des Freiwilligenmanagements und für eine Neufokussierung der Entscheidungsstrukturen zwischen Politik, Verwaltung, zivilgesellschaftlichen Akteuren und Unternehmen vor Ort. Eine besondere Herausforderung stellen gute Formen des Übergangsmanagements vom Beruf in ein aktives Alter dar.

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POLIS: Politische Bildung mit MigrantInnen (Publikation)

Die Zeitschrift POLIS, herausgegeben von der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung, beschäftigt sich in der Ausgabe 4/2012 (Wochenschau Verlag 2012) mit dem Schwerpunkt »Politische Bildung mit Migrantinnen und Migranten«. Die Grundfrage lautet, wie man Menschen mit Migrationshintergrund für Politik interessieren kann und wann jemand Migrantin oder Migrant ist und wann nicht mehr. Die Zeitschrift beleuchtet vor allem die außerschulische Bildungsarbeit auf diesem Gebiet, zeigt aber auch interessante Ansätze aus Nischen wie die gewerkschaftliche Bildungsarbeit. POLIS erscheint vier Mal im Jahr. Schwerpunktthema der nächsten Ausgabe (April 2013) ist Menschenrechte und Menschenrechtsbildung. 

Heft bestellen unter
www.wochenschau-verlag.info

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WISO Diskurs: Interkulturelle Öffnung in Kommunen und Verbänden (Publikation)

In der Reihe WISO Diskurs - Expertisen und Dokumentationen zur Wirtschafts- und Sozialpolitik - ist der Schwerpunkt »Interkulturelle Öffnung in Kommunen und Verbänden« erschienen (Friedrich-Ebert-Stiftung 2012). Die AutorInnen Alfred Reichwein und Khadidja Rashid informieren darin zum gegenwärtigen Stand der Diskussion um das Konzept der Interkulturellen Öffnung. Dabei handelt es sich zum einen um ein Querschnittsthema, das alle Politikbereiche tangiert. Zum anderen um ein Prozess, der einer grundlegenden Reform aller relevanten Institutionen und Organisationen bedarf. Der Fokus der Studie liegt auf der kommunalen Integrationspolitik. Sie beschreibt zudem konkrete Handlungsschritte für die Praxis in Kommunen und Verbänden, um das Einwanderungsland Deutschland für die Zukunft fit zu machen. 

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Hinweis

Der nächste Newsletter erscheint am 4. April 2013.
Redaktionsschluss ist der 28. März 2013.

Bitte schicken Sie Ihre Informationen an newsletter(at)b-b-e.de

Die Beiträge dieses Newsletters geben, sofern nicht ausdrücklich als solche Nachrichten gekennzeichnet, nicht die Meinung des BBE wieder, sondern repräsentieren die Vielstimmigkeit der Meinungen und Akteure im BBE und im Feld der Engagementförderung und -politik. Die Redaktion des Newsletters verfolgt das Ziel, die jeweils aktuellsten und wichtigsten Nachrichten für die Leserschaft zusammenzustellen.

Die Hinweise auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Publikation von Nachrichten im BBE-Newsletter finden Sie unter Impressum.

Redaktion: PD Dr. Ansgar Klein, Katrin Kwiatkowski, M.A.-Pol. und Dr. Rainer Sprengel.

Eine Übersicht über die nächsten geplanten Schwerpunkt-Themen finden Sie unter Kommende Themen.

Dieser Newsletter wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags.

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- Geschäftsstelle -
Michaelkirchstr. 17-18 
10179 Berlin-Mitte 
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Geschäftsführer Dr. Ansgar Klein
Telefon: (0 30) 6 29 80-11 0
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