BBE Europa-Nachrichten – Newsletter für Engagement und Partizipation Nr. 7 vom 4.8.2016

Heller: Was Kompetenzbilanzen leisten könn(t)en

Die positiven Effekte, die Kompetenzbilanzen haben können oder könnten, sind das Thema des Gastbeitrages von Mario Heller, Leiter Personalentwicklung und Bildungswesen für das Generalsekretariat des Deutschen Roten Kreuzes und Sprecher der AG Bildung und Engagement im BBE. Dabei will er neue Perspektiven auf eine festgefahrene Debatte aufzeigen. Ausgehend von einer kritischen Diagnose der aktuellen Situation in ordnungspolitischer wie praktischer Hinsicht setzt er bei einer systematischen Gliederung der unterschiedlichen Kompetenzfeststellungsverfahren an. Mit den Unterschieden im Verfahren gehen unterschiedliche Verwendungskontexte und Effekte für Engagierte wie Organisationen einher. Dabei wird ersichtlich, dass Kompetenzfeststellungsverfahren mit der Aufstellung und Zielsetzung von Organisationen ebenso sehr verbunden sind wie mit den Motiven und Zielen Ehrenamtlicher. Darüber hinaus bleibt aber ebenso die Rückbindung an einen übergreifenden ordnungspolitischen Rahmen wichtig: »Die Verwertung von im Engagement erworbenen Kompetenzen im Bildungssystem oder auf dem Arbeitsmarkt ist keineswegs die einzige Perspektive auf Kompetenzbilanzen, wie man leicht feststellen kann, aber es ist vor dem Hintergrund der ordnungspolitischen Traditionen hierzulande die alles entscheidende. Erst wenn beides, Ordnungspolitik und Eigensinn des Engagements, miteinander verknüpft sind, werden Verbände, Vereine und Initiativen Kompetenzfeststellungsverfahren in stärkerem Maße selbst anbieten bzw. werden Engagierte häufiger nach Kompetenzbilanzen fragen.«

Gastbeitrag von Mario Heller (PDF, 453 kB)

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Civico: Recognition and Validation of Non-Formal and Informal learning

Die Anerkennung und Zertifizierung von Lernprozessen durch Volunteering ist das Thema des Gastbeitrages von Gabriella Civico, Direktorin des European Volunteer Centre (CEV) und 2013 Initiatorin des Employee Volunteering European Network (EVEN). Freiwillige Tätigkeiten stellen eine bedeutende und besondere Form des Lernens in informellen bzw. nicht formalisierten Lernzusammenhängen dar. Sie zumal europaweit vergleichbar anzuerkennen und zu zertifizieren, stellt eine bedeutende wie schwierige Herausforderung dar. Civico stellt die Entwicklung der Debatte auf der Ebene europäischer Institutionen dar. Dabei ist für CEV wichtig, dass solche wichtigen Anerkennungen und Zertifizierungen nicht dazu führen, dass die freiwillige Arbeit für Andere und das Gemeinwohl verdrängt wird durch eigennutzorientierte Motive, um karrierenützliche Zertifikate zu erhalten: »In this regard CEV is working in collaboration with the EU institutions and member state authorities in the development of tools and processes that will allow for better recognition of learning achieved whilst volunteering.«

Gastbeitrag von Gabriella Civico (PDF, 390 kB)

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Shubina: Engagement und Kompetenzbilanzierung in Europa

Der Rat der Europäischen Union hat empfohlen, das System der offiziellen Kompetenzbilanzierung in allen EU-Ländern bis zum Jahr 2018 einzuführen. Was es hierzu an Vorarbeiten und Projekten in einzelnen Ländern gibt und was in diesem Zusammenhang unter Kompetenz zu verstehen ist, sind die Themen des Gastbeitrages von Irina Shubina, Stipendiatin des Bundeskanzler-Stipendienprogramms der Alexander von Humboldt-Stiftung, die zum Thema »Comparative Analysis of Educational Programs for the Realization of Volunteer Work – Practices in the EU« forscht. Im Mittelpunkt ihres Beitrages steht die Frage nach der Kompetenzbilanzierung bürgerschaftlichen Engagements. Perspektivisch bilanziert sie, »dass die Diskussion um Kompetenzbilanzierung gleichzeitig eine Diskussion um die Steigerung der Motivation von Freiwilligen ist und damit eine große Bedeutung hat.«

Gastbeitrag von Irina Shubina (PDF, 459 kB)

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Kellner: Kompetenzbilanzierung in Österreich

Beispiele und Erfahrungen aus Österreich bei der Kompetenzbilanzierung im freiwilligen Engagement sind das Thema des Gastbeitrages von Wolfgang Kellner, Leiter des Bildungs- und Projektmanagements im Ring Österreichischer Bildungswerke in Wien. In seinem Beitrag stellt er zwei Kompetenzbilanzierungsformate des Rings Österreichischer Bildungswerke kurz vor und behandelt auf dieser Grundlage allgemein methodische Herausforderungen und Erfahrungen. Schließlich diskutiert er Kompetenzbilanzierung im Kontext aktueller Herausforderungen der Freiwilligen- und Bildungspolitik, insbesondere mit Blick auf die österreichische Strategie zum lebensbegleitenden Lernen »LLL:2020«. Jede Form der Kompetenzbilanzierung müsse allerdings berücksichtigen, dass »Freiwillige immer auch ihre Freiheit verwirklichen bzw. verwirklicht haben oder verwirklichen wollen, im Bezug auf sich selbst und ›ihre Sache‹, mit je besonderen Motiven, Interessen und Wünschen.«

Gastbeitrag von Wolfgang Kellner (PDF, 431 kB)

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Schulte-Hemming/ Flachmeyer/ Gössling: Deutscher Qualifikationsrahmen

Das Verhältnis von Kompetenzbilanzierung und bürgerschaftlichem Engagement im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) ist das Thema des Gastbeitrages von Andreas Schulte Hemming, Mitarbeiter bei HeurekaNET (Freies Institut für Bildung, Forschung und Innovation e.V.), Marcus Flachmeyer, Mitbegründer von HeurekaNET und Dr. Bernd Gössling, Vertreter der Professur für Berufs- und Wirtschaftspädagogik an der Universität Osnabrück. In ihrem Beitrag stellen sie zunächst dar, dass Deutschland im Feld der Kompetenzbilanzierung von bürgerschaftlichem Engagement im Vergleich zu etlichen anderen europäischen Staaten Nachzügler ist. Kritisch erörtern sie das Ergebnis der Umsetzung der europaweiten Verbreitung von nationalen Qualifikationsrahmen in Form des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR). Der DQR habe die Basiseinheit für die gegenseitige Anerkennung und den Transfer von Qualifikationen, nämlich Lernergebnisse statt Lern-Input, nicht hinreichend umgesetzt und folge zu sehr dem Primat wirtschaftlicher Nutzbarkeit. Ihr Fazit: »Insofern führt eine Verbindung mit dem DQR nicht automatisch auch zu einer Anerkennung und Wertschätzung bürgerschaftlichen Engagements. Die Hoffnung, mit dem DQR jetzt ›alles retten‹ zu können, ist eine Überforderung des Instruments.«

Gastbeitrag von Andreas Schulte Hemming , Marcus Flachmeyer und Dr. Bernd Gössling (PDF, 422 kB)

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Internationale Jugendarbeit und Kompetenzbilanzierung

Die Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. (IJAB) hat im Juli 2016 zwei Interviews zum Thema Kompetenzbilanzierung veröffentlicht: Am 6. Juli 2016 ein Interview mit Christian Hampel von der Landesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit Nordrhein-Westfalen, Mitglied der »PINK-Arbeitsgruppe«. Diese hat ein neues »Eckpunktepapier zur Anerkennung non-formal erworbener Kompetenzen junger Menschen auf dem Weg in Ausbildung und Beruf« erarbeitet. Das Interview behandelt diesen Vorschlag eines allgemeinen Anerkennungssystems von Kompetenzen. Am 20. Juli 2016 folgte ein Interview mit Dr. Annett Herrmann darüber, welche Bedeutung der Deutsche Qualifikationsrahmen für die Personalarbeit hat und welche Rolle non-formale und informelle Lernergebnisse gerade für große soziale Organisationen spielen. Hintergrund ist u.a. ein Projekt der Diakonie Deutschland zum Thema »Kompetenzorientierung und Personalarbeit«.

Interview von IJAB mit Christian Hampel

Interview von IJAB mit Dr. Annett Herrmann

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Fischer: EuG und gemeinnütziger Vereinssport

Das Gericht der Europäischen Union (EuG) hat die Europarechtskonformität der staatlichen Förderung des gemeinnützigen Sports in aktuellen Entscheidungen festgestellt. Diese Entscheidungen und ihre Bedeutung als Marksteine auf dem Weg zu einem sozialen Europa erörtert der Gastbeitrag von Prof. Dr. Peter Fischer, Vors. Richter am BFH a.D, Honorarprofessor an der Universität Bielefeld für das Fach Steuerrecht und u.a. Autor von Standardwerken zum Steuerrecht. Die erörterten Entscheidungen betrafen die Kletterhallen des Deutschen Alpenvereins und die Sportförderung in Tschechien. Die für den Dritten Sektor positive Bedeutung der Urteile und die richterlichen Begründungen reichen in der Konsequenz weit über die betroffenen Einzelfälle hinaus und ordnen sich in veränderte Diskussionslagen ein, sind aber ggf. noch weiter abzusichern: »Die Urteile des EuG sind Meilensteine für den gesamten Dritten Sektor. Es gilt, dies auch für den Fall zu sichern, dass die dargestellten Entscheidungen oder Rechtssachen mit gleichem Streitgegenstand an den EuGH gelangen.«

Gastbeitrag von Prof. Dr. Peter Fischer (PDF, 439 kB)

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Arbeitsprogramm der Kommission: Entschließung des Europäischen Parlaments

Das Europäische Parlament hat am 5. Juli 2016 eine Entschließung zu den strategischen Prioritäten für das Arbeitsprogramm der Europäischen Kommission für 2017 verabschiedet. In ihr werden 49 Punkte aufgelistet, die die Kommission stärker berücksichtigen soll, als es aus dem Arbeitsprogramm ersichtlich ist. Neben Flüchtlings-, Sicherheits-, Sozial- und Wirtschaftspolitik geht es auch um die Stärkung der Grundrechte und der Demokratie (Punkte 43-49). Das Europäische Parlament fordert in Punkt 46 »die Kommission auf, Initiativen zu ergreifen, mit denen die EU-Organe gestärkt werden und die EU-Bürger darin bestärkt werden, sich aktiver am politischen Leben auf EU-Ebene zu beteiligen; fordert alle Organe der EU auf, besseren Kontakt zu den jüngeren Generationen zu pflegen und deren Plattformen für Debatten besser zu nutzen; vertritt die Auffassung, dass außerdem mehr unternommen werden kann, um die EU-Bürger über ihre Rechte zu informieren, das Potenzial der europäischen Bürgerinitiative auszuschöpfen und die Rolle der Bürgerbeauftragten der EU zu stärken«. In den gemeinsamen Antrag haben die Fraktion der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (ALDE), die Fraktion der Europäischen Volkspartei (EPP) und die Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament (S&D) ihre vorherigen einzelnen Entschließungsanträge zusammengeführt.

Entschließung des Europäischen Parlaments zu den strategischen Prioritäten für das Arbeitsprogramm der Kommission für 2017

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Sozialökonomie und Kommission: Brief von GECES

Die European Commission Expert Group on Social Entrepreneurship (GECES) fordert in einem Brief vom 5. Juli 2016 an Kommissionschef Juncker mehr Einsatz für Sozialökonomie und Sozialwirtschaft in Europa. Diese sollten in das Arbeitsprogramm 2017 der Kommission Eingang finden. GECES wurde 2012 für einen Zeitraum von 6 Jahren als Nachfolger der Social Business Initiative Communication (SBI) ins Leben gerufen. Dabei soll es um ökonomische Effekte ebenso gehen wie um Teilhabe und Demokratie.

Brief von GECES an EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker (PDF, 291 kB)

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Kommission registriert die Europäischen Bürgerinitiativen »Let'sFly2Europe« und »People4Soil«

Am 27. Juli 2016 hat die Europäische Kommission die Registrierung zweier neuer Europäischer Bürgerinitiativen (EBI) beschlossen: »Let'sFly2Europe« und »People4Soil«. Die Europäische Bürgerinitiative »Let'sFly2Europe« will erreichen, dass die Kommission einen Vorschlag macht »zur Abschaffung der Bestimmungen der Richtlinie 2001/51/EG, die Beförderungsunternehmen benachteiligen, die Flüchtlingen die Einreise in die EU per Flugzeug ermöglichen«. Die Bürgerinitiative »People4Soil« fordert die Kommission auf, »Boden als gemeinsames, auf EU-Ebene zu schützendes Erbe anzuerkennen und einen spezifischen Rechtsrahmen zu entwickeln, der den wichtigsten Gefahren für die Böden begegnet«. Offiziell starten die beiden Initiativen im September 2016 mit ihren Sammlungen, dann wird auf sie noch mal im Einzelnen in den »BBE Europa-Nachrichten« hingewiesen, da erst ab dann eine eigene eventuelle Unterstützung durch eine Unterzeichnung möglich ist. Weitere Informationen, auch über andere Unterstützungsmöglichkeiten, können schon jetzt den Webseiten der Initiativen entnommen werden. Ansonsten laufen aktuell noch drei Initiativen, die am 14. September (Fairer Transport in Europa), Oktober (Stopp Plastic in the Sea) und 11. Dezember 2016 (Vater, Mutter & Kind) aufhören.

Webseite Let'sFly2Europe

Webseite People4Soil

Laufende Initiativen

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»Europas Grenzen«: Bürgerdialog in Wuppertal

Nach erfolgreichen Bürgerdialogen »Europas Grenzen - Wir müssen reden!« in Erfurt (15. März 2015), in Augsburg (4. Mai 2016) und in Hamburg (26. Mai 2016) findet der nächste Bürgerdialog in Wuppertal am 1. September 2016 statt. Die Europa-Union und ihre Partnerorganisationen - u. a. auch das BBE - laden ein in die Historische Stadthalle Wuppertal, um über Schengen, europäische Freiheiten und Perspektiven der EU in der Flüchtlingskrise zu diskutieren: Wie steht es um die Handlungsfähigkeit der EU, ihre Solidarität und die Zukunftsfähigkeit der europäischen Idee? Wie gehen wir mit den Binnen- und Außengrenzen der Europäischen Union um? Wie steht es um die Errungenschaften der Freizügigkeit, die offenen Grenzen im Inneren Europas? Mitdiskutieren werden Wolfram Kuschke, Staatsminister a.D. und Landesvorsitzender der Europa-Union NRW, Andreas Mucke, Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal, Dr. Jörg Bentmann, Abteilungsleiter im Bundesministerium des Innern, Thorsten Klute, Staatssekretär für Integration im Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, Matthias Oel, Europäische Kommission, Generaldirektion Migration und Inneres sowie Terry Reintke, MdEP. Der Dialog ist Teil einer deutschlandweiten Reihe, die von mehreren PartnerInnen, u. a. dem BBE, unterstützt wird.

Programm (PDF, 624 kB)

Anmeldung

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Äthiopiens Staatsminister zu Gast im BBE

Am 15. Juli 2016 hat das BBE eine offizielle Delegation aus Äthiopien empfangen: Staatsminister Tagesse Chaffo, die WissenschaftlerInnen Tefera Beyera Bayuma und Weubamlak Eshetu Mengistu sowie Conrad Kubernath aus der Botschaft der Demokratischen Bundesrepublik Äthiopien in Berlin diskutierten mit BBE-Geschäftsführer Dr. Ansgar Klein und dem Team aus dem Europa-Bereich über wirksame Partizipationsmöglichkeiten und die Engagementinfrastruktur in Deutschland und in Äthiopien. Auf der Agenda standen verschiedene Fragestellungen zu Beteiligungsverfahren und Good Governance: ein Forschungsthema, an dem das äthiopische Policy and Research Centre derzeit intensiv arbeitet.

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BBE auf der EBD-Mitgliederversammlung

»Den europäischen Weg gemeinsam weiter zu verfolgen, ist jeder Mühe wert – es gibt keine bessere Alternative!« So eindeutig positionierte sich die Europäische Bewegung Deutschland e.V. (EBD) auf ihrer Mitgliederversammlung am 27. Juni 2016. Die Debatten der Mitgliederversammlung u.a. mit Kanzleramtschef Peter Altmaier standen ganz im Zeichen der wenige Tage kurz zuvor getroffenen Brexit-Entscheidung der britischen Bevölkerung, stellten dieser aber ein geschlossenes Signal entgegen. Der Leitantrag führt unter dem Titel »Europäisch denken, handeln und regieren« zwölf konkrete Forderungen für die Fortentwicklung der europäischen Integration und der deutschen Europapolitik an. Die Stärkung der europäischen Demokratie und der Ausbau des Zivilen Dialogs sind dabei Schwerpunkte, die vom BBE besonders unterstützt wurden.

Weitere Informationen zur EBD-Mitgliederversammlung

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BBE bei der 9. Internationalen Engagement-Konferenz

Am 28./29. Juni 2016 hat in Genf eine internationale Konferenz zur Freiwilligenarbeit stattgefunden: »9th International Conference on Volunteerism: Avenue for Social Transformation«. Teilgenommen haben über 100 ExpertInnen aus der Zivilgesellschaft - u. a. auch aus Sri Lanka und Südafrika -, die die Gelegenheit nutzten, eigene Projekte zu präsentieren und sich über die Zukunftsperspektiven der Zusammenarbeit auszutauschen. Die Konferenz wurde von einem internationalen Ausschuss organisiert, in dem VertreterInnen der zivilgesellschaftlichen Organisationen aus Russland, der Schweiz, Spanien, Großbritannien, Saudi-Arabien und Ghana mitwirkten. Für das BBE nahm die Bundeskanzler-Stipendiatin Irina Shubina teil, die im BBE als ihrer Gastgeberorganisation während ihres Forschungsaufenthalts arbeitet. Im Rahmen der Konferenz fand ein so genannter »Library Talk« statt, der in der Bibliothek des Büros der Vereinten Nationen regelmäßig die für die UN relevanten Fragestellungen unter die Lupe nimmt. Diesmal thematisierten die Teilnehmenden Bürgerschaftliches Engagement, das bei der Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals (SDGs)) eine bedeutende Rolle spielt. »Getting more than we give: How volunteering changes your world« - lautete das Motto des Gesprächs. Irina Shubina referierte zum Thema »Bürgerschaftliches Engagement als ein Instrument für die Kompetenzentwicklung« und stellte dabei die Zwischenergebnisse ihrer Forschung vor. Ihr Beitrag wurde in dem Konferenzbuch »Volunteerism - Avenue for Social Transformation« dokumentiert.

Weitere Informationen zur Konferenz

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SecurePart abgeschlossen

Das internationale SecurePART Projekt hat nach zwei Jahren Laufzeit seine Ziele erreicht. Untersucht wurde der Stand der Beteiligung von zivilgesellschaftlichen Organisationen an der Sicherheitsforschung, das Interesse von zivilgesellschaftlichen Organisationen und die Hindernisse wie Möglichkeiten, sich an Sicherheitsforschung im europäischen Rahmen zu beteiligen, nicht zuletzt im Kontext des Forschungsprogramms Horizont 2020. Neben empirischen Ergebnissen wurden auch Handlungsempfehlungen und Anleitungen erarbeitet, um die Beteiligung von Zivilgesellschaft an Sicherheitsforschung zu erhöhen und dadurch besser zu machen. An dem Projekt war unter anderem das European Network of National Civil Society Associations (ENNA) beteiligt, das BBE war als Projektbeirat beteiligt.

Weitere Informationen zum Projekt

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Fachaustausch bürgerschaftliches Engagement mit Japan

Erneut findet ein multilateraler Fachkräfteaustausch zum Thema »Soziale Aktivitäten und bürgerschaftliches Engagement« vom 13. bis zum 28. Februar 2017 in Japan statt. Dabei handelt es sich um eine Qualifizierungsmaßnahme des japanischen Cabinet Office für junge Fach- und Leitungskräfte von Aktivitäten mit Jugendlichen, älteren Menschen und Menschen mit Behinderung. Entsprechend hat das Büro des japanischen Ministerpräsidenten das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wieder eingeladen, 12 junge deutsche Fach- und Leitungskräfte von Aktivitäten mit Jugendlichen, älteren Menschen und Menschen mit Behinderung zu dieser Qualifizierungsmaßnahme nach Japan zu entsenden. Auf dem Programm stehen u. a. Einrichtungsbesuche, Workshops, ein großes Diskussionsforum zum Thema Management gemeinnütziger Organisationen und ein Gastfamilienaufenthalt. Abgesehen von VertreterInnen japanischer Organisationen und Einrichtungen werden FachkollegInnen aus Großbritannien und Finnland in die Austauschaktivitäten eingebunden sein. Fließende Englischkenntnisse in Wort und Schrift sind erforderlich. Ein verbindliches Vorbereitungsseminar findet vom 20. bis zum 22. Januar 2017 im Raum Köln/Bonn statt. Die Eigenbeteiligung beträgt 750 Euro und der Bewerbungsschluss ist der 21. Oktober 2016.

Mehr Informationen und Unterlagen

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Herausforderungen der Zivilgesellschaft in EU und Russland

In mehreren Ländern wird eine Umfrage zu den »Herausforderungen der Zivilgesellschaft in der EU und in Russland« realisiert, im Auftrag des EU-Russia Civil Society Forums. Die Nijmegen School of Management führt den deutschen Part durch. Die Beantwortung des Fragebogens für NGOs in Deutschland benötigt etwa 10 Minuten.

Survey für NGOs in Deutschland

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CIVICUS: Jahresbericht Globale Zivilgesellschaft

Erneut hat CIVICUS einen online zugänglichen Jahresbericht zu Trends und Zustand der weltweiten Zivilgesellschaft vorgelegt, ergänzt um über 30 Gastbeiträge aus allen Teilen der Welt. Der Schwerpunkt ist das Thema »Exclusion«. Bezogen auf die Gesamtentwicklung ist das vergangene Jahr ein schlechtes Jahr. In der Summary heißt es entsprechend als Problembeschreibung und Herausforderung, auch vor dem Hintergrund vieler getöteter AktivistInnen weltweit: »One of the most sinister developments we see today is the widespread demonisation of civil society activists - as terrorists, traitors, foreign puppets, or disconnected elites. We need to challenge these narratives, demonstrate the value of civil society and convince people of its worth.«

CIVICUS: State of Civil Society Report 2016 (PDF, 13, 4 MB)

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Forschungsjournal Soziale Bewegungen: Bürgerschaft in Europa (Publikation)

Das neue Heft (2016/Heft2) des Forschungsjournals Soziale Bewegungen mit dem Schwerpunkt »Bürgerschaft in Europa: Grenzziehungen und soziale Bewegungen in der Einwanderungsgesellschaft« nimmt die Verzahnung externer und interner Aspekte von Bürgerschaft aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven in den Blick. Verschiedene Beiträge renommierter AutorInnen werfen zudem ein kritisches Licht auf die in der vergleichenden Bürgerschaftsforschung diskutierte bürgerlich-universalistische Konvergenz des einwanderungs- und integrationspolitischen Instrumentariums in Europa. Thematisiert werden u. a. neue Formen einer flüchtlingsfeindlichen sozialen Bewegung von rechts, die seit 2006 in Deutschland eingeführten Einbürgerungstests als performative Akte der Inkraftsetzung liberaler staatsbürgerlicher Tugenden, die Debatte über die Beschneidung von Jungen sowie die Verschärfung des Asylrechts, die nicht zwangsläufig zu einer größeren Zahl an Abschiebungen führt, aber die längerfristige gesellschaftliche Exklusion betroffener Menschen ermöglichen könnte. Unterschiedliche Aspekte der »Mobilisierung und Performanz von Bürgerschaft« werden im zweiten Teil des Schwerpunkttes dargestellt.

Editorial, Abstracts und weitere Informationen zum Heft

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Hinweis

Der nächste Newsletter erscheint am 18. August 2016.

Redaktionsschluss ist der 12. August 2016.

Bitte schicken Sie Ihre Informationen an
E-Mail: europa-bbe(at)b-b-e.de

Die Beiträge dieses Newsletters geben, sofern nicht ausdrücklich als solche Nachrichten gekennzeichnet, nicht die Meinung des BBE wieder, sondern repräsentieren die Vielstimmigkeit der Meinungen und Akteure im BBE und im Feld der Engagementförderung und -politik. Die Redaktion des Newsletters verfolgt das Ziel, die jeweils aktuellsten und wichtigsten Nachrichten für die Leserschaft zusammenzustellen.

Die PDF-Dokumente der Gastbeiträge im Schwerpunkt des Newsletters werden möglichst barrierearm gestaltet.

Die Hinweise auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Publikation von Nachrichten im Europa-Newsletter finden Sie unter Impressum.

Eine Übersicht über die nächsten geplanten Schwerpunkt-Themen finden Sie unter Kommende Themen.

Die Öffentlichkeitsarbeit des BBE wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Redaktion: PD Dr. Ansgar Klein, Dr. Rainer Sprengel, Mirko Schwärzel und Nino Kavelashvili.

Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) 
- Geschäftsstelle -
Michaelkirchstr. 17-18 
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www.b-b-e.de

V.i.S.d.P.: Geschäftsführer PD Dr. Ansgar Klein
Telefon: (0 30) 6 29 80-11 0
E-Mail: ansgar.klein(at)b-b-e.de

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