Newsletter Nr. 22 vom 4.11.2010

Inklusion: Ein neues Leitbild?

Der Begriff Inklusion macht seit seinem Eingang in die deutsche Fachdebatte in den 1990er Jahren Karriere. Dahinter steht die Sichtweise auf Behinderung »als eine von vielen Varianten menschlichen Daseins« in einer heterogenen Lebenswelt. In der Diskussion um Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen Leben und dem Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderungen bedeutet Inklusion heute – nach jahrhundertelanger Ausgrenzung und Diskriminierung – einen Paradigmenwechsel. Doch wie ist es um die praktische Umsetzung bestellt? Das fragt Helmut Schwalb, Leiter des Bereichs Integrative Entwicklungsplanung der Integrativen Akademie Himmelreich und emeritierter Professor der Katholischen Hochschule Freiburg. Schwalb führt in den Begriff ein, skizziert die Entwicklung der Perspektive und verweist auf Erfolge in diversen Bereichen. Zwar seien erste Schritte gemacht, allerdings handele es sich um einen Lern- und Entwicklungsprozess, der »einen langen Atem« voraussetze. Inklusion müsse in den Köpfen ankommen. Für den Weg hin zu einer »inklusiven Bürgergesellschaft« legt Schwalb u. a. nahe, Kooperationen und die Vernetzung zu sichern und auszubauen, um tradierte Strukturen zu verändern.

nach oben

Die UN-Konvention: Verbindliche Grundlage

Die neue verbindliche Grundlage für eine menschenrechtsgestützte Behindertenpolitik, basierend auf umfassender Forderung nach Inklusion, bildet die »UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen«. Sie trat in Deutschland im März 2009 in Kraft. Damit verpflichtet sich der Staat zur Einhaltung und Umsetzung des Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, das im Dezember 2006 durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York verabschiedet wurde. Nach der UN-Behindertenrechtskonvention werden die »universalen Menschenrechte« gestärkt und »aus der Perspektive behinderter Menschen konkretisiert«, berichtet Valentin Aichele, Leiter der Monitoring-Stelle beim Deutschen Institut für Menschenrechte. Er geht auf Inhalt und Hintergründe der Konvention ein, auf Anforderungen im Umsetzungsprozess und dessen Monitoring durch nichtstaatliche Akteure. Inzwischen könne von einer »breiten internationalen Anerkennung des Vertrags« gesprochen werden.

nach oben

Lebenshilfe: Engagement von Menschen mit geistiger Behinderung

Robert Antretter, Bundesvorsitzender der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e. V., behandelt das Engagement von Menschen mit Behinderung. So sei das Engagement »für Menschen, die Hilfe brauchen«, selbstverständliche Grundlage von Organisationen der Behindertenhilfe. Dabei werde zuweilen übersehen, dass viele Menschen mit Behinderung sich auch selbst in diversen Kontexten engagieren. Nach Antretter »kommt die Sache jetzt richtig in Gang«; das zeigen aktuelle Beispiele aus der Arbeit der Bundesvereinigung Lebenshilfe, wie etwa ihr Kooperationsprojekt zusammen mit EUROPARC Deutschland, Dachverband der Naturparks, Nationalparks und Biosphärenreservate. Antretter verweist auf den enormen Ertrag einer Unterstützung des Engagements von Menschen mit Behinderung: den Zuwachs an Teilhabe. Er betrachtet ihn aus individueller, gesellschaftlicher und politischer Perspektive. Das Unbehagen, das sich mit dem Fokus auf die »tätige, starke, gebende Seite von Menschen mit Behinderung« im Zusammenhang mit einer dominanten gesellschaftlichen Leistungsorientierung einstellen kann, reflektiert er kritisch - und räumt es aus.

nach oben

Teilhabe durch Engagement

Während schon die Öffnung von Einrichtungen der Behindertenhilfe für bürgerschaftlich Engagierte bei Weitem noch nicht gang und gäbe sei, betreten viele Träger der Behindertenhilfe hinsichtlich der Förderung bürgerschaftlichen Engagements von Menschen mit geistiger Behinderung erst recht Neuland. Das unterstreicht Thomas Klie, Institutsleiter des Zentrums für Zivilgesellschaftliche Entwicklung (ZZE). Dabei würden sich die Erwartungen an und Erfahrungen mit Engagement ähneln – »mit und ohne Behinderung«. Jedoch gebe es auch Besonderheiten, die insbesondere durch das jeweilige Selbstbild der Engagierten zu erklären seien. Hier bestünde bei Trägern der Behindertenhilfe noch Beratungsbedarf. Bewährt hätten sich Patenmodelle; Qualifizierungsmodelle bedürften der Anpassung. Orientierung und Grundlage für die Bemühungen um Förderung von Teilhabe durch Engagement sollen grundlegende Positionen und Thesen bieten, die das ZZE zusammen mit dem Institut für angewandte Sozialforschung AGP zur Diskussion stellt.

nach oben

Anrechnung von Aufwandsentschädigungen im SGB II und XII

Gleich zwei Vorhaben von Bund und Ländern sollen die Anrechnung von Steuerfreibeträgen auf Leistungen des Sozialgesetzbuches ändern. Bei der Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGB II) sollen Ehrenamts- und Übungsleiterpauschale ab 1.1.2011 nicht mehr anrechnungsfrei bleiben. Das sieht der vorliegende Referentenentwurf zur Novellierung des SGB II der Bundesregierung vor. Auf Widersprüche dieser Planungen zur nationalen Engagementstrategie der Bundesregierung macht Thomas Röbke, Geschäftsführer des Landesnetzwerkes Bürgerschaftliches Engagement in Bayern, in seinem Gastbeitrag aufmerksam. Während die nationale Engagementstrategie eine Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements von Arbeitslosen auch als Beitrag zu deren beruflicher Qualifikation vorsieht, sollen nun gerade dort, wo sie besonders benötigt werden, die monetären Anreize dazu weiter zurückgefahren werden. Die Bundesländer fordern in einer gemeinsamen Beschlussvorlage für die Amtschefkonferenz der Arbeits- und Sozialministerkonferenz 2010, die Anrechnung steuerfreier Aufwandsentschädigungen im SGB XII an die geltenden Regelungen im SGB II anzupassen, da keine sachlichen Gründe für unterschiedliche Regelungen bestünden. Die Beschlussvorlage wurde abgelehnt.

nach oben

Debatte: Geplanter Bundesfreiwilligendienst

Die Diskussion um Konsequenzen für die Freiwilligendienste nach der geplanten Aussetzung von Wehrpflicht und Zivildienst spitzt sich weiter zu. Die SPD-Bundestagsfraktion plädiert in einem Antrag u. a. dafür, die frei werdenden Mittel konsequent in den Ausbau von Jugendfreiwilligendiensten zu investieren und diese zu stärken. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert die Regierung auf, in Kooperation mit Ländern, Vereinen, Verbänden und Organisationen im Freiwilligendienstbereich eine Strategie für den offensiven Ausbau für Freiwilligendienste zu entwickeln. Zugunsten von Selbstbestimmung, Solidarität und Freiwilligkeit sollten die durch Zwang charakterisierten Pflichtdienste überwunden werden. Plädiert wird auch für bessere Bedingungen für bürgerschaftliches Engagement. Das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken unterstützt in einem Eckpunktepapier zur »Zukunft des Zivildienstes und der Freiwilligendienste« das Nebeneinander von Jugendfreiwilligendiensten und neuem Bundesfreiwilligendienst nur für eine eng begrenzte Übergangszeit und nennt dazu Eckpunkte. Große Chancen sieht Bundesfamilienministerin Kristina Schröder in der Einführung eines Bundesfreiwilligendienstes. Nach Schröder sollen die bewährten Länderprogramme erhalten und durch einen vom Bund finanzierten Dienst gestärkt werden. Ziel sei die »gleichgewichtige Förderung des alten wie des neuen Formates«.

 
Pressemitteilung BMFSFJ unter
bmfsfj.de/BMFSFJ/Presse/pressemitteilungen,did=163652.html
 
Antrag SPD-Fraktion unter
dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/034/1703429.pdf
 
Antrag Fraktion Bündnis 90/Die Grünen unter
dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/034/1703436.pdf

nach oben

Bundesrat: Empfehlungen zur Zukunft der Freiwilligendienste

Anträge des Freistaats Bayern und des Landes Rheinland-Pfalz sind Grundlage gemeinsamer Empfehlungen von Ausschüssen für die Bundesratssitzung am 5. November. Gesundheitsausschuss, Ausschuss für Innere Angelegenheiten und Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit empfehlen dem Bundesrat Maßnahmen zur Stärkung von Freiwilligem Sozialen (FSJ) und Freiwilligem Ökologischen Jahr (FÖJ) sowie die Stärkung eines freiwilligen Erwachsenenengagements. Während der Umwandlung des Zivildienstes könne ein gleichwertiges Nebeneinander mit den Jugendfreiwilligendiensten praktiziert werden. Welche Struktur für die Freiwilligendienste mittelfristig sinnvoll sei, solle unter Beteiligung der Länder geprüft werden. Unangetastet bleiben müssten unmittelbar die Länderkompetenzen berührende Vorschriften des Jugendfreiwilligendienstegesetzes. Für die Freiwilligendienste solle u. a. die weitere Zuständigkeit für die Trägerzulassung bei den Ländern sichergestellt werden. Unter Beteiligung der Länder solle die Regierung einen Gesetzentwurf vorlegen, mit dem die Bundesförderung aller Dienste gesichert wird. Auch kleinere Träger und Einsatzstellen sollten berücksichtigt werden.

nach oben

Unterausschuss BE: Migration und nationale Engagementstrategie

Die Gewinnung junger Menschen mit Migrationshintergrund für Freiwilligendienste sei eine der größten Hürden für das Projekt »Migrantenorganisationen als Träger von Freiwilligendiensten« gewesen, schilderte Kenan Kolat (Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland) seine Erfahrungen in der 8. Sitzung des Unterausschuss Bürgerschaftliches Engagement am 27. Oktober. Neben der »Engagementförderung durch Migrantenorganisationen« befasste sich der Unterausschuss mit dem Bericht der Bundesregierung über den Stand der Planungen zum Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit 2011. In der abschließenden Aussprache zur nationalen Engagementstrategie kritisierte Britta Hasselmann, Parlamentarische Geschäftsführerin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, unzureichende Antworten des Bundesfamilienministeriums zur weiteren Förderung des Nationalen Forums für Engagement und Partizipation. Ute Kumpf, engagementpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, warf der Bundesregierung vor, die Bürgergesellschaft nach den Vorarbeiten des Nationalen Forums für Engagement und Partizipation ins Leere laufen zu lassen und Vertrauen zu zerstören. Einstimmig wurde beschlossen, die Nationale Engagementstrategie auf Punkt 1 der Tagesordnung für die nächste Sitzung am 10. November zu setzen und die Aussprache fortzusetzen.

nach oben

Nachhaltige Infrastruktur – siebte Sitzung des Unterausschusses BE

Das Protokoll der siebten Sitzung des Unterausschusses Bürgerschaftliches Engagement vom 29. September 2010 steht auf den Internetseiten des Unterausschusses zur Verfügung. Schwerpunkt der Sitzung war das durch das Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) in Auftrag gegebenen Rechtsgutachten »Fördermöglichkeiten des Bundes bei lokalen und regionalen Infrastrukturförderungen auf dem Gebiet des bürgerschaftlichen Engagements«. Gerhard Igl, Professor und geschäftsführender Vorstand des Instituts für Sozialrecht und Sozialpolitik in Europa an der Universität Kiel, stellte die Ergebnisse seines Gutachtens vor. Thema der anschließenden intensiven Diskussion waren u. a. die Anmerkungen des Bundesfinanzministeriums und des Bundesrechnungshofs. Christoph Linzbach (BMFSFJ) berichtete über den Stand der geplanten nationalen Engagementstrategie, deren Orientierung und Themenschwerpunkte sowie über den Haushalt 2011 im Bereich Bürgerschaftliches Engagement. Ute Kumpf (SPD-Bundestagsfraktion) informierte über die Antwort der zuständigen Ministerien auf ihr Schreiben hinsichtlich der Problematik, wonach Einrichtungen der freien Wohlfahrtspflege Beschäftigte in einer Kombination von 400-Euro-Job und Übungsleiterfreibetrag von 175 Euro bezahlten. Sie regte an, das Thema auf die Tagesordnung einer der zukünftigen Sitzungen zu setzen.

nach oben

Berlin und NRW: Ausbau von Ehrenamtskarte und Freiwilligenpass

Die Anerkennung für engagierte Bürger weiter ausbauen, das ist das Ziel von Ehrenamtscard und FreiwilligenPass, die der Berliner Senat zum 1. Januar 2011 einführen wird. Mit der Ehrenamtscard, mit der besonderes bürgerschaftliches Engagement gewürdigt werden soll, erhalten Inhaber der Card kostenfreien oder ermäßigten Eintritt in zahlreichen Kultur- und Freizeiteinrichtungen. 4.500 Karten sollen jährlich über Trägerorganisationen ausgegeben werden. An einen breiten Adressatenkreis in den über 20.000 Vereinen in Berlin richtet sich der Freiwilligenpass. Mit ihm soll das informelle Lernen im Engagement dokumentiert werden. Erworbene Kompetenzen sollen damit auch für berufliche Zwecke nutzbar gemacht werden. Auch in anderen Bundesländern erfährt die Ehrenamtskarte weitere Ausbreitung. So wird z. B. ab dem 5. Dezember auch die Gemeinde Übach-Palenberg eine von 80 Städten und Gemeinden sein, die sich dem Landesmodell »Ehrenamtskarte NRW« angeschlossen haben.

nach oben

Mitmachen bei Diskussion der Engagementstrategie im Internet

Die Bundesregierung hat am 6. Oktober einen Beschluss zur nationalen Engagementstrategie gefasst. Jetzt sind die Bürgerinnen und Bürger gefragt: Sie sollen die weitere Ausgestaltung der Strategie mitbestimmen. Auf der Dialog-Plattform ENGAGEMENTzweinull besteht die Möglichkeit, sich über den Beschluss zu informieren und Meinungen zu den einzelnen Punkten der Engagementstrategie zu äußern. Die Plattform ging am 27.10. online; vom 22. November bis 17. Dezember 2010 sind Kommentarfunktionen freigeschaltet. Die Koordinierungsstelle für das Nationale Forum für Engagement und Partizipation will damit eine breite Beteiligung an der Entwicklung der Engagementstrategie ermöglichen. Auch auf der Konferenz der BBE-Arbeitsgruppen unter dem Motto »Engagement strategisch!« am 11. November 2010 wird die Engagementstrategie Thema sein. Die Arbeitsgruppen wollen sich als unabhängige Expertengruppen zu Vorhaben und Entscheidungen der Bundesregierung positionieren. Die Konferenz soll Gelegenheit bieten, Konsequenzen der Engagementstrategie gemeinsam zu beraten. Eine laufende Kommentierung findet derzeit auch auf der Homepage der Aktiven Bürgerschaft e. V. statt.

nach oben

Austritt von AWO und Paritätischem aus BBE: Kommentare des Sprecherrats

Paritäter und AWO sind überraschend aus dem BBE ausgetreten. Sie werfen dem Netzwerk in ihren Austrittschreiben vor, den Einfluss großer Verbände nicht hinreichend zu berücksichtigen, durch eine Ausweitung seiner Aktivitäten Kernaufgaben des Netzwerks zu überschreiten und sich durch eine neue Trägerform für Geschäftsstelle und Projekte zunehmend von den Netzwerkmitgliedern zu entfernen. Der BBE-Sprecherrat antwortet in den hier dokumentierten Briefen den ausgetretenen Verbänden. Er bedauert, dass diese den Austritt ohne jegliches vorheriges Rückgespräch realisiert haben und weist die genannten Kritikpunkte inhaltlich zurück. Das BBE führt derzeit mit seinen Mitgliedern einen intensiven Austausch zur bisherigen und zur künftigen Arbeit des BBE und fordert hierbei ausdrücklich zu Kritik seitens der Mitglieder auf. Beide Verbände haben diese Möglichkeit vor einer Austrittsentscheidung nicht genutzt.

nach oben

Werkstattgespräch über BBE-Selbstverständnis: Wirtschaft und Arbeitswelt

Mitglieder des BBE aus dem Bereich Wirtschaft und Arbeitswelt trafen sich am 26. Oktober 2010, um gemeinsam Perspektiven für die zukünftige Weiterentwicklung des BBE als trisektorales Netzwerk zu entwerfen. Dabei wurde das Profil des BBE als Ansprechpartner, Kompetenzzentrum, Moderator und Impulsgeber im Bereich des bürgerschaftlichen Engagements geschärft und die Bedeutung der Stärkung von Trisektoralität, finanzieller Unabhängigkeit und gemeinsamer Projektentwicklung im und durch das Netzwerk herausgearbeitet. Es handelte sich um das dritte Werkstattgespräch über das BBE-Selbstverständnis. Aus den Ergebnissen der Werkstattgespräche werden nun sektorspezifische und -übergreifende Anforderungen der Mitglieder identifiziert und Entwicklungs- und Gestaltungsmöglichkeiten für das BBE abgeleitet. Auf der Mitgliederversammlung am 19. November sollen weitere, sich hieraus ergebende Schritte diskutiert werden.

nach oben

»Bildung durch Beteiligung«: Schultagung in Hamburg

Wie können Schulen bürgerschaftliches Engagement in ihr Leitbild und ihren Alltag integrieren? Wie werden sie zum Dreh- und Angelpunkt einer aktiven lokalen Bürgergesellschaft? Was bringt das für Schüler, Eltern und Lehrer? Zu diesen Fragen fand vom 21.-23. Oktober 2010 in Hamburg die Tagung »Bürgerschaftliches Engagement = Bildung durch Beteiligung« unter der Schirmherrschaft der Hamburger Bildungssenatorin Christa Goetsch statt. Die BBE-Arbeitsgruppe »Bildung / Qualifizierung« konnte für die Umsetzung der Tagung die Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg, die Bertelsmann Stiftung, die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, die Körber-Stiftung und das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung gewinnen. Die Tagung zeigte Wege auf, wie Schulen und bürgerschaftliches Engagement zusammenwirken können. Sie bot Kontaktgelegenheiten, wissenschaftlichen Input u. a. von Peter Fauser (Uni Jena) und Richard Lerner (Tafts University, USA), Praxis-Exkursionen und zahlreiche Workshops. Es war bereits die 6. Tagung zum Thema Schule und Bürgerschaftliches Engagement in der Reihe des BBE.

Weitere Informationen unter
www.bildungdurchbeteiligung.de

nach oben

Praktikum im Projekt »Woche des Bürgerschaftlichen Engagements«

Die BBE-Geschäftsstelle gGmbH sucht für das Projekt »Woche des bürgerschaftlichen Engagements 2011« ab Januar 2011 und befristet für sechs Monate zwei Praktikantinnen bzw. Praktikanten. Geboten wird ein Einblick in die Bereiche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Internetredaktion, Kampagnenplanung und -durchführung und Veranstaltungsmanagement. Das Praktikum wird mit 400 Euro im Monat (Minijob) vergütet. Interessierte werden gebeten, sich bis spätestens 26. November 2010 per E-Mail beim Projektleiter Erik Rahn zu bewerben.

nach oben

Akademie für Ehrenamtlichkeit: Tag der Freiwilligenmanager/innen

Zum 12. Mal wird in diesem Jahr weltweit der Internationale Tag der Freiwilligenmanagerinnen und -manager (International Volunteer Manager Day) gefeiert, um sie und ihre Leistung zu würdigen. Zu diesem Anlass veranstaltet die Akademie für Ehrenamtlichkeit Deutschland am 5. November 2010 um 16.00 Uhr einen kleinen Empfang. Eingeladen sind alle Freiwilligenmanagerinnen und -manager sowie Interessierte. Einer kurzen Präsentation zum Thema »Vision – Freiwilligenmanagement 2015« wird sich eine Diskussion über neueste Entwicklungen anschließen. Der »International Volunteer Manager Day« wird von einem kleinen internationalen Komitee getragen und von Gruppen aus 12 Staaten, darunter Deutschland, unterstützt. Anmeldungen zum Empfang werden per Mail entgegen genommen.

Anmeldung unter
E-Mail: buero(at)ehrenamt.de
 
Weitere Informationen unter
www.volunteermanagersday.org

nach oben

Tag der Generationen in Bochum

Zum zweiten landesweiten Tag der Generationen lädt das nordrhein-westfälische Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter gemeinsam mit dem Städte-Netzwerk NRW, dem Schauspielhaus Bochum sowie weiteren Kooperationspartnern ein. Er findet am 19. November in Bochum statt. Die Veranstaltung wird durch den Generali Zukunftsfonds unterstützt. Im Mittelpunkt stehen Begegnungen zwischen Alt und Jung. Besucher erwartet ein vielfältiges Programm aus Theater, Ausstellung, Film, Information und Begegnung, Kaffeeklatsch und Party. Für die fast ausgebuchte Auftaktveranstaltung im Schauspielhaus Bochum sind noch ein paar Restkarten über die Homepage des Städte-Netzwerk NRW verfügbar.

 
Weitere Informationen unter
www.netzwerk.nrw.de

nach oben

Fachkonferenz: Neue Entwicklungspartnerschaften für die Soziale Stadt

Am 22. November 2010 findet die Fachkonferenz »Wirtschaft für das Gemeinwesen gewinnen. Neue Entwicklungspartnerschaften für die Soziale Stadt« in Frankfurt am Main statt. Ziel ist, die in den Gebieten der Sozialen Stadt häufig bestehenden »Berührungsängste« zwischen Zivilgesellschaft und Wirtschaft zu überwinden. Neue Kooperationen wirtschaftlich orientierter Bündnisse mit sozial orientierten Netzwerken der Quartiersentwicklung werden dargestellt. Akteure der Wirtschaft sollen für zivilgesellschaftliche Netzwerke sensibilisiert und als Partner für eine soziale Stadtentwicklung gewonnen werden. Die Konferenz möchte einen Dialog auf Augenhöhe initiieren und gemeinschaftlich Entwicklungsperspektiven aufzeigen. Die Konferenz wird von der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Soziale Stadtentwicklung und Gemeinwesenarbeit e. V. veranstaltet und im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung unterstützt. Eine Anmeldung ist online über die Internetseite möglich.

Weitere Informationen unter
www.bagsozialestadtentwicklung.de

nach oben

WZB-Veranstaltungsreihe zu Zivilgesellschaft

Das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) lädt am 23. November 2010 zu einem Vortrag von Rupert Graf Strachwitz mit dem Titel »Stiftungen sind populär. Sind sie auch legitim?« ein. Der Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe »Zivilengagement – Theorie, Geschichte und Perspektiven der Forschung«. Diese wird am 7. Dezember 2010 mit Thomas Klie aus Freiburg und dessen Vortrag zum Thema »Pflege und Zivilgesellschaft« und am 18. Januar 2011 mit dem Vortrag von Adalbert Evers aus Gießen zum Thema »Konzepte der Zivilgesellschaft und ihre Konsequenzen für die Engagementthematik« fortgeführt. Für die kommende Veranstaltung wird um Anmeldung bis zum 15. November 2010 gebeten.

nach oben

Freiwilligendienste in Europa zwischen Staat und Zivilgesellschaft

Eine Standortbestimmung der »Freiwilligendienste in Europa. Zwischen Staat und Zivilgesellschaft« wird die Evangelische Akademie zu Berlin am 30. November und 1. Dezember in Berlin vornehmen. Die Tagung, die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt wird, erörtert mit Blick auf das Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit 2011 Fragen rund um das Trägerprinzip. Das Spannungsfeld zwischen zivilgesellschaftlicher Selbstorganisation und staatlicher Steuerung soll damit am Modell der Freiwilligendienste thematisieren werden. Auch die weitere Entwicklung des Prinzips der Trägerautonomie angesichts der Einführung eines neuen Bundesfreiwilligendienstes wird in den Blick genommen.

nach oben

Fachtagung: »Engagement-Arbeit-Zeit«

Die Fachtagung »Engagement-Arbeit-Zeit« am Dienstag, 30. November 2010 in Berlin nimmt das Verhältnis von Engagement- und Arbeitsmarktpolitik in den Blick. Ausgangspunkt sind die Ergebnisse des 3. Freiwilligensurveys. Ein Schwerpunkt liegt auf der Diskussion der Thematik »Zeit für Engagement« im Hinblick auf das Verhältnis von Engagement und Erwerbsarbeit. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend lädt zu der Tagung, die gemeinsam durch das Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e. V. und die AG 7 des BBE »Stärkung des Bürgerschaftlichen Engagements im Sozialstaat der Zukunft« veranstaltet wird.

nach oben

Integrationsprogramm: Teilhabe und aktive Mitgestaltung fördern

Das Bundesweite Integrationsprogramm 2010 (der BBE-Newsletter berichtete) beinhaltet unter anderem ein Kapitel zur gesellschaftlichen Integration. Im Zentrum des Themenfeldes der gesellschaftlichen Integration steht die aktive Teilhabe und Mitgestaltung von Menschen mit Migrationshintergrund am gesellschaftlichen Leben. Dabei geht es insbesondere auch um die Förderung und Einbeziehung ihrer Kompetenzen und Ressourcen. Migrantenorganisationen können vor diesem Hintergrund Orte des bürgerschaftlichen Engagements von Menschen mit Migrationshintergrund sein und nicht zuletzt durch ihre Brückenfunktion wichtige Aufgaben im Integratonsprozess – bspw. im Bereich der Jugendverbandsarbeit – übernehmen. Das bundesweite Integrationsprogramm wurde durch das Bundesinnenministerium in Auftrag gegeben und unter Federführung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge durch Expertinnen und Experten aus Politik, Verwaltung, Praxis der Integrationsförderung und Wissenschaft erarbeitet.

nach oben

Hinweis

Der nächste Newsletter erscheint am 18. November 2010. Redaktionsschluss ist der 11. November 2010.

Bitte schicken Sie Ihre Informationen an kontakt(at)b-b-e.de
Redaktion: Dr. Ansgar Klein und Lilian Schwalb unter Mitarbeit von Ronald Langner und Nikola Klein.

Eine Übersicht über die nächsten geplanten Schwerpunkt-Themen finden Sie unter
http://www.b-b-e.de/index.php?id=kommende_themen

Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE)
– Geschäftsstelle –
Michaelkirchstr. 17-18
10179 Berlin-Mitte
www.b-b-e.de

Geschäftsführer Dr. Ansgar Klein
Telefon: (0 30) 6 29 80-11 0
E-Mail: ansgar.klein(at)b-b-e.de

nach oben


Aktuelle Meldungen

18.01.2018

Projektassistenz Deutsch-Arabisches Medienprojekt: Jugendpresse Deutschland e.V.

Die Jugendpresse Deutschland sucht vorbehaltlich der endgültigen Bewilligung durch den…

mehr…

16.01.2018

Otto-Wels-Preis für Demokratie 2018: Ausschreibung

Unter dem Titel »Bürgerschaftliches Engagement – Miteinander stärken, Heimat gestalten« verleiht…

mehr…

16.01.2018

ProjektmanagerIn Corporate Social Responsibility (CSR): UPJ e.V.

Für die Geschäftsstelle in Berlin sucht UPJ e.V. zum 1. März 2018, gerne auch früher, eine/n…

mehr…